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fws selb 1119324.11.2019 - Die Freien Wähler Selb (FWS) haben bei ihrer Aufstellungsversammlung einstimmig ihre 15 Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2020 nominiert. Wie es in einer Pressemitteilung der FWS heißt, ist es das Ziel der parteifreien Gruppierung,

3 plus x ihrer Kandidaten in den Stadtrat zu bekommen. Aktuell sind die FWS mit Rudolf Pruchnow, Erwin Benker und Roland Schneider im Selber Stadtparlament vertreten.

Zur Wahl im März 2020 stellen sich folgende FWSler: 1. Stephan Rummel, 54 Jahre, technischer Betriebswirt; 2. Roland Schneider, 56, Rohrleitungsbauer Gas/Wasser; 3. Erwin Benker, 68, Pensionist; 4. Niklas Schmidling, 26, Einkäufer, Wirtschaftsfachwirt; 5. Gisela König, 61, Journalistin; 6. Matthias Rogler, 46, Sparkassen-Betriebswirt; 7. Lisa Schiener, 28, Bachelor of Arts Betriebswirtschaft; 8. Sabrina Schricker, 23, geprüfte Handelsfachwirtin, stellvertretende Filialleiterin; 9. Joachim Reuer, 64, Keram-Ingenieur, Produktionsleiter; 10. Loredana Grünling, 31, Geschäftsführerin; 11. Stefanie Wettengel, 37, zahnmedizinische Fachassistentin; 12. Stefan Winek, 35, Kfz-Mechanikermeister; 13. Bernd Schaufuß, 50, Kfz-Mechanikermeister; 14. Adolf Lindner, 61, Verwaltungsangestellter; 15. Marcel Hübler, 41, Bereichsleiter.

FWS-Vorstandssprecher und Spitzenkandidat Stephan Rummel hob laut Mitteilung hervor, dass die unabhängige Wählergruppe 47 Jahre lang gemeinsam mit der Selber CSU eine Liste aufgestellt habe und nun erstmals eigenständig in den Wahlkampf ziehe. Neben einigen erfahrenen Kommunalpolitikern fänden sich unter den 15 Kandidaten auch ältere sowie junge Neueinsteiger. Dass sie statt mit 24 nur mit 15 Frauen und Männern antreten, sehen die FWS nicht als Nachteil: „Unser Miteinander macht uns stark. Wir setzen nicht auf Quantität, sondern auf Qualität“, teilen die Freien Wähler Selb mit. Rummel und seine Mitstreiter gaben sich sehr optimistisch, denn die 15 Kandidaten seien ein gutes Team, das die Arbeit zum Wohl der Heimatstadt Selb in den vergangenen Monaten fest zusammengeschweißt habe. Daher dürfte es auch gelingen, die 180 benötigten Unterschriften auf der sogenannten Unterstützerliste zusammenzubringen, um überhaupt zur Wahl zu gelassen zu werden. Die Liste wird vermutlich im Dezember im Rathaus ausliegen.

In ihr Wahlprogramm aufnehmen wollen die Freien Wähler Selb auf jeden Fall den Masterplan für die Selber Innenstadt und das Outlet, ebenso die Unterstützung der heimischen Wirtschaft und die Lebensqualität in den Selber Ortsteilen. „Wir werden dabei nicht irgendwelchen Luftschlössern hinterherlaufen, sondern die Dinge kritisch begleiten“, betonte Rummel bei der Nominierungsversammlung. Roland Schneider ergänzte, dass man in den vergangenen Monaten in mehreren Arbeitsgruppen die Schwerpunktthemen vorbereitet habe, die nun in einem Programm zusammengefasst werden sollen. Dabei spiele laut Mitteilung die Schaffung modernen Wohnraums eine Rolle, ebenso die E-Mobilität, die Wirtschaftsförderung, die die FWS als Chefsache sehen, die Erschließung von Gewerbeflächen - ohne dabei den wichtigen Naturschutz-Aspekt aus den Augen zu verlieren. Weitere Punkte im Wahlprogramm werden die Ansiedlung eines Hotels sein, die Entwicklung eines Parkkonzepts mit Fokus auf dem Vorwerk sowie die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen. Natürlich spielen auch die Pläne von Investor Patrick Müller im Programm der FWS eine Rolle. Diese sehe man, wenn alles gut läuft, als Sechser im Lotto. Trotzdem gelte es, die Entwicklung im Hinblick auf das Rosenthal-Outlet auch kritisch zu begleiten. Schneider führte als weitere Schwerpunkte das Waldbad Langer Teich an sowie die Eissporthalle, besonders im Hinblick auf die Erfüllung der Brandschutz-Auflagen.

FWS-Ehrenmitglied und Stadtrat Rudolf Pruchnow, der selbst aus Altergründen zur Wahl nicht mehr antritt, schwor abschließend die Kandidatinnen und Kandidaten sowie alle FWS-Mitglieder auf einen engagierten und fairen Wahlkampf ein und lobte dabei nochmals das Engagement aller, das auch im bevorstehenden Wahlkampf gefordert ist.

 

Bericht zur Jahreshauptversammlung, die im Vorfeld der Nominierung stattgefunden hat

Dass es so schnell gehen würde, haben die Mitglieder der Freien Wähler Selb (FWS) bei ihrer Jahreshauptversammlung 2018 wohl nicht gedacht. Damals änderte man einstimmig die Satzung und strich die Klausel, gemeinsam mit dem CSU-Ortsverband Selb eine gemeinsame Liste bei Kommunalwahlen aufzustellen. Inzwischen sind die FWS eine eigenständige parteifreie Wählergruppe und haben ihre eigenen Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Vorstandssprecher Stephan Rummel betonte ferner bei der Jahreshauptversammlung 2019 im Hotel Schmidt, dass sich die FWS sachbezogene Kommunalpolitik durch Mitwirkung an der politischen Willensbildung auf kommunaler Ebene auf die Fahnen geschrieben hätten.

