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freie waehler selb 1019111.10.2019 – Die Einwohner von Oberweißenbach sind sauer. Das Anwesen der ehemaligen Dorfmetzgerei Küspert verkommt immer mehr. Im Hof wuchern Büsche und Unkraut, die Gebäude verfallen. „Und wir sind völlig machtlos, denn das Areal hat ein sogenannter Investor erworben, der sich seit Jahren nicht darum kümmert“, sagte ein Bürger,

nachdem Ortssprecher Jörg Bauriedel die über 30 Teilnehmer am jüngsten Dorfspaziergang der Freien Wähler Selb (FWS) zu dem Schandfleck geführt hatte. Vorher aber haben sich die FWS-Mitglieder bei dem Rundgang von den vielen schönen Seiten des Selber Ortsteils überzeugen können.

Vorstandssprecher Stephan Rummel hatte laut einer Pressemitteilung die zahlreichen interessierten Oberweißenbacher im Namen der Freien Wähler Selb am Feuerwehrhaus begrüßt und deutlich gemacht, dass den FWS die Ortsteile am Herzen liegen. FWS-Stadtrat Rudolf Pruchnow stellte die anwesenden FWS-Kandidatinnen und -kandidaten für die Stadtratswahl im März 2020 vor, ehe Ortssprecher Jörg Bauriedel kurz den Ortsteil beschrieb und darauf hinwies, dass es neben der Freiwilligen Feuerwehr auch einige aktive Vereine, allen voran den Obst- und Gartenbauverein, im Ort gebe. „Es findet mindestens alle vier Wochen eine Veranstaltung statt“, wobei die dreitägige Kirchweih Anfang Juni auch überregional bekannt sei.

freie waehler selb 10191Der Spaziergang führte vorbei an der ehemaligen Bäckerei im Ort, die, im Gegensatz zur Metzgerei, noch betrieben wird. Zwar gebe es keinen Laden mehr, aber in der Backstube backe ein türkischer Mitbürger für viele regionale Döner-Lokale das Brot, so Bauriedel. Am sogenannten Inselteich ging Stadtheimatpfleger Dieter Arzberger, der in Oberweißenbach lebt, auf die Geschichte des Ortes ein. An einer ehemals wichtigen Handelsstraße gelegenen, gab es im Dorf einst zwei Türme, einer eben an der Stelle des Inselteichs, der heute ein Bodendenkmal ist, sowie eine Burg auf der Weißen Höhe.

Die Sorgen mit dem aufgrund geringen Zuflusses verschlammten Inselteich schilderte Stefan Korn von der Feuerwehr. Er machte auch deutlich, dass es im Ort, speziell nach den Dürre-Sommern allgemein Probleme mit dem Löschwasser gebe. Daher, so Korn, wäre es wichtig, wenn die Stadt Selb ihr Versprechen einlösen und einen Löschwasserbehälter errichten würde. „Wassertechnisch muss in Oberweißenbach unbedingt etwas passieren“, waren sich die Bürger einig, die auch geringen Wasserdruck in vielen Häusern beklagten.

Vorbei an einem Hof mit einer Straußenzucht führte der Rundgang laut Mitteilung durch kleine Sträßchen mit teils liebevoll und aufwendig sanierten beziehungsweise völlig renovierten Anwesen. Dabei sparten die Freien Wähler Selb nicht mit Lob für das Engagement der Oberweißenbacher, die ihre Anwesen und Einrichtungen pflegen und so zu einem schönen Ortsbild beitragen.

Im Gasthof „Weißes Lamm“ traf man sich anschließend zu einer zünftigen Brotzeit, und Stephan Rummel dankte den Einheimischen für ihr großes Interesse sowie FWS-Stadtrat Roland Schneider und Ortssprecher Jörg Bauriedel für die Organisation des Spaziergangs. „Die gute Beteiligung zeigt, dass wir mit unseren Dorfbegehungen richtig liegen“, sagte Rummel und bekräftigte, dass die Freien Wähler das auch in Zukunft so halten werden, „nicht nur im Wahlkampf“. Rummel stellte die FWS als eine parteifreie politische Gruppierung, allein auf Selb bezogen, vor. Um nach der Trennung von der CSU zur Kommunalwahl zugelassen zu werden, müssten sich mindestens 180 Selber und Selberinnen in eine Unterstützerliste eintragen, die im Rathaus aufgelegt wird. Hier bat Rummel die Oberweißenbacher um Unterstützung. Ortssprecher Bauriedel machte abschließend deutlich, dass man im Dorf stets selbst anpacke, „denn wir haben eine funktionierende Dorfgemeinschaft“. Der Ortssprecher unterstrich aber auch die gute Zusammenarbeit mit dem Selber Bauhof. „Wenn wir sie brauchen, sind sie da.“

selb-live.de – Presseinfo Freie Wähler Selb

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