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20260327 VF S4 SEL HSC 020 00228.3.2026 – Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions 5:4 (1:0; 1:2; 3:2); Was für ein Spiel sahen die Zuschauer am heutigen Abend in der NETZSCH-Arena. Die Selber Wölfe gewinnen am Ende knapp aber dennoch verdient mit 5:4 gegen die Hannover Scorpions und können die Serie somit wieder ausgleichen.

Wölfe klar tonangebend

Die Wölfe erwischten einen guten Start und hatten in den Anfangsminuten ein klares Chancenplus, scheiterten hier aber immer wieder an Berger. Die Gäste lauerten eher auf Konter, kamen hier aber noch nicht zu zwingenden Torchancen. Erstmals im Powerplay ging bei den Wölfen wenig zusammen. Bis auf einen Abschluss von Nemec verteidigte Hannover hier geschickt und hielt die Wölfe weitestgehend von ihrem Tor fern. Direkt nach dem Powerbreak die bis dato beste Chance. Nach einem Puckverlust von Aquin scheiterte erst Rubin am Schoner von Berger, den Nachschuss brachte auch Lahtinen nicht am Torhüter der Scorpions vorbei. Wenig später belohnten sich die Wölfe dann für ihren Aufwand aber doch. Schutz mit dem Querpass von außen vor das Tor, wo Lahtinen eingelaufen war und nur noch den Schläger reinhalten musste. Der Treffer gab den Hausherren zusätzlichen Rückenwind, die sich Torchance um Torchance erspielten. Das nächste Überzahlspiel der Wölfe war nun deutlich gefährlicher, kurz vor Ablauf der Strafe musste aber Rubin ebenfalls auf die Strafbank. In Unterzahl wäre Schutz beinahe der zweite Treffer gelungen, doch Berger parierte hier stark.

 

Scorpions äußerst effizient

Direkt zu Beginn hatten die Gäste ihre erste Großchance. McPherson tankte sich durch und war plötzlich frei vor Weidekamp. Den Schuss entschärfte der Selber Goalie stark, hatte beim Rebound aber Glück als Supis den Puck am Tor vorbei setzte. Danach übernahmen die Wölfe wieder die Kontrolle, ehe auch die Gäste erstmals im Powerplay agierten. Die Wölfe verteidigten dies aber stark und ließen kaum etwas zu. Gerade als die Strafe abgelaufen war, erwischte es auf der anderen Seite Kabitzky. Hier hatte Pauker die große Chance, als er von Lahtinen im Slot bedient wurde, sein Abschluss ging denkbar knapp dabei. Auf der Gegenseite dann die kalte Dusche. Gauch verlor an der Bande den Puck an Aquin, welcher vor Weidekamp stark ablegte auf den heranstürmenden McPherson der keine Mühe hatte, den Puck im Tor der Gastgeber zu versenken. Die Wölfe ließen sich von diesem Gegentor nicht beirren und spielten weiter nach vorne, Manko blieb einzig die Chancenverwertung. Nach einem Schuss von Weiß konnte Hannover den Puck nicht entscheidend klären und Gauch ließ sich die Chance nicht nehmen und machte seinen Fehler wieder wett, als er zur erneuten Führung für seine Farben durch die Schoner von Berger hinweg traf. Die Gäste zeigten sich dann erneut kaltschnäuzig: Supis, dessen Strafe gerade in dem Moment ablief als Selb offensiv den Puck verlor, ließ sich die Chance vor Weidekamp nicht nehmen und glich erneut aus. Gegen Ende des Drittels das nächste Überzahlspiel für Selb, doch erneut verlor man die Scheibe leichtfertig, was Kruminsch im eins gegen eins gegen Weidekamp jedoch nicht nutzen konnte.

 

Dramatik pur im Schlussabschnitt

Die Scorpions kamen besser aus der Kabine und setzten sich erstmals in diesem Spiel häufiger im Drittel der Wölfe fest. Entlastung gab es hier auf Seiten der Wölfe kaum noch. Nach einem Puckverlust in der Offensivzone konnten die Wölfe nicht entscheidend klären und Aquin war Nutznießer der Situation. Der ehemalige Angreifer der Wölfe zog von außen stark vors Tor und ließ Weidekamp keine Chance. Die Wölfe hatten aber die direkte Antwort parat. Gauch eroberte vor dem Tor der Scorpions die Scheibe, legte diese überlegt auf Schutz im Slot ab, der wuchtig abzog und Berger keine Abwehrchance ließ. Die Schlussminuten hatten es dann in sich und waren an Dramatik kaum zu überbieten. Erneut war es ein individueller Fehler, der die Scorpions wieder in Front brachte. Einen Pass in den Slot auf den Schläger von Kruminsch verwandelte der Stürmer eiskalt. Selb stemmte sich mit Kräften gegen die Niederlage und konnte sich in ereignisreichen Schlussminuten belohnen. Nach einer Auszeit zogen die Wölfe den Torhüter und wurden hier beinahe bestraft. Aquin war auf und davon vor dem leeren Tor, verzögerte aber ohne ersichtlichen Grund und verlor hier tatsächlich noch den Puck. Nach einer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis erzielten die Wölfe im sechs gegen drei den verdienten Ausgleich. Schutz fand Nemec am langen Pfosten, der den Puck humorlos in die Maschen schweißte. Hannover war in der Folge nur noch am Diskutieren und wurden hierfür mit der nächsten Strafe belegt. Im fünf gegen drei sicherten sich die Wölfe dann 11 Sekunden vor Ende den Sieg, als Schutz auf Gauch ablegte, Berger überwand und somit eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit dem Siegtreffer veredelte.

 

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Ulrich, Hördler - Nemec, Weiß, Klöpper, Lahtinen, Rubin, Schutz, Pauker, Valasek, Klughardt, Bauer, Tabert

Hannover Scorpions: Berger (Gensicke, Hufsky) – Supis, McMillan, Reiß, Pavlu, Heinrich, Plauschin - Aquin, McPherson, Kirsch, Miglio, Drews, Knackstedt, Rinke, Kruminsch, Kabitzky, Knaub, Kopietz

Tore: 13. Min. 1:0 Lahtinen (Schutz, Tramm) 29. Min. 1:1 McPherson (Aquin; 4/5) 35. Min. 2:1 Gauch 38. Min. 2:2 Supis (Reiß) 48. Min. 2:3 Aquin 50. Min. 3:3 Schutz (Gauch) 53. Min. 3:4 Kruminsch (Rinke, Kabitzky) 59. Min. 4:4 Nemec (Schutz, Tramm; 5/3) 60. Min. 5:4 Gauch (Schutz, Tramm; 5/3)

Strafzeiten: Selb 8, Hannover 20

Schiedsrichter: Heffner, Kannengießer (Müller-Osten, Hintermeier

Zuschauer: 2.719

20260327 VF S4 SEL HSC 020 002selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel

 

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