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mikar selb11.10.2019Nutzer teilen sich ein Fahrzeug. Was in großen Städten wie Berlin oder München bereits funktioniert, ist auch in Oberfranken zum Trend geworden: Carsharing, also die Idee, dass mehrere Nutzer sich ein Auto teilen. Doch an den Standorten Selb und Marktredwitz

findet man nicht das gewohnte Bild eines Kleinwagens, sondern auch 9-Sitzer mit dem entsprechenden Platzangebot und Kofferrauminhalt. 100 Tage nach dem offiziellen Start zieht mikar zusammen mit der Mobilitätsbeauftragten des Landkreises Wunsiedel; Aleksandra Weigel, und mikar-Geschäftsführer Stefan Riedel Bilanz.

 

Es wurde sich an den Standorten Selb und Marktredwitz zusammen mit den Bürgermeistern für unser Carsharing-Angebot mit jeweils einem 9-Sitzer entschieden…

Weigel: Ja, durchaus. Für Vereinsfahrten, Familienausflüge oder Urlaube ist das Carsharing mit einem komfortablen 9-Sitzer besonders attraktiv, weil die Kosten für einen eigenen Fuhrpark oft über den Kosten für die gelegentliche Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen liegen. Die Carