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jugend musiziert selb 012623.1.2026 - Mit dem 63. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Hochfranken rückt Selb in den Mittelpunkt der musikalischen Nachwuchsförderung. Erstmals wird der traditionsreiche Wettbewerb an diesem Standort ausgetragen. Das Preisträgerkonzert findet bei freiem Eintritt am 1. Februar (17 Uhr) im Rosenthal-Theater statt.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch unterstrich im Rahmen eines Pressegesprächs die Bedeutung des Wettbewerbs für die Stadt und die gesamte Region. „Jugend musiziert“ sei weit mehr als ein musikalischer Leistungsvergleich. Der Wettbewerb stehe für Motivation, Bildung und persönliche Entwicklung junger Menschen. Besonders freue es ihn, dass Selb in diesem Jahr Gastgeber sein dürfe und er die Schirmherrschaft übernehmen könne. Der Wettbewerb sei ein kulturelles Highlight, das stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden solle.

Die Musikschule der Stadt Selb sieht den Wettbewerb als wichtigen Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit. Musikschulleiter Benjamin Doß berichtete aus mehreren Perspektiven, als ehemaliger Teilnehmer, Lehrkraft und heutiger Leiter der Einrichtung. Er betonte, dass „Jugend musiziert“ für viele junge Menschen ein entscheidender Impuls sei, sich intensiv mit Musik auseinanderzusetzen und teilweise sogar eine berufliche Laufbahn einzuschlagen. Gleichzeitig baue der Wettbewerb auf einer soliden musikalischen Ausbildung auf und vermittle wichtige Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Auftrittssicherheit.

Die Organisation des Regionalwettbewerbs liegt beim Regionalausschuss „Jugend musiziert“ Hochfranken in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern. Deren Vertreterinnen Gabriele Jahn und Monika Ternick erläuterten den Aufbau des dreistufigen Wettbewerbs, der über Regional- und Landesebene bis zum Bundeswettbewerb führt. Bewertet werden die Teilnehmenden nicht im direkten Vergleich, sondern anhand ihrer individuellen Leistung innerhalb der jeweiligen Altersgruppe. Dadurch könne es mehrere erste Preise geben und der pädagogische Gedanke stehe klar im Vordergrund.

In diesem Jahr stehen unter anderem Klavier, Pop-Gitarre, Drumset-Pop und Harfe in den Solo-Wertungen auf dem Programm. Hinzu kommen verschiedene Ensemble Wertungen, etwa für Streicher, Bläser und Akkordeon. Insgesamt liegen rund 45 Anmeldungen vor, darunter sieben Teilnehmende aus Selb. Um attraktive Wettbewerbssituationen zu gewährleisten, arbeiten die Regionalausschüsse eng zusammen und tauschen einzelne Wertungen mit benachbarten Regionen aus.

Ein wichtiger Teil des Erfolgs seitens der Schülerinnen und Schüler der Musikschule Selb liegt in der Arbeit der Lehrkräfte. Miloslav Matoušek und Irene Thurn berichteten aus der Praxis der Vorbereitung. Entscheidend sei vor allem die Motivation der Kinder sowie die Unterstützung durch das Elternhaus. Der Wettbewerb bedeute zwar einen erheblichen Mehraufwand, biete den jungen Musikerinnen und Musikern aber wertvolle Lernerfahrungen, die weit über den Auftritt hinausgingen. Viele Kinder nähmen den Wettbewerb als besonderes Ereignis wahr und sammelten dabei prägende Erlebnisse.

Oberbürgermeister Pötzsch hob zudem die Bedeutung der Musikschule als feste Einrichtung der Stadt hervor. Mit fest angestellten Lehrkräften und einem breiten Angebot setze Selb ein klares Zeichen für kulturelle Bildung. Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ sei dabei eine wichtige Bühne, um musikalische Talente sichtbar zu machen und zu fördern.

Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Hochfranken findet vom 30. Januar bis 1. Februar statt. Die öffentlichen Wertungsspiele werden in der Musikschule Selb sowie in der Luitpold-Grundschule ausgetragen. Höhepunkt ist das Preisträgerkonzert mit Preisverleihung am Sonntag, 1. Februar, um 17 Uhr im Rosenthal-Theater. Der Eintritt ist frei.

jugend musiziert selb 0126selb-live.de – Michael Sporer

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