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aktive buerger selb18.9.2026 – Zum September-Stammtisch der Aktiven Bürger Selb konnten Fraktions- und Ortsverbandsvorsitzender Timo Kluth und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch insgesamt 34 Mitglieder und Gäste begrüßen. Gastgeber Gisbert „Pauli“ Limmer stellte zu Beginn gemeinsam mit seiner Familie die seit mittlerweile einem Jahr bestehende Gaststätte „Zum Limmer“ vor.

Neben den bereits existierenden Gasträumen und dem Biergarten entstehen mit einer neuen Dartstube und der sog. „Zapf-Mich-Stube“ in Kürze zwei weitere neue Bereiche.

Im Mittelpunkt des anfänglichen Dialogs stand auch die Entwicklung der Selber Gastronomie. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich das Angebot in Selb in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt und deutlich an Vielfalt gewonnen hat. Gleichzeitig stellen hohe Fixkosten, gesetzliche Auflagen und die Suche nach Servicekräften die Betriebe vor Herausforderungen.

„Selb kann stolz auf seine gastronomische Vielfalt sein. Die Stadt unterstützt die Gastronomen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, dass die Menschen aus Selb und der Umgebung die vorhandenen Angebote annehmen und die Betreiber ihre Konzepte kontinuierlich mit viel Kreativität weiterentwickeln“, betonte Timo Kluth. Gerade für eine Kleinstadt mit begrenztem Einzugsgebiet sei dies von großer Bedeutung.

Auch die zahlreichen Veranstaltungen über das Jubiläumsjahr hinweg wurden von den Anwesenden positiv bewertet. Neben den städtischen Veranstaltungen begeisterte zuletzt das Festival Mediaval am vergangenen Wochenende, das mit rund 22.000 Besuchern einen neuen Rekord erreichte und gezeigt hat, welches Potenzial Selb als Veranstaltungsort besitzt. Das Weinfest soll trotz herausfordernder Umstände auch im Jahr 2027 wieder am Grafenmühlweiher stattfinden, zudem ist für das kommende Jahr ein weiteres Format für die jüngere Generation geplant.

Besprochen wurde außerdem die Anpassung der Turnhallengebühren. Selber Vereine zahlten bislang 5 bzw. 6 Euro pro Stunde und Hallenteil für städtische und landkreiseigene Turnhallen, während der Landkreis bereits eine Gebühr von 15,60 Euro erhob. Als zusätzliche Sportförderung, übernahm die Stadt in den vergangenen Jahren die Differenz. Aufgrund der notwendigen Haushaltskonsolidierung müssen die Gebühren nun schrittweise angehoben werden, sodass schließlich ab dem Schuljahr 2028/29 das dann gültige Landkreisniveau erreicht wird. Die Anpassung wurde gemeinsam mit den betroffenen Sportvereinen besprochen und im Einvernehmen getroffen. „Die Vereine bei diesem schweren Thema von Anfang an mit einzubeziehen war uns wichtig. Der Stadtsportverband, dem Stadträtin Ramona Jülke-Miedl vorsteht, hat an dieser Stelle ebenfalls wichtige und hervorragende Arbeit geleistet“, erklärte Ulrich Pötzsch.

Reinhard Steeger, der der FGV-Ortsgruppe Selb-Plößberg fast drei Jahrzehnte lang vorstand, sprach an, dass es immer schwieriger werde, passende Räumlichkeiten für kleinere Vereins- oder Vorstandssitzungen zu finden. Wer als Verein Räumlichkeiten derartige Zwecke suche, könne sich jederzeit an die Stadtverwaltung wenden, erläuterte Pötzsch. Darüber hinaus gebe es in Selb zahlreiche Vereine mit eigenen Immobilien. „Vielleicht bietet sich hier für den einen oder anderen Verein auch die Möglichkeit, Räume durch Kooperationen gemeinsam zu nutzen und damit beiden Seiten zu helfen“, so Kluth.

Ulrich Pötzsch informierte zudem über aktuelle Projekte. Die Holzbauelemente für das Gebäude im ehemaligen Bürgerpark werden derzeit im Produktionswerk der Firma NWS in Schwarzenbach a. d. Saale vorgefertigt; sodass in Kürze mit der Aufstellung des Erdgeschosses begonnen werden kann. Darüber hinaus befinden sich die Wohneinheiten im Marktplatz 1 kurz vor der Fertigstellung und sind bereits in der Vermarktung. Bei der früheren Post konnte nach dem Wechsel des Generalunternehmers die Weiterführung des Projekts gesichert werden. Weitere Zukunftsperspektiven wurden für die Entwicklung des Bürgerbräu-Areals mit modernem Geschosswohnungsbau und der Errichtung eines Kinderhorts in Richtung Luitpoldschule in Aussicht gestellt.

Nachdem das Thema „Wohnen“ hinreichend besprochen wurde, thematisierte der amtierende Oberbürgermeister die schwierige Badesaison am Langen Teich. Der durch das klare Wasser und die intensive Sonneneinstrahlung entstandene Grasbewuchs unter der Wasseroberfläche soll im Herbst dieses Jahres möglichst weit entfernt werden. Im Winter ist eine zusätzliche Kalkung vorgesehen, bevor das Pflanzenwachstum unter Wasser im kommenden Jahr mit einem angepassten Fischbesatz von vorneherein vermieden werden soll.

Ziel ist es, im Jahr 2027 eine erfolgreichere Badesaison zu erleben, sodass die aufwendigen Sanierungen der Stützmauer und des Teichdamms durch die Stadt und des Kabinentrakts durch den Förderverein, von möglichst vielen Besuchern genutzt werden können. Auch Ideen für eine stärkere Belebung, etwa durch Turniere in Zusammenarbeit mit Sportvereinen, dem Förderverein und dem Kioskbetreiber, wurden von den anwesenden Mitgliedern Leonie Eller und Wolfgang Achtziger hervorgebracht.

Zum Abschluss wurde die Arbeit des Bauhofs und insbesondere die Sauberkeit im Stadtgebiet gelobt. Karl-Heinz „Charly“ Persigehl nahm das Lob gerne stellvertretend für sein Team und seine Kollegen entgegen.

„Unsere Stammtische zeigen immer wieder, wie vielfältig die Themen sind, die die Selberinnen und Selber bewegen. Genau dieser offene Austausch mit unseren Mitgliedern und Gästen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit“, fasste Timo Kluth den Abend zusammen, bevor er den Stammtisch mit Dankesworten in Richtung der Wirtsfamilie Limmer beschloss.

 

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

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