30.6.2026 – Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der CSU Selb zogen die Christsozialen eine kritische Halbjahresbilanz 2026. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die Kommunalwahlen, sowie die hoch angespannte Haushaltslage der Stadt.
Trotz eines engagierten Wahlkampfs unter dem Motto „Selb kann mehr“ musste die CSU die Wiederwahl des Oberbürgermeisters hinnehmen und auf einen Sitz im Stadtrat verzichten. Das soll bei der nächsten Wahl wieder besser gelingen. Die Partei sieht sich weiterhin als starke konstruktive Kraft im Stadtrat, die im Sinne von Selb mit allen Fraktionen zusammenarbeiten kann, wenn es thematisch passt.
Carsten Hentschel, CSU-Spitzenkandidat und 2. Bürgermeister, betonte: „Die Finanzlage Selbs ist bedrohlich, aber nicht aussichtslos. Der dramatische Einbruch der Gewerbesteuer von geplanten 15 auf nur rund 6,9 Millionen Euro im Jahr 2026 zeigt, wie dringend ein ambitioniertes Haushaltskonsolidierungskonzept nötig ist. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Personalgutachtens des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands (BKPV) und echte Einsparungen bei freiwilligen Leistungen wie dem Spektrum.“
Die CSU kritisierte scharf die zögerliche Haltung des Oberbürgermeisters und seiner Fraktion einen realistischen Haushalt 2026 aufzustellen und damit den erneuten Verlust der Stabilisierungshilfen vom Freistaat zu riskieren.
Wolfgang Kreil CSU-Fraktionsvorsitzender, ergänzte: „Wir brauchen endlich eine klare Führungsstruktur im Rathaus. Führen nach Kennzahlen muss das Motto werden, damit die Selber Einrichtungen gesteuert werden können und effizienter arbeiten. Weiter dürfen die hohe Kreisumlage mit 55,8 % und die Klinikumsverluste nicht weiter auf dem Rücken der Kommunen ausgetragen werden. Daran muss der Kreistag arbeiten. Kreisumlage weiter senken und wir fordern eine Lösung für die Klinikumsfinanzierung ohne zusätzliche Belastung der Kommunen.“
Matthias Müller, CSU-Ortsvorsitzender und Kreisrat unterstrich, dass die wirtschaftspolitische Lage in gesamt Deutschland schwierig ist: „Die Bundesregierung belastet vor allem unsere produzierende Industrie mit hohen Energiepreisen, CO₂-Kosten und Bürokratie. Negative Nachrichten wie der Arbeitsplatzabbau bei BHS Tabletop zeigen, wie dringend Entlastung nötig ist. Genau deshalb haben wir im Wahlkampf einen Offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder gerichtet und konkrete Maßnahmen, sowie die Unterstützung bei der Modellregion für Bürokratieabbau und ein Wirtschaftsgespräch in Selb gefordert.“
Jörg Schmidling (CSU-Stadtratskandidat) würdigte den 600-Jahre-Festakt am Goldberg: „Das Jubiläum war ein tolles und schönes Zeichen für unsere Stadt und hat viele Bürger zusammengebracht. Der Schnitt von Stadtveranstaltung zu Konzert am Samstag ab 16 Uhr hat dann aber leider nicht gut funktioniert. Auch die Werbung für den Festakt am Freitag, war zu wenig. Das Thema und auch die Band hätten mehr Zuschauer verdient.“
Gleichzeitig verwies die CSU auf eigene Erfolge: Im Stadtrat am 24. Juni hat die CSU maßgeblich die Lösung für das seit fast 20 Jahren leerstehende Schulhaus in Selb-Plößberg vorangetrieben. Auch der Rückkauf des Bürgerparkgeländes wurde mit Unterstützung der CSU, SPD, FWS und Grünen ermöglicht und damit der Weg für den neuen Investor NWS und dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum frei gemacht. Als weiteren Erfolg nannte die CSU das Designstudio Selb, dessen Grundsteinlegung im Frühjahr 2026 unter Beteiligung von Ministerpräsident Söder erfolgte.
Besonders herzlich ehrte die Versammlung Wolfgang Kreil für 50 Jahre Mitgliedschaft in der CSU sowie Angelika Mack-Resch für 45 Jahre treue Mitgliedschaft. Ortsvorsitzender Matthias Müller dankte beiden herzlich: „Euer jahrzehntelanges Engagement ist ein großes Vorbild für uns alle – vielen herzlichen Dank für eure Treue zur CSU Selb!“
Die Partei positioniert sich damit als bürgernahe Kraft, die Kritik übt, aber auch konkrete Lösungen für die finanzielle Konsolidierung, Innenstadtentwicklung und die Stärkung der lokalen Wirtschaft vorantreibt.
selb-live.de – Presseinfo CSU Selb


