24.3.2026 - Das Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat hat das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes erweitert. Mit 19 Neuaufnahmen umfasst die Liste nun insgesamt 103 kulturelle Ausdrucksformen. Unter den neu aufgenommenen Traditionen finden sich auch die Wiesenfeste in Nordostoberfranken – und damit das Selber Wiesenfest.
Wie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mitteilte, stehen immaterielle Kulturgüter für Identität, Gemeinschaft und gelebte Tradition. Ziel sei es, diese kulturelle Vielfalt zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.
Zu den Wiesenfesten heißtes im Wortlaut: „Bei den 31 Wiesenfesten handelt es sich im Kern um Schuljahresabschluss feste, die sich im frühen 19. Jahrhundert in weiten Teilen Nordostoberfrankens und im benachbarten Thüringen entwickelt haben. Den Höhepunkt bilden festliche Umzüge der Schulkinder, die von der Schule zur Festwiese oder zum Festplatz in Begleitung von Musikgruppen, Vereinen und Ehrengästen führen. Dort werden Lieder gesungen, Tänze (Reigentanz) oder Theaterstücke aufgeführt und sportliche Wettkämpfe ausgetragen. Bei den jähr lich oder zweijährlich gefeierten Festen stehen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Dies bedingt eine strukturelle Ähnlichkeit, obwohl die jeweiligen Orte ihren Festen ihr ganz eigenes Gepräge verleihen.“
Mit der Aufnahme in das Landesverzeichnis wird diese kulturelle Form offiziell gewürdigt und in ihrer Bedeutung hervorgehoben. Zugleich soll die Anerkennung dazu beitragen, die Wiesenfeste auch künftig lebendig zu halten und weiterzuentwickeln.


