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fws selb linseis 09268.9.2026 – Wie viel internationale Spitzentechnologie in einem Unternehmen aus Selb steckt, davon konnten sich die Freien Wähler Selb bei ihrem jüngsten Firmenbesuch bei der Linseis Messgeräte GmbH überzeugen. Neben spannenden Einblicken in die Geschichte und Produktion des Unternehmens stand vor allem der direkte Austausch über die aktuellen Herausforderungen für den Mittelstand im Mittelpunkt.

Am Standort wurden die FWS-Mitglieder von den beiden Enkeln des Firmengründers, Florian Linseis (im Unternehmen seit 2003) und Dr.-Ing. Vincent Linseis (seit 2017), gemeinsam mit ihrem Vater Claus Linseis begrüßt. Der FWS-Vorstandssprecher Niklas Schmidling bedankte sich im Namen des gesamten kommunalen Wählervereins herzlich für die Einladung und übergab als Zeichen der Wertschätzung einen Präsentkorb.

Bereits in den einleitenden Worten wurde deutlich, worum es den Freien Wählern Selb bei ihren regelmäßigen Firmenbesuchen geht, nämlich den direkten Draht zu den Unternehmen vor Ort zu halten. „Für unsere Stadtpolitik ist es wichtig zu wissen, was die Betriebe beschäftigt und wo der Schuh tatsächlich drückt“, so die Botschaft der FWS. Denn wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplätze und die Zukunft des Standorts Selb seien unmittelbar miteinander verbunden.

 

Von der Garage auf der Kappel in die Welt

Interessiert ließen sich die FWS-Mitglieder zunächst die Geschichte des Unternehmens schildern. Linseis Messgeräte GmbH wurde von Dr. Max Linseis gegründet, der ursprünglich nicht aus Selb stammte, sondern durch ein Jobangebot in die Porzellanstadt gezogen war. Seine unternehmerischen Anfänge nahm er in seiner Garage auf der Kappel, wo er zunächst Schreiber fertigte. Später entwickelte und vertrieb er Messgeräte zur Analyse von Grünkörpern für die Porzellanindustrie.

Aus diesen bescheidenen Anfängen entwickelte sich ein international erfolgreiches Unternehmen. Mit Sitz in Selb ist Linseis heute weltweit tätig und verfügt über eigene Standorte in den USA, Indien und zweimal in China sowie eine Beteiligung an einem Startup in Frankreich. Eine Unternehmensgeschichte, die eindrucksvoll zeigt, welches Potenzial und welche Innovationskraft am Standort Selb zu Hause sind.

 

Politik trifft Praxis

Gleich zu Beginn des Besuchs wurde angeregt über die aktuelle politische Lage diskutiert. Neben weltpolitischen Entwicklungen standen vor allem die konkreten Auswirkungen politischer Entscheidungen auf den Unternehmensalltag im Mittelpunkt. Bürokratie, Energiekosten und die hohe Steuer- und Abgabenlast der Mitarbeiter wurden dabei ebenso angesprochen wie die allgemeinen Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen.

Für die Freien Wähler Selb sind solche Gespräche besonders wertvoll. Denn viele Entscheidungen, die in München, Berlin oder Brüssel getroffen werden, haben unmittelbare Auswirkungen auf einen Betrieb in Selb.

Gerade mittelständische Unternehmen seien auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Hohe Energiepreise, steigende Kosten, zunehmende bürokratische Anforderungen und die Belastung von Beschäftigten und Arbeitgebern könnten langfristig zu einem Standortnachteil werden. Politik müsse deshalb wieder stärker darauf achten, was ihre Entscheidungen in der täglichen Praxis tatsächlich auslösen.

Die FWS um Stadtrat Roland Schneider signalisierten zugleich, dass man sich auf kommunaler Ebene gerne um die Anliegen der heimischen Unternehmen kümmere. Gleichzeitig nutzten die FWS-Stadträte und Ortssprecher die Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit des Stadtrats zu geben und über aktuelle kommunalpolitische Themen zu berichten.

 

Beeindruckende Technik aus Selb

Nach einer Vorstellung des Unternehmens und dem Austausch zu politischen Themen folgte ein Firmenrundgang von der Verwaltung über die Endabnahme fertiggestellter Messgeräte bis hin zur mechanischen Produktion und Eigenfertigung von Bauteilen. Beeindruckend war dabei, welche am Standort Selb entwickelte Technologie weltweit vertrieben wird. Die Messgeräte von Linseis dienen größtenteils der Materialanalyse, insbesondere im Hochtemperaturbereich zwischen 1000 und über 2000 Grad Celsius, für einen Haushalt kaum vorstellbare Temperaturen, die teilweise das Zehnfache eines herkömmlichen Backofens erreichen. Im Verlauf des Rundgangs schilderten Vincent und Florian Linseis wiederholt die Herausforderungen, mit denen das Unternehmen im Alltag konfrontiert ist.

Für die Besucher wurde dabei besonders deutlich, wie viel Know-how, Präzision und technologische Entwicklung hinter den Produkten steckt. Was in Selb entwickelt und gefertigt wird, kommt weltweit zum Einsatz. „Hightech made in Selb“ ist bei Linseis keine Floskel, sondern gelebte Realität.

Zum Abschluss bedankten sich die Freien Wähler Selb bei der Familie Linseis für die Einladung, den offenen Austausch und die interessanten Einblicke in das Unternehmen. Für die FWS steht fest: Der direkte Kontakt zu den Betrieben muss auch künftig ein wichtiger Bestandteil kommunaler Politik bleiben.

Denn wer wissen will, wie es dem Wirtschaftsstandort Selb geht, muss vor allem ebes tun: mit den Menschen sprechen, die hier investieren, Arbeitsplätze schaffen und jeden Tag Verantwortung für den Standort übernehmen.

fws selb linseis 0926Auf dem Bild von links nach rechts: Niklas Schmidling, Florian Linseis, Vincent Linseis, Adolf Lindner, Cornelia Korb, Erwin Benker, Roland Schneider und Joachim Reuer. 

selb-live.de – Presseinfo FWS; Foto: Alexandra Herrmann

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