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kneipennacht selb 2026 banner sl7.3.2026 - Selb kann sich am kommenden Samstag, 14. März, wieder auf eine lange Musiknacht freuen. Dann heißt es erneut: von Kneipe zu Kneipe ziehen, Freunde treffen, Live-Musik genießen und gemeinsam feiern. Die Selber Musik- und Kneipennacht geht in diesem Jahr bereits in ihre zehnte Auflage und hat sich längst als fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Porzellanstadt etabliert. Beginn der Live-Auftritte in den verschiedenen Lokalen ist gegen 20.30 Uhr, der Eintritt ist wie gewohnt frei.

Dass die Veranstaltung heute wieder so erfolgreich ist, war keineswegs selbstverständlich. Bereits ab 2001 gab es in Selb erste Kneipenfeste, organisiert von einer externen Agentur. Damals beteiligten sich unter einer noch gänzlich anderen Kneipenlandschaft sogar noch mehr Lokale, der Eintritt kostenpflichtig. Später wechselten mehrfach die Veranstalter und Konzepte – mit unterschiedlich großen Teilnehmerzahlen und zunehmendem DJ-Anteil. Der Besucherzuspruch ließ nach, bis 2014 schließlich gar keine Kneipennacht mehr stattfand.

Doch Selb ohne ein solches Event? Für Michael Sporer kam das nicht infrage. Gemeinsam mit engagierten Wirten entwickelte er ein bewusst einfaches Konzept: Live-Musik statt DJs, freier Eintritt, kurze Wege und möglichst wenig organisatorischer Aufwand. Seit 2015 findet die Veranstaltung unter dem Namen „Selber Musik- und Kneipennacht“ statt. Nur in den Corona-Jahren 2021 und 2022 musste sie pausieren; Anfang März 2020 konnte sie gerade noch vor dem ersten Lockdown über die Bühne gehen.

Trotz des Kneipensterbens in der Innenstadt blieb das Interesse an der Veranstaltung groß. Zeitweise beteiligten sich zwar nur sieben Lokale, doch inzwischen ist die Zahl wieder auf neun gewachsen. Insgesamt 32 verschiedene Wirte und Locations, was noch einmal die Veränderungen im Bereich der Gastronomie verdeutlicht, haben sich seit 2015 beteiligt. Musikalisch ist die Vielfalt groß: über 40 Bands und Musiker standen bislang auf den kleinen Bühnen. Von stimmungsvollen Gitarrenabenden bis hin zu spontanen Mitsingaktionen – etwa wenn Gäste selbst Instrumente mitbringen – hat die Kneipennacht immer wieder besondere Momente hervorgebracht.

Für besondere Erinnerungen aus den vergangenen Jahren sorgen auch Musiker wie Frank Willutzki und die Band Soundclash. Der Hofer Willutzki begeisterte bei seinen Auftritten mit seinem Akkordeon und viel Charme das Publikum und tritt seit seiner Premiere in Selb mittlerweile immer wieder bei Veranstaltungen in Selb und Umgebung auf.

Auch die Nachwuchsband Soundclash aus dem Raum Rehau konnte bei der Selber Musik- und Kneipennacht bereits auf sich aufmerksam machen. Für die jungen Musiker war ihr Auftritt vor zwei Jahren einer der ersten größeren überhaupt – inzwischen werden sie regelmäßig für Veranstaltungen in der Region gebucht. Damit zeigt sich auch ein weiterer Effekt der Kneipennacht: Sie bietet immer wieder auch jungen Künstlern eine Bühne vor Publikum.

Auch heuer wartet wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Besucher. In „Herberts kleine Kneipe“ sorgt „Joke4fun“ für Stimmung. Hannes Wölfel bringt im „Scherbenhaufen“ seine Songs auf die Bühne, während Anton Ripatti im „Hatzel“ einheizt. Andreas Monty ist im „Bäslers Haus Boutique“ zu Gast. Beim „Schwarzen Peter“ tritt die Gruppe „dreiRaum“ auf. Im „Jungbrunnen“ spielen die „Farmers Five“, im „HeyBuddies“ rocken „The Rockapittis“. Im eigens für diesen Abend geöffneten Biergarten bei „JayLo“ sorgt „Fichtelgrass“ für besondere Atmosphäre. Auch das „Spektrum Selb“ ist wieder mit dabei. Hier unterhält die Band „Barrelhouse“.

Für Michael Sporer ist vor allem die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Wirten entscheidend. Sie alle engagieren sich für die Veranstaltung, zahlen keine Teilnahmegebühren und tragen lediglich die Kosten für die Musiker. „Alle ticken pro Selb“, lobt der Organisator das Engagement der Gastgeber.

Die Selber Musik- und Kneipennacht ist damit längst mehr als nur ein Musikabend. Sie ist eines der ersten größeren Events des Jahres in Selb und bringt Menschen von jung bis junggeblieben aus der Stadt und der Region zusammen. Mit kurzen Wegen zwischen den Lokalen, handgemachter Live-Musik und freiem Eintritt verspricht auch die zehnte Ausgabe wieder einen stimmungsvollen Abend.

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