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20260111 SEL DSC 17915.1.2026 – Nach einem couragierten Auftritt gegen Spitzenreiter Deggendorf und einem wichtigen Overtime-Sieg in Passau wollen die Selber Wölfe am kommenden Wochenende wieder voll punkten. Gegen die Stuttgart Rebels, die Erding Gladiators und den EV Füssen trifft das Wolfsrudel auf drei Teams aus dem Tabellenkeller. Tickets >>> reservix.de

Formkurve

„Nur“ zwei von sechs möglichen Punkten ergatterten die Selber Wölfe am vergangenen Wochenende. Einem Sieg nach Overtime bei den EHF Passau Black Hawks folgte eine knappe Niederlage zuhause gegen den Spitzenreiter Deggendorfer SC. Allerdings zeigte das Wolfsrudel auch bei der Heimniederlage eine ansprechende Leistung, die auch nach der Partie von den Fans entsprechend honoriert wurde. Knappe 17 Minuten lag man gegen den aktuellen Tabellenprimus in Führung, ehe die Niederbayern das Spiel im Schlussabschnitt noch drehten.

Auch Wölfe-Stürmer Tom Pauker ordnet das Spiel gegen den Tabellenführer als gutes Spiel des Wolfsrudels ein: „Ich finde, grundsätzlich haben wir ein sehr gutes Spiel zuhause gegen Deggendorf gemacht, haben das Spiel sehr lange offengehalten und waren lange 2:1 in Führung. Das hätte durchaus auch anders ausgehen können. Der Schlüsselmoment war dann die Situation mit dem Penalty, den wir nicht genutzt haben und im Gegenzug gleich ein Gegentor bekommen haben. So eine Situation ist dann auch für die Moral einer Mannschaft brutal. Die Deggendorfer haben das dann gut gemacht und gleich nachgelegt. Zum Schluss sind wir zwar nochmal rangekommen, es hat aber dann nicht mehr ganz gereicht. Aber insgesamt können wir schon zufrieden sein, mit der Leistung, die wir da gebracht haben.“

Gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel ist man nun jedoch im Zugzwang, wie auch Wölfe-Stürmer Fabjon Kuqi bestätigt: „Diese Spiele müssen wir gewinnen!“

 

Die Gegner

Die Stuttgart Rebels belegen aktuell den zehnten Platz in der Tabelle, der die Qualifikation für die Pre-Playoffs bedeuten würde. Die Baden-Württemberger sind in der laufenden Spielzeit immer wieder für Überraschungen gut, und haben schon so manchen Favoriten zu Fall gebracht. Diese leidvolle Erfahrung mussten Deggendorf einmal und Memmingen sogar schon zweimal machen. Spannend wird die Rückkehr von Verteidiger Ben Holden in die NETZSCH Arena. Der 20-jährige Verteidiger, der zuletzt in Kanada dem Puck hinterherjagte, wechselte kürzlich zu den Rebels. Der gebürtige Selber ist allerdings nicht die einzige Personalie, die im Umfeld der Rebels heiß diskutiert wird. So wird Neuzugang Elvis Gorontzy-Slack vermutlich gegen Selb sein Debüt geben. Und beim aktuell suspendierten Wyatt Schingorthe hoffen die Verantwortlichen darauf, dass der US Amerikaner zur Vernunft kommt und seine Abwanderungsgedanken begräbt. In Stuttgart hat man nämlich bereits alle Ausländer-Lizenzen für diese Saison verbraucht und könnte deshalb keinen Importspieler mehr nachverpflichten. Die beiden bisherigen Partien in dieser Saison zwischen Selb und Stuttgart gingen beide mit drei Toren Differenz an die Wölfe.

Der Bayernliga-Aufsteiger Erding Gladiators befand sich nach einem Trainerwechsel vor Weihnachten kurzzeitig im Aufwind, ehe man die letzten drei Partien wieder ohne Punkte beendete. So bilden die Gladiators – punktgleich mit dem EV Füssen – aktuell das Tabellenschlusslicht mit acht Punkten Rückstand auf Platz 10, der die Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten würde. Dass die Oberbayern nicht zu unterschätzen sind, bekamen die Wölfe bei ihrem Gastspiel Mitte November in Erding zu spüren. Der Endstand lautete hier 3:1 für die Hausherren. Die Partie in der NETZSCH Arena gewannen die Mannen von Headcoach Felix Schütz allerdings mit 4:1.