Wie Rummel in seinem Bericht sagte, seien bei der Hauptversammlung im Juli 2018 mit Roland Schneider, Matthias Rogler und ihm drei gleichberechtigte Vorstände und mit Niklas Schmidling, Adolf Lindner und Bernd Schaufuß drei Stellvertreter gewählt worden. Mitte 2018 schien bei den FWS alles noch nach dem 47 Jahre alten Schema zu laufen. Gemeinsam mit den Mitstreitern der CSU bildeten die drei FWS-Stadträte Roland Schneider, Erwin Benker und Rudolf Pruchnow eine Fraktion im Selber Stadtrat. „Und ohne diese gemeinsame Arbeit wäre heute einiges in Selb nicht wie es ist,“ sagte Rummel, „auch wenn sich heute gerne andere Gruppierungen in diesem Erfolg sonnen. Wir hätten heute nicht so viele genehmigte Verkaufsflächen im Factory In, und auch die hoffentlich bald einsetzende Bebauung an der Hartmannstraße wäre ohne das Handeln der CSU- und FWS-Stadträte noch nicht soweit gediehen.“ Und beim „Roten Faden seien viele Punkte eingeflossen, die man bereits 2014 vorgeschlagen habe.

„Doch blicken wir nach vorne,“ sagte Rummel und machte deutlich, dass man zunächst Probleme bei der Gewinnung von „Mitmachern“ gehabt habe. „Es sah lange so aus, als würden wir maximal acht Kandidaten auf einer gemeinsamen Liste mit der CSU stellen können. Hier witterte die CSU schnell die Möglichkeit, sich stärker zu positionieren.“ Nach einigen internen Gesprächen und bei Zusammenkünften mit der CSU hätten sich die FWS Anfang des Jahres entschieden, eigene Wege zu gehen. Für uns ist das eine Möglichkeit unsere Arbeit besser zu präsentieren und unser Profil zu schärfen“, so Rummel. „Wir Freie Wähler Selb sind die einzig wirklich parteiunabhängige politische Gruppierung in Selb. Doch tun wir uns schwer, diese Botschaft rüber zu bringen. Deshalb müssen wir immer wieder darauf hinweisen, dass wir nichts mit den Freien Wählern Bayern zu tun haben.“

Ziel sei es jetzt, eigene Ideen und Vorschläge in den Stadtrat einzubringen, aber auch mit allen anderen demokratischen politischen Gruppierungen zum Wohl der Stadt Selb zusammenzuarbeiten. Stephan Rummel lobte Ehrenmitglied und FWS-Stadtrat Rudolf Pruchnow als Antreiber für die Unabhängigkeit, aber auch als „Weltmeister der Akquise“. Er habe neue Mitglieder rekrutiert, „die auch bereit sind, auf unserer Liste bei der Kommunalwahl 2020 zu kandidieren“.

Das Jahr 2019 sei das bisher arbeitsreichste der Freien Wähler Selb gewesen, betonte der Vorstandssprecher weiter. Neben der Neuorganisation habe man eine Mannschaft und ein Programm für die Wahl aufgestellt. Um von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, seien ein regelmäßiger Stammtisch und die beliebten Ortsteilspaziergänge ins Leben gerufen worden. Die Aufzählung der Veranstaltungen 2019 ersparte sich Rummel aufgrund der Vielzahl. „Es würde den Rahmen sprengen, so haben wir uns ins Zeug gelegt“. Bis zum Wahltag am 15. März 2020 hätten die FWS noch ein sportliches Programm zu absolvieren, seien doch allein schon über 20 Wahlveranstaltungen geplant, von den Zusammenkünften von Vorstand und Arbeitsgruppen einmal abgesehen. Rummel dankte schließlich allen, die sich mit Herzblut engagieren, speziell den beiden Youngsters Niklas Schmidling und Sabrina Schricker, „die richtig Gas geben. Ich bin stolz auf unsere Truppe“, sagte er.

Nach dem Kassenbericht von Matthias Rogler, dem die Revisoren Rudolf Pruchnow und Anja Rauch einwandfreie Arbeit bescheinigten, gab der Kassier einen Einblick in das Wahlkampfbudget mit einer Eigenbeteiligung der Kandidaten und Sitzungsgeldern auf der Einnahmenseite. Bei den Ausgaben schlagen Plakate und Flyer, Plakatständer, Wahlbroschüre und -präsente sowie ein Banner zu Buche. Sei es auf der einen Seite ein Vorteil, als völlig unabhängige Gruppierung aufzutreten, „fehlt uns dadurch die finanzielle Unterstützung von oben“, so Rogler, sodass man sich für den Wahlkampf enorm werde strecken müssen. Auch sei es nicht möglich, Spenden an die FWS steuerlich geltend zu machen. Hier sei man jedoch dabei, Möglichkeiten abzuklopfen.

Einstimmig genehmigten die Mitglieder eine Satzungsänderung, in der es vorrangig darum geht, dass die FWS jetzt auch Kinder und Jugendliche sowie nach Zustimmung durch den Vorstand auch Mitglieder anderer politischen Gruppierungen aufnehmen können. Ferner entschied die Versammlung, bei den Klimadiskussionen und -demonstrationen in Selb nicht als Mitveranstalter aufzutreten. „Es wäre aber sicher gut, wenn wir bei diesen Veranstaltungen stark vertreten sind“, so Rummel abschließend.

fws selb 11193selb-live.de – Presseinfo FWS

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