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29.8.2026 - Kaum ein Gremium in Oberfranken verzeichnet einen so anhaltenden Rückgang wie Marktredwitz-Selb. Seit 2024 sinkt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge Jahr für Jahr zweistellig. „Unsere Industrie ist stark exportorientiert und bekommt außerdem die schwache Nachfrage nach Autos sowie die allgemeine Investitionszurückhaltung besonders deutlich zu spüren", erklärt Dr. Roman Pausch, Vorsitzender des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb.

Gerade bei den Automobilzulieferern ging die Zahl der Ausbildungsverhältnisse spürbar zurück. Auch der fehlende Abiturjahrgang durch die Umstellung von G8 auf G9 habe die Entwicklung 2025 verschärft: „Uns fehlen dadurch Bewerberinnen und Bewerber", so Dr. Pausch.

 

Industrie besonders stark betroffen

Die Industrie verzeichnet den stärksten Rückgang: Von 117 Ausbildungsverträgen 2024 und 93 Verträgen 2025 blieben 2026 nur noch 74 übrig. Aber auch der Handel gab nach, von 53 über 55 auf 43 Verträge. Einzig der Dienstleistungssektor blieb stabil mit aktuell auf 18 Neueintragungen.

 

Noch keinen Ausbildungsplatz? Auf jeden Fall bewerben!

„Trotz der sinkenden Zahlen waren zum 31. Juli rund zwei Fünftel aller angebotenen Ausbildungsplätze noch unbesetzt", macht Pausch deutlich. Er appelliert an alle Schulabgänger ohne Vertrag: „Bewerbungen lohnen sich weiterhin – auch über den Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September hinaus." Erfahrungsgemäß sind Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.

selb-live.de - Presseinfo IHK Oberfranken 

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