Mit dem EV Füssen kommt ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller ins Vorwerk. Das blutjunge Team lässt in der laufenden Saison noch die Beständigkeit vermissen und zeigt sehr schwankende Leistungen. Nach fünf Niederlagen in Folge ließen die Allgäuer zuletzt durch einen 7:3-Sieg über die Onesto Tigers Bayreuth aufhorchen. Auch für die Wölfe waren die bisherigen drei Partien gegen den EVF immer ein hartes Stück Arbeit, auch wenn man aus allen Spielen die volle Punkteausbeute mitnehmen konnte.

 

Statistik

Spiele mit Stuttgarter Beteiligung schon fast eine Garantie für viele Tore. So sind in den Spielen der Rebels bereits 311 Treffer erzielt worden, soviel wie bei keiner anderen Mannschaft der Oberliga Süd. In den Partien mit Selber Beteiligung hingegen fallen die wenigsten Tore (231). Der EV Füssen bewegt sich in dieser Statistik im Tabellenmittelfeld. In den Partien mit Beteiligung des EVF sind insgesamt 269 Treffer gefallen. Gleichzeitig haben die Rebels die meisten Gegentore (182) kassiert, Füssen ist hier mit 176 Gegentreffern vorletzter. Selb hat bislang nur 94 Tore einstecken müssen und ist hier nach Deggendorf (89 Gegentreffer) die zweitbeste Defensivmannschaft der Oberliga Süd.

 

Tom Pauker blickt voraus

Tom Pauker, der zum Kalenderjahreswechsel zu den Selber Wölfen zurückkehrte und zuletzt einige Jahre in der Oberliga Nord aktiv war, schildert seine ersten Eindrücke von der Liga: „Es ist natürlich schwierig, nach wenigen Spielen einen Eindruck von der ganzen Liga zu bekommen. Ich würde aber schon sagen, dass die Ligen vergleichbar sind. Dennoch hatten wir mit Deggendorf jetzt schon eine Mannschaft zum Gegner, die man nicht alle Tage in den Oberligen sieht oder gegen die man alle Tage spielt. Dieses Team würde auch im Norden ganz oben stehen, da bin ich mir sicher. Aufgrund der Qualität und Einstellung, die die aufs Eis bringen, gepaart mit sehr guten Importspielern, gehe ich davon aus, dass die auch in den Playoffs, wenn es dann gegen den Norden geht, auch relativ weit vorne stehen werden.“

In den kommenden drei Partien geht es nun aber gegen Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte, die auch nichts herzuschenken haben, wie der 31-Jährige weiß: „Einfach wird das 20260111 SEL DSC 179sicher gegen alle drei Mannschaften nicht. Wir müssen extrem vorsichtig sein, wir müssen aufpassen, dass wir die nicht in ihr Spiel kommen lassen. Und genauso wichtig ist es auch für uns, dass wir gleich aggressiv starten, dass wir zeigen, wo es langgeht, und dass wir die Spiele auch zu 100 Prozent gewinnen wollen. Es wird jetzt nicht so sein, dass die uns irgendwelche Punkte schenken, zumal es jetzt ja auch für alle Mannschaften in den Saisonendspurt geht. Wir wollen auf jeden Fall das Heimrecht für die Playoffs. Das heißt, wir müssen da vorne um jeden Punkt fighten und genauso ist es ja auch für die anderen Mannschaften. Die wollen ja auch so weit wie möglich kommen. Und darum geht es dann auch in solchen Spielen, dass wir da die möglichen Punkte auch mitnehmen, beziehungsweise bei uns behalten.“

 

Lineup

Eric Doronin (Saisonaus) und Patrick Klöpper müssen weiterhin verletzt passen. Lukas Valasek wird krankheitsbedingt fehlen. Daniel Ulrich arbeitet weiterhin an seinem Comeback, ebenso wir Jonas Körber. Hinter Philip Ziesches Einsatz steht ein krankheitsbedingtes Fragezeichen.

 

Tickets für die Heimspiele der Selber Wölfe gibt es u.a. online bei >>> reservix.de

selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel

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