24.9.2026 - Nach zwei Partien, in denen mehr möglich gewesen wäre, wollen die Selber Wölfe die richtigen Schlüsse ziehen. Trotz weiterhin angespannter Personalsituation soll am Freitag (19.30 Uhr) gegen den SC Riessersee und am Sonntag (18 Uhr) bei den Tölzer Löwen vor allem eines gelingen: Von der ersten Minute an konzentriert auftreten und die eigenen Chancen konsequent nutzen.
Formkurve
Keine Konstanz über 60 Minuten, zu viele individuelle Fehler und eine mangelnde Chancenauswertung: Diese drei Punkte beschreiben das vergangene Wochenende der Selber Wölfe. Trotz der namhaften Ausfälle waren die Porzellanstädter sowohl beim Liganeuling HC Tigers in Dornbirn als auch zu Hause gegen den EC Peiting keineswegs chancenlos. Gegen Peiting drehte das Wolfsrudel zwischenzeitlich sogar einen Drei-Tore Rückstand, musste sich am Ende aber nach Verlängerung geschlagen geben. In beiden Partien wäre mehr möglich gewesen, wenn die Wölfe ihr Spiel konsequent durchgezogen, individuelle Fehler minimiert und ihre Chancen besser genutzt hätten. Genau darin liegt aber auch die Hoffnung: Lernt das ersatzgeschwächte Team aus diesen Fehlern, ist es weiterhin absolut konkurrenzfähig.
Die Gegner
Nach einer enttäuschenden Saison wagt der SC Riessersee trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten einen Neuanfang. Mit Leif Carlsson hat man sich einen namhaften Headcoach geholt, der aus dem Kader, zu dem unter anderem die beiden schwedischen Stürmer Johan Porsberger sowie Robin Johansson, die neu zum SCR hinzugestoßen sind, eine schlagkräftige Truppe formen soll. Als weiteres wichtiges Puzzlestück war eigentlich der frühere Selber Lars Reuß eingeplant, der jedoch leider verletzungsbedingt längere Zeit ausfallen wird. Zudem muss der Traditionsclub am Freitag auf Verteidiger Berry Spencer verzichten, der nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrt ist.
Bei den in der vergangenen Saison sehr erfolgreichen Tölzer Löwen hat sich kadertechnisch nicht viel getan. Der Kern der Mannschaft wurde zusammengehalten und es gab über den Sommer nur punktuelle Veränderungen. Headcoach Axel Kammerer hat nur vier Neuzugänge, darunter der US-Boy Justin Brown, der die Abwehr verstärken soll, zu integrieren.
Statistik
Den Gang auf die Strafbank sollte das Wolfsrudel am Sonntag in Bad Tölz tunlichst vermeiden, denn die Löwen stehen in der noch jungen Saison im Powerplay bei einer Erfolgsquote von 50 Prozent. Zwei von vier Möglichkeiten nutzten die Jungs von Headcoach Axel Kammerer zum Torerfolg. Der SC Riessersee kommt auf eine Erfolgsquote von 33,3 Prozent und die Selber Wölfe auf 25 Prozent.
Richard Gelke blickt voraus
Wölfe-Führungsspieler Richard Gelke betont, dass es wichtig ist, die richtigen Schlüsse aus dem vergangenen Wochenende zu ziehen: „Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir von Anfang an bereit sein müssen. Sowohl am Freitag in Dornbirn als auch am Sonntag gegen Peiting waren wir das definitiv nicht. Positiv ist, dass wir in beiden Spielen gezeigt haben, dass wir – wenn wir unser Spiel einfach halten und unser Spiel machen – selbst mit kleinem Kader gegen beide Mannschaften mehr Punkte hätten holen können. Jetzt müssen wir am Wochenende von Anfang an bereit in die Spiele gehen und dann bin ich da sehr positiv gestimmt, dass wir Zählbares mitnehmen können.“
Aufgrund der Verletzungsmisere sind am vergangenen Wochenende mit Matej Giesl, Georg Thal, Lukas Krieger und Lenny Elwing vier Spieler so gut wie ohne Training mit der Mannschaft ins kalte Wasser gesprungen. Richard Gelke ist voll des Lobes über die Jungs: „Mein Eindruck ist durchweg positiv. Das sind alles fleißige, talentierte Jungs, die uns in der angespannten Personalsituation extrem geholfen haben. Lenny, Georg und Lukas kannte ich schon und auch Matej hilft uns sehr weiter, bringt viel Energie und Spielwitz rein. Wir sind froh, dass wir sie haben, sie passen gut in den Kader und machen ihren Job sehr gut.“
Mit Blick auf das kommende Wochenende will Richard Gelke das Positive aus den letzten beiden Partien mitnehmen: „Im Spiel gegen Peiting sind wir nach einem 0:3 zurückgekommen. Das zeigt unseren Charakter. Aber letztendlich müssen wir solche Spiele dann auch über die Runden bringen, denn am Ende ist jeder Punkt entscheidend und nur durch Siege und Punktgewinne bekommt man ein gutes Gefühl. Aus dem Grund müssen wir jetzt am Freitag damit beginnen und zuhause möglichst drei Punkte einfahren.“
Lineup
Die Selber Wölfe gehen weiterhin mit einem stark dezimierten Kader ins kommende Pflichtspielwochenende. Mit Lukas Valasek, Simon Boyko, Niko Lahtinen, Philip Ziesche und Daniel Weiß fallen fünf etablierte Stürmer verletzungsbedingt aus. Auch die Förderlizenzspieler Georg Thal und Lukas Krieger stehen nicht zur Verfügung. Ob neben Lenny Elwing weitere junge Talente von den Kooperationspartnern losgeeist werden können, wird sich kurzfristig zeigen.
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel


