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logo aktive buerger selb8.12.2019 – „Die gebührenfreien Parkmöglichkeiten in der Innenstadt werden von den Kunden gelobt“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger bei deren Dezember-Stammtisch in der „Gaststätte Schützengarten“ fest.

Zum letzten Stammtisch im Jahr 2019 konnte der Sprecher der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und 25 Gäste, darunter vier Stadträte, begrüßen.

Die Parkmöglichkeiten und die kommunale Überwachung waren ein zentrales Thema des Stammtisches. Oberbürgermeister Pötzsch erläuterte, dass sich die Parksituation in der Innenstadt merklich verbessert habe. Deshalb wolle man an der kommunalen Überwachung der parkenden Autos festhalten. Gerd Bock, auf dessen Initiative sich der Stadtrat mit der Parküberwachung beschäftigt hatte, ergänzte, dass ein geordnetes Abstellen der Autos den Fußgängern zugute komme. Gerade Senioren und Müttern mit Kinderwägen falle es leichter, Gehwege zu nutzen oder die Straßen sicher zu überqueren. „Mit einer kommunalen Überwachung des fahrenden Verkehrs kann ich mich nicht anfreunden“, sagte Ulrich Pötzsch. Das werde von der Polizei sowieso schon übernommen. Außerdem sehe er keine Häufung von Verstößen, die ein zusätzliches „Blitzen“ durch städtische Überwacher notwendig machen würde. „Wir wollen keine ausufernde Reglementierung in Selb“, so der Oberbürgermeister.

Die Stammtischbesucher machten darauf aufmerksam, dass in manchen Bereichen zu wenig Parkplätze zur Verfügung stünden. Klaus von Stetten wies darauf hin, dass insbesondere viele Wohngebiete einmal auf weniger Fahrzeuge ausgelegt waren. „Während vor 40 Jahren jeder Haushalt oft nur ein oder kein Fahrzeug besessen hat, kann man inzwischen von durchschnittlich zwei bis drei Fahrzeugen pro Haushalt ausgehen.“ Man werde künftig noch mehr darauf achten, dass unbebaute Flächen hinsichtlich ihrer Gestaltung zu Parkflächen überprüft würden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Place de Beaucoucé in der ehemaligen „Kraft“ angesprochen. Michelle Thyroff schlug vor zu prüfen, ob man den Platz verlegen könnte. Hätten die französischen Freunde aus der Partnerstadt doch eine Vorliebe für Picknicks im Grünen. Sie regte an, über einen Standort entlang des Selbbachs nachzudenken. Jana Mundel ergänzte, dass auch ein Bayerisch-Tschechischer Themenplatz in Selb gut zu den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen 2023 passen würde.

Wie sich die Nachfrage nach den jetzt entwickelten Baugrundstücken und nach Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entwickle, wollte Günther Heinrich wissen. „Die Nachfrage ist groß“, beantwortete Ulrich Pötzsch die Frage. Dass sich manches Bauvorhaben in Selb verzögere, sei der guten Auftragslage der Bauunternehmen und Handwerksbetriebe geschuldet. Diese hätten kaum noch Kapazitäten, um derzeit neue Aufträge in kürzeren Zeiträumen auszuführen. Das betreffe auch die Bauplätze an der Hartmannstraße und im Bürgerpark. Bei letzterem habe es zusätzlich noch Verzögerungen durch das Ergebnis der Prüfstatik ergeben. Man könne eben manchmal nicht voraussehen, wie sich der Untergrund zusammensetze.

Bianca Thiem-Mhadavi interessierte sich für den sozialen Wohnungsbau in der Porzellanstadt. Erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister in diesem Zusammenhang, dass ein neues bayerisches Förderprogramm den sozialen Wohnungsbau erleichtern solle. Man wolle in Selb den sozialen Wohnungsbau wieder beleben. Dass sei aber in den letzten Jahren durch die drastisch gestiegenen Baukosten kaum möglich gewesen. Gleichzeitig sei die Mietbindung, an die die staatliche Förderung gekoppelt sei, unverändert geblieben. „Einfachen, nicht sanierten Wohnraum zu reduzieren, ohne gleichzeitig kostengünstigen Ersatz zu schaffen ist keine Lösung,“ ergänzte Klaus von Stetten.

Auf die Frage, warum auf der Baustelle des Outlet Center Selb die Baumaschinen abgezogen worden seien, erklärte Ulrich Pötzsch, dass die dortigen Abrissarbeiten früher als geplant beendet werden konnten. Deshalb habe die Firma die Baumaschinen vorübergehend an anderen Bauplätzen eingesetzt. Alles sei im Zeitplan.

Günther Heinrich schlug vor, zur Fassadengestaltung in Selb die Fachschule für Produktdesign einzubinden. Er nannte positive Beispiele aus der französischen Stadt Lyon, die von Dr. Wolfgang Kaiser um sehenswerte Lösungen in der belgischen Stadt Mons ergänzt wurden.

Zu den bevorstehenden Kommunalwahlen wünschte sich Klaus von Stetten einen sachlichen Umgang mit den Mitbewerbern. Es sei auch nicht zielführend, bundespolitische Themen mit kommunalen Angelegenheiten zu vermengen. „Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 geht es um die Städte und Gemeinden vor Ort und den Landkreis Wunsiedel und deren Belange“, so von Stetten abschließend.

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

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