Anzeige

helfer des jahres 2026 stadt selb6.11.2026 – Für ihr langjähriges und außergewöhnliches Engagement im Vereinssport hat die Stadt Selb Anke Zeidler und Renate Albrecht mit dem Anerkennungspreis „Helfer des Jahres“ ausgezeichnet. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch würdigte bei der Verleihung die Verdienste der beiden Frauen, die sich auf unterschiedliche Weise seit vielen Jahren für das sportliche und gesellschaftliche Leben in Selb einsetzen. Die Auszeichnung ist jeweils mit 250 Euro und einer Dankesurkunde verbunden.

Anke Zeidler ist seit 2022 geschäftsführende Vorständin der Turnerschaft Selb und engagiert sich bereits seit ihrer Jugend im Vereinssport. Schon mit 14 Jahren übernahm sie Aufgaben als Übungsleiterin. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt bis heute auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen.

In den vergangenen Jahren stand für sie vor allem die umfassende Sanierung der Jahnturnhalle im Mittelpunkt. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Millionen Euro stellt den Verein vor erhebliche organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Zeidler hat dabei wesentliche Aufgaben in der Koordination und Umsetzung übernommen. Oberbürgermeister Pötzsch hob insbesondere ihre strukturierte Arbeitsweise, ihre Beharrlichkeit und ihre Bereitschaft hervor, Verantwortung für ein Vorhaben dieser Größenordnung zu tragen.

Wie Zeidler im anschließenden Gespräch erläuterte, fließt ein erheblicher Teil der Investitionen in Maßnahmen, die für die Vereinsmitglieder zunächst kaum sichtbar sind. Dazu gehören unter anderem Brandschutz, Elektrik, Sanitäranlagen und Dachsanierung. Diese Arbeiten seien jedoch entscheidend für den langfristigen Erhalt des Gebäudes. Nach dem derzeitigen Stand hofft der Verein, Ende des Jahres oder Anfang des kommenden Jahres erste sanierte Räumlichkeiten wieder nutzen zu können.

Zeidler betonte zugleich, dass ein solches Projekt nur durch die Zusammenarbeit vieler Beteiligter möglich sei. Besonders verwies sie auf die Unterstützung des früheren Vereinsvorsitzenden Werner Kraus, der bereits die ursprünglichen Förderanträge und Planungen maßgeblich begleitet hatte und weiterhin eng in die Sanierung eingebunden ist. Auch die Stadt Selb unterstützt das Vorhaben finanziell.

Neben ihrer Vorstandsarbeit ist Zeidler weiterhin in der Nachwuchsförderung aktiv. Mit dem erstmals veranstalteten Porzellancup hat die Turnerschaft zudem einen neuen Kinderturnwettbewerb ins Leben gerufen.

 

Die zweite Auszeichnung ging an Renate Albrecht, die dem Selber Eissport seit 1968 verbunden ist. Vom damaligen VER über die verschiedenen Nachfolgevereine bis zu den heutigen Selber Wölfen hat sie nahezu sechs Jahrzehnte Vereinsgeschichte miterlebt und mitgestaltet.

Als Reinigungskraft, zunächst beim Verein und später bei der Stadt Selb, sorgte Albrecht über viele Jahre für den reibungslosen Betrieb rund um die Eishalle. Ihr Einsatz beschränkte sich allerdings keineswegs auf die Reinigung der Räumlichkeiten. Sie half unter anderem beim Verkauf von Fischsemmeln, versorgte Nachwuchsspieler und die erste Mannschaft in der Teeküche und backte Kuchen für Auswärtsfahrten. Bis heute kümmert sie sich darum, dass die Kabinen rechtzeitig für den nächsten Trainings- oder Spielbetrieb vorbereitet sind.

Im Gespräch nach der Ehrung erinnerten sich die Anwesenden gemeinsam mit Albrecht an frühere Zeiten des Selber Eishockeys. Dabei wurde deutlich, unter welchen Bedingungen die Arbeit hinter den Kulissen teilweise geleistet werden musste. Wenn Freitagabendspiele erst am späten Abend endeten und am nächsten Morgen bereits um sieben Uhr wieder Betrieb in der Halle herrschte, blieb für die notwendigen Reinigungsarbeiten nur wenig Zeit.

Albrecht berichtete auch von den Höhen und Tiefen, die sie während der wechselvollen Vereinsgeschichte erlebt hatte. Trotz schwieriger Phasen und wiederholter Umbrüche sei sie dem Eissport treu geblieben. Besonders positiv erinnerte sie sich an frühere Mannschaften, die stark von einheimischen Spielern geprägt waren, und an den damaligen Zusammenhalt.

Auch selbst war Albrecht sportlich aktiv. Als Eisstockschützin nahm sie über einen Zeitraum von 15 Jahren erfolgreich an bayerischen und deutschen Meisterschaften teil. Dem Eissport ist sie weiterhin eng verbunden und verfolgt die Spiele in der Selber Eishalle, insbesondere wenn ihre Enkel auf dem Eis stehen.

 

Oberbürgermeister Pötzsch würdigte bei der Verleihung im Beisein beider stellvertretenden Bürgermeister und der Fraktionsvorsitzenden die unterschiedlichen Formen des ehrenamtlichen und persönlichen Einsatzes. Während Anke Zeidler mit ihrer Vorstandsarbeit und der Hallensanierung Verantwortung für die Zukunft eines großen Sportvereins übernimmt, steht Renate Albrecht für die jahrzehntelange, oft wenig sichtbare Arbeit, ohne die ein funktionierendes Vereinsleben kaum möglich wäre.

Mit dem Anerkennungspreis „Helfer des Jahres“ möchte die Stadt Selb diesen Einsatz öffentlich würdigen und beiden Frauen für ihren Beitrag zum örtlichen Sport- und Vereinsleben danken.

helfer des jahres 2026 stadt selb

FacebookXingTwitterLinkedIn