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freie waehler selb 0919313.9.2019 – Die Freien Wähler Selb (FWS) seien die erste politische Gruppierung, die sich in der Pechhütte treffe und für die Sorgen und Nöte des Selber Fichtelgebirgsvereins interessiere. Dies betonte der Vorsitzende des Ortsvereins, Karlheinz Küfner, beim jüngsten FWS-Stammtisch,

zu dem Vorstandssprecher Stephan Rummel neben zahlreichen FWS-Stadtratskandidatinnen und -kandidaten auch einige interessierte Besucher begrüßte. Küfner ging zunächst auf das Selber FGV-Vereinsheim ein. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, sei die Pechhütte das älteste noch erhaltene Profangebäude der Stadt Selb, das 1583 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, aber vermutlich weit älter sei und alle Brände und Kriege unbeschadet überstanden habe.

1987 habe der Fichtelgebirgsverein das Gebäude in einem desolaten Zustand erworben und in fünfjähriger mühevoller Arbeit und mit hohem finanziellen Aufwand zu dem Schmuckstück gemacht, wie sich die Pechhütte heute präsentiert. Wie Küfner schilderte, sei das Haus früher auch für die Pechsiederei genutzt worden. Da dies feuergefährlich sei, habe die Hütte ein Blechdach erhalten. Dieses sei vermutlich der Grund gewesen, dass das Gebäude allen Bränden widerstanden habe.

Der FGV-Ortsverein Selb blicke laut Küfner auf eine lange Tradition zurück, sei aber in den vergangenen Jahrzehnten von einst über 800 auf inzwischen 200 Mitglieder geschrumpft. „In unseren Reihen gibt es keine jungen Leute, der Ortsverein ist völlig überaltert“, stellte der Vorsitzende fest. Alle Bemühungen, jüngere Mitglieder zu gewinnen, seien gescheitert, sodass man sich inzwischen sogar schon mit der Auflösung beschäftige. Soweit sei es aber noch nicht, sagte der Vorsitzende, zumal dem Verein auch zahlreiche Aufgaben oblägen. Hier nannte Küfner unter anderem die Betreuung des Wanderwegenetzes sowie das Aufstellen von Ruhebänken, die leider oft mutwillig zerstört würden. Es täte ihm und den Mitgliedern in der Seele weh, „wenn wir das alles aufgeben müssten“, sagte der Vorsitzende, doch es fehle in der Stadt Selb die Identifikation mit dem FGV.

An dieser Stelle hakten die FWS-Stadtratskandidaten Matthias Rogler und Sabrina Schicker ein. Letztere möchte als Mitglied des Selber Jugendbeirats versuchen, das Interesse der jungen Leute am FGV und seinen Aufgaben zu wecken. Schricker vereinbarte daher mit dem Vorsitzenden, den Jugendbeirat zu einer Sitzung in die Pechhütte einzuladen. Wie die FWS-Mitglieder bei einem anschließenden Rundgang feststellten, biete sich das Vereinsheim als Sitzungs- und Veranstaltungsort förmlich an, heißt es in der Mitteilung.

Bei der anschließenden Information zu Themen aus dem Selber Stadtrat ging Roland Schneider auf die unbefriedigende Situation rund um die Wertstoffcontainer in der Stadt ein. Gemeinsam mit dem Kommunalunternehmen Fichtelgebirge (Kufi) werde nach Lösungen gesucht. Verbessert werde auch die Optik beim ehemaligen Garagenhof am Ortseingang im Vorwerk. Hier sollen neue Garagen entstehen.

Rückblickend auf die bisherigen Ortsteilspaziergänge sagte Stadtratskandidat Niklas Schmidling, dass diese bereits zu Ergebnissen geführt hätten. So sei der in Selb-Plößberg bemängelte Zustand der Asphaltdecke an der Ecke Alte Schulstrasse/Am Hübel auf Druck der FWS inzwischen teilsaniert worden und es habe einen neuen Fahrbahnbelag gegeben. Auch das marode und zum Teil gefährliche Dach der ehemaligen Güterhalle am Ortseingang sei vom Eigentümer auf seine Initiative hin sicherer gemacht worden. Zudem setze sich Schmidling dafür ein, dass ein Bauwilliger in Lauterbach auf dem von ihm anvisierten Grundstück bauen dürfe. Und auch aus Silberbach sollen etliche Themen im Stadtrat behandelt werden. So zum Beispiel der Anbau an das Feuerwehrgerätehaus sowie die Busverbindung für ältere Einwohner nach Selb. Stephan Rummel machte dazu deutlich, dass den FWS nicht nur eine intakte Innenstadt am Herzen liege, sondern auch das Leben in den Ortsteilen.

Abschließend gab es noch Informationen aus den Arbeitsgruppen, die das Wahlprogramm der Freien Wähler Selb vorbereiten. So hat das Kernteam eine umfangreiche Terminliste erstellt und bereitet jetzt die Kandidatenliste vor, die bei der Nominierungsversammlung am 19. November präsentiert wird. Da die FWS zur Kommunalwahl im März 2020 erstmals als eigenständige Gruppierung antritt, müssen sich in einem bestimmten Zeitraum im Rathaus mindestens 180 Personen (Stadtratskandidaten ausgenommen) in eine sogenannte Unterstützerliste eintragen. Wie der FWS mitteilen, werde der Zeitraum von der Stadt - ähnlich wie bei einem Bürgerbegehren - festgelegt und offiziell ausgeschrieben. Rummel bat daher alle Freunde und Bekannte, sich dann in die Liste einzutragen, „damit wir diese Hürde erfolgreich nehmen.“ Auch finanziell müssen sich die Freien Wähler Selb zur Kommunalwahl strecken. Sie finanzieren ihren Wahlkampf laut Mitteilung ausschließlich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, einem Obolus der drei Stadträte sowie einem Eigenanteil der Kandidaten je nach Listenplatz. „Wir haben bereits jetzt sehr viele Termine“, stellte Rummel abschließend fest, „werden aber zu Beginn des kommenden Jahres die Schlagzahl noch erhöhen. Denn unser Ziel sind drei plus x FWS-Vertreter im neuen Selber Stadtrat.“

Bei der Diskussion machte Klaus Popp als Besucher deutlich, dass die Beschilderung bei der Sperrung der Hohenberger Straße zum Teil unlogisch, nicht nachvollziehbar, bisweilen sogar gefährlich sei.

freie waehler selb 09193selb-live.de – Presseinfo Freie Wähler Selb

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