8.11.2026 - Mit dem Schicksal einer Frau aus dem Fichtelgebirge, die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde wurde, beschäftigt sich eine Lesung bei SelbKultur am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr. Udo Benker-Wienands stellt sein Buch „Anna Elisabetha Benker / 1904–1940“ vor.
Darin zeichnet der Autor die Lebens- und Leidensgeschichte seiner Tante Anna Elisabetha Benker aus dem Dorf Quellenreuth nach. Sie geriet während der NS-Zeit in das System der sogenannten „Euthanasie“, mit dem die Nationalsozialisten Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch ermordeten. Die unter dem Tarnnamen „Aktion T4“ organisierte Mordaktion war Teil dieser Verbrechen, denen insgesamt mehrere Hunderttausend Menschen zum Opfer fielen.
Udo Benker-Wienands hat die Geschichte seiner Tante recherchiert und in seinem Buch dokumentiert. Bei der Lesung gibt er Einblicke in ihre Biografie und erinnert damit zugleich an ein Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.
Die Veranstaltung bei SelbKultur wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.




