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IMG 14834.1.2026 – EV Lindau Islanders vs. Selber Wölfe 4:3 OT (0:1; 1:0; 2:2/1:0); Die Selber Wölfe starteten gut in die Partie, gingen verdient in Führung, verloren dann aber den Faden. im Schlussabschnitt lag man dann sogar mit zwei Treffern im Rückstand. Doch die Porzellanstädter steckten nicht auf und glichen die Partie durch einen Doppelschlag kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch aus. In der Verlängerung hatten dann die Gastgeber das bessere Ende für sich.

Wölfe mit gutem Start

Die Wölfe starteten gut in die Partie und die berühmten „Busbeine“ waren ihnen nach der langen Anreise nicht anzumerken. Dennoch gehörte den Gastgebern die erste Chance. Allerdings war Weidekamp gegen Marsall aufmerksam und klärte die Scheibe. Ab sofort gehörten die klareren Möglichkeiten den Selbern. Lahtinen, Schutz und Tabert, dessen Pfostenknaller später sogar per Videobeweis überprüft wurde, hatten allerdings noch kein Glück im Abschluss. Besser machte es in der 15. Minute Weiß, der im Nachfassen die Scheibe an Filimonow im Lindauer Tor vorbei über die Linie stocherte. Im direkten Gegenzug lief dann auf der anderen Seite Elo allein auf Weidekamp zu, doch der Wölfe Goalie parierte den Schuss souverän. Kurz vor der ersten Pause eroberte Valasek im Forecheck die Scheibe, scheiterte letztlich aber an Filimonow.

 

Der Ausgleich bringt Lindau Oberwasser

Bis zur Mitte des zweiten Drittels machten die Wölfe weiter, wo sie aufgehört hatten. Zunächst probierte es Schutz aus spitzem Winkel, ehe er drei Minuten später zu uneigennützig den Querpass auf Tabert versuchte, die Scheibe aber in der vielbeinigen Islanders-Abwehr hängen blieb. Kurz darauf zischte Paukers Schuss knapp über die Latte. Ein Powerplay brachte dann die Wende im Spiel für die Gastgeber. Hier parierte Weidekamp noch glänzend gegen einen Strahl von Grafenthin, ehe – Selb war zwischenzeitlich wieder komplett – Jezovsek an der Latte scheiterte. Zwei Minuten später hatte der Lindauer Topscorer dann mehr Abschlussglück: Nachdem er Hördler überlaufen hatte, nutzte er den Platz für einen platzierten Schuss zum Ausgleichstreffer. Lindau hatte nun bis zur Pause deutlich mehr Spielanteile und drängte Selb immer wieder in die Verteidigungszone. Mit Glück und Geschick verhinderten Weidekamp und seine Vorderleute jedoch einen weiteren Gegentreffer.

 

Ein Wechselbad der Gefühle

Der Schlussabschnitt sollte es in sich haben. Zunächst gingen die Gastgeber bei angezeigter Strafe gegen Selb durch Tölzer in Führung. Vorher hatte Weidekamp schon einmal glänzend gegen Kane gerettet, der bei Lindauer Unterzahl allein aufs Selber Tor zugelaufen war. In der 54. Minute dann gar das 3:1 für die Islanders, nachdem Busch einen Aufbaufehler der Wölfe eiskalt ausgenutzt hatte. In der 56. Minute hätte Lindau alles klar machen können, doch der Pfosten rettete für den schon geschlagenen Weidekamp. Und so hatten die Wölfe weiter die Chance, das Spiel noch einmal zu drehen. Und so sollte es auch kommen: 81 Sekunden vor Ende fälschte Valasek einen Schutz-Schuss zum Anschlusstreffer ab. Selb setzte nun alles auf eine Karte, Weidekamp hatte seinen Arbeitsplatz zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen. Und die Porzellanstädter belohnten sich für diese Maßnahme. Gauch gelang 14,3 Sekunden vor Ende im Nachfassen der vielumjubelte Ausgleichstreffer. So ging es in die Verlängerung, in der die Gastgeber – nicht unverdient – das bessere Ende für sich hatten und sich den Zusatzpunkt sichern konnten.

 

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

EV Lindau Islanders: Filimonow (Salmik) – Tölzer, Baßler, Raaf-Effertz, Schneider, R. Wucher, Bender – Elo, Kane, Marsall, Jezovsek, Farny, Busch, Feigl, Sivic, Grafenthin, M. Wucher, C. Wucher

Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler – Pauker, Rubin, Valasek, Spitzner, Weiß, Schutz, Tabert, Ziesche, Lahtinen

Tore: 15. Min. 0:1 Weiß (Schutz, Gläßl); 31. Min. 1:1 Jezovsek (Raaf-Effertz, Schneider); 50. Min. 2:1 Tölzer (Jezovsek, Baßler); 54. Min. 3:1 Busch (Jezovsek); 59. Min. 3:2 Valasek (Schutz, Müller); 60. Min. 3:3 Gauch (Lahtinen, Tramm); 61. Min. 4:3 Elo (Tölzer)

Strafzeiten: Lindau 6, Selb 10

Schiedsrichter: Urban, Haupt (Zoepf, Winter)

Zuschauer: 613

IMG 1483selb-live.de - Presseinfo Selber Wölfe; Foto: Corinna Fippl

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