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20261016 SEL HeilbronnerECFalken 10529.10.2026 –Sieben Niederlagen in Folge, zahlreiche Ausfälle und viel Gegenwind von außen: Die Selber Wölfe stecken in einer schwierigen Phase. Aufgeben ist für die Mannschaft jedoch keine Option. Vor den Duellen gegen den EC Peiting und den SC Riessersee richtet Michel Weidekamp den Blick nach vorne und setzt auf Einsatz, Zusammenhalt und defensive Stabilität.

Formkurve

Ein wenig verbessert zeigte sich das Wolfsrudel am vergangenen Wochenende, obwohl man erneut nur einen Punkt aus den beiden Partien mitnehmen konnte. Vor allem der zwischenzeitlich genesene Simon Boyko war ein belebendes Element, nicht nur wegen seiner beiden Treffer sowie einer Vorlage, sondern auch wegen seiner Spritzigkeit und Spielfreude. Sein Einsatz währte allerdings nur knappe 68 Minuten, ehe er sich im Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels erneut verletzte. Die Porzellanstädter müssen nun weiter an ihrem Spiel arbeiten, um sich über Einsatz, Disziplin und einfache Lösungen das nötige Selbstvertrauen für die richtungsweisenden Aufgaben gegen Peiting und Riessersee zurückzuholen.

 

Die Gegner

Der EC Peiting belegt aktuell Rang 6 und hat 26 Punkte aus 13 Spielen auf der Habenseite. Anlass genug für die Verantwortlichen, ihren Trainer und Ex-Wolf Lanny Gare bereits in dieser frühen Phase der Saison mit einem Anschlussvertrag für die kommende Spielzeit auszustatten. Die „Gallier“, wie sich die Peitinger selbst bezeichnen, gewannen das erste Spiel in Selb Mitte September nach einem wilden Schlagabtausch in Overtime. Geschlagen geben musste sich der ECP bislang mit Deggendorf, Kaufbeuren, Bad Tölz und Heilbronn tatsächlich nur gegen die Top 4 der Liga. Bester deutscher Scorer der Pfaffenwinkler ist mit Nikita Naumann (6 Tore und 9 Vorlagen) ebenfalls jemand, der bereits das Trikot der Selber Wölfe getragen hat.

Der SC Riessersee hat 4 Punkte weniger verbucht als die Selber Wölfe und bildet aktuell das Tabellenschlusslicht der Oberliga Süd. Das Hinspiel in der NETZSCH Arena ging klar mit 4:1 an die Selber Wölfe. Dieses Spiel war auch der Beginn einer 11 Spiele andauernden Niederlagenserie, nachdem man die ersten beiden Saisonspiele noch gewinnen konnte. Am vergangenen Freitag holte das Team von Headcoach Leif Carlson zumindest einen Punkt gegen den EC Peiting. Trotz der schwierigen Tabellensituation verfügt der SCR über viel Erfahrung im Kader und zeigte zuletzt beim Punktgewinn gegen Peiting, dass die Mannschaft jederzeit in der Lage ist, jedem Gegner das Leben schwer zu machen.

 

Statistik

Am Wochenende könnte es in beiden Spielen durchweg gut gefüllte Strafbänke geben, denn Riessersee, Peiting und Selb stellen die Teams, die bislang die meisten Strafminuten kassiert haben. Die Wölfe kassieren im Schnitt 17,7 Strafminuten, Peiting 15,1 und Riessersee 14,7. Der ECP kommt von den drei Teams am besten mit diesen Situationen zurecht und übersteht 78,2 Prozent der Unterzahlspiele schadlos. Selb folgt mit 75,4 Prozent, während Riessersee auch hier das Tabellenschlusslicht mit 66,7 Prozent bildet. Die Special Teams könnten damit an diesem Wochenende eine entscheidende Rolle spielen.

 

Michel Weidekamp blickt voraus

Sieben Niederlagen in Folge, zahlreiche Verletzungen und die daraus resultierende Kritik von außen gehen auch an der Mannschaft nicht spurlos vorbei. „Uns ist selbst bewusst, dass es momentan absolut bescheiden läuft“, sagt Wölfe-Goalie Michel Weidekamp. Zufrieden sei im Team niemand mit der aktuellen Situation. Dennoch gelte es jetzt, den Blick nach vorne zu richten. „Wir müssen jetzt einfach den Kopf runternehmen und uns da irgendwie rausarbeiten, komme was wolle. Es wird nicht leichter, aber jetzt heißt es arbeiten und irgendwie das Ruder rumreißen.“

Mut macht dem erfahrenen Torhüter dabei die Überzeugung, dass sich die Mannschaft gemeinsam aus der schwierigen Lage befreien kann. Entscheidend sei dabei vor allem die Arbeit gegen den Puck. Mit Blick auf die wichtigen Duelle gegen den EC Peiting und den SC Riessersee fordert Weidekamp eine konsequentere Defensivleistung: „Wir müssen ackern, arbeiten und defensiv besser stehen. Es gilt, die Gegentore so gut es geht zu vermeiden und dann irgendwie diese Spiele zu holen.“ Auch an die Fans richtet der Schlussmann vor dem Wochenende eine klare Botschaft. Die Mannschaft werde weiterhin alles investieren, um die Wende zu schaffen: „Wir probieren alles, was in unserer Macht steht und geben unser Bestes, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.“

 

Lineup

Personell bleibt die Situation bei den Selber Wölfen äußerst angespannt. Lukas Valasek und Niko Lahtinen fallen weiterhin langfristig aus. Auch Moritz Raab wird länger fehlen und muss sich einer Operation unterziehen. Neu im Lazarett sind erneut Simon Boyko und Max Klughardt, bei denen die abschließende Diagnostik noch aussteht. Ebenfalls verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen weiterhin Daniel Weiß und Philip Ziesche. Zudem muss das Wolfsrudel krankheitsbedingt auf Michel Weidekamp verzichten. Am Freitag fehlt darüber hinaus Richard Gelke gesperrt. Unterstützung erhält der dezimierte Kader von den Förderlizenzspielern: Lenny Elwing steht für das Wochenende zur Verfügung, hinter einem Einsatz von Georg Thal steht dagegen noch ein Fragezeichen. Auch auf der Torhüterposition greifen die Wölfe auf Unterstützung zurück. Am Freitag wird Benjamin Friedrich aus der U20 zum Aufgebot gehören. Für Sonntag ist Conner McLoed aus Weiden eingeplant, wobei dessen Einsatz noch nicht endgültig feststeht.

20261016 SEL HeilbronnerECFalken 105selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel

 

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