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selber woelfe 2210202622.10.2026 - Fünf Niederlagen in Folge haben bei den Selber Wölfen ihre Spuren hinterlassen. Nach einer emotionalen Woche und intensiver Aufarbeitung will das Wolfsrudel nun auf dem Eis die richtige Antwort geben und den Weg zurück in die Erfolgsspur finden.

Formkurve

Auch am vergangenen Wochenende konnten die Wölfe nicht punkten. Die Niederlagenserie hat sich somit auf fünf Spiele in Folge ausgeweitet. Die Tage nach dem Sonntagsspiel in Füssen waren emotional. Es haben viele Gespräche stattgefunden. Nun müssen die Wölfe die richtigen Lehren aus den vergangenen Wochen ziehen und diese über 60 Minuten aufs Eis bringen.

 

Die Gegner

Auch die Höchstadt Alligators haben sich den Saisonstart – trotz einer nicht optimalen Vorbereitung – anders vorgestellt. Mit zwei Punkten weniger auf dem Konto als die Selber Wölfe belegen die Mittelfranken den vorletzten Tabellenplatz. Damit sind die Alligators ebenfalls bislang deutlich hinter den Erwartungen geblieben und damit ein sehr gefährlicher Gegner für die Selber Wölfe. Die Mannschaft um den ehemaligen Selber Leon Dalldush wird die Partie sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und auch so haben sich die Aischstädter immer als unangenehmer Gegner für die Wölfe bewiesen.

Die Stuttgart Rebels haben sich auf dem Kontingentspieler-Sektor im Vergleich zur vergangenen Saison komplett neu aufgestellt. Mit den Stürmern Kalvyn Watson und Mack sowie dem Verteidiger Owen Lalonde setzt man voll auf die kanadische Linie, wobei Stewart und Lalonde diese Saison zum ersten Mal Europa-Luft schnuppern. Zudem hat man sich bei den Neuzugängen mit dem Xaver Tippmann sowie Vincent Schlenker viel DEL2-Erfahrung ins Team geholt. Weiter mit im Kader bei den Rebels steht der gebürtige Selber Ben Holden.

 

Statistik

Der Vergleich der drei Teams hinsichtlich der Schusseffizienz geht klar an die Selber Wölfe. 10,89 Prozent der Torschüsse finden bei den Porzellanstädtern den Weg hinter die Torlinie. Mit diesem Wert liegen die Mannen um Leitwolf Stephan Tramm im Tabellenmittelfeld. Die Stuttgart Rebels kommen hier auf einen Wert von 9,33 Prozent und die Höchstadt Alligators auf 8,61 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass die Wölfe ihre Chancen durchaus effektiv nutzen. Um wieder Punkte einzufahren, gilt es nun vor allem, die gute Abschlussquote mit einer stabileren Gesamtleistung über die gesamte Spielzeit zu verbinden.

 

Tom Pauker blickt voraus

Die vergangenen Tage waren für die Selber Wölfe geprägt von vielen Gesprächen und intensiver Aufarbeitung. Auch für Eigengewächs und Routinier Tom Pauker war die zurückliegende Woche keine einfache. „Natürlich war das alles sehr emotional. Das lässt keinen von uns kalt“, blickt der Angreifer auf die vergangenen Tage zurück. Einen besonderen Ruck innerhalb der Mannschaft auszumachen, falle ihm jedoch schwer. Vielmehr müsse sich das Team die Wende mit harter Arbeit selbst erarbeiten: „Wir müssen uns mit harter Arbeit im Training rauskämpfen, in den Spielen einfache Lösungen finden und hartes Eishockey spielen. Dann kommen auch die Ergebnisse wieder. Wir wissen selbst, dass wir keine schlechte Mannschaft sind, bekommen es momentan aber einfach nicht aufs Eis.“

Als einer der erfahrensten Akteure im Wolfsrudel sieht Tom Pauker insbesondere die Führungsspieler in der Pflicht. „Die Stimmung in der Mannschaft ist momentan natürlich nicht gut. Jetzt müssen wir die einfachen Dinge richtig machen. Die Führungsspieler müssen vorangehen, Verantwortung übernehmen und als verlängerter Arm des Trainers in der Kabine die Richtung vorgeben. Das ist ein ganz wichtiger Teil, damit wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“

Mit Blick auf das Auswärtsspiel am Freitag bei den Höchstadt Alligators erwartet der 32-Jährige eine intensive und umkämpfte Partie. „Im Moment ist jede Mannschaft schwer zu spielen. Höchstadt steht ebenfalls weiter hinten in der Tabelle, als man es dort erwartet hat. Das wird sicherlich ein unangenehmes Spiel. Für uns wird entscheidend sein, ein einfaches Spiel zu spielen, mit 100 Prozent Einsatz aufzutreten, keine unnötigen Strafen zu ziehen und keine unüberlegten Aktionen einzustreuen. Das ist gegen jeden Gegner der Schlüssel zum Erfolg.“

Groß ist auch die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis vor den eigenen Fans. „Es gibt nichts Schöneres, als gemeinsam mit unseren Fans einen Heimsieg zu feiern. Nach Niederlagen immer wieder in die Fankurve zu fahren und sich entschuldigen zu müssen, ist ein schlechtes Gefühl. Deshalb wollen wir uns selbst, aber vor allem auch unsere Fans endlich wieder belohnen und gemeinsam zurück in die richtige Spur finden.“

 

Lineup

Weiter verzichten müssen die Selber Wölfe auf die Langzeitverletzten Lukas Valasek, Niko Lahtinen und Moritz Raab. Auch Daniel Weiß und Philip Ziesche stehen am kommenden Wochenende nicht zur Verfügung. Hinter einem Einsatz von Simon Boyko steht noch ein Fragezeichen. Positive Nachrichten gibt es dagegen von Maximilian Gläßl, der wieder einsatzfähig ist. Zudem kehrt Luca Gläser nach abgesessener Sperre ins Aufgebot zurück. Förderlizenzspieler Georg Thal wird in Weiden benötigt und steht den Wölfen daher nicht zur Verfügung. Ob Lenny Elwing aus Weißwasser oder Lukas Klughardt, der gegebenenfalls in Amberg aushelfen wird, am Wochenende für Selb auflaufen können, entscheidet sich kurzfristig.

selber woelfe 22102026selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe; Foto: Mario Wiedel

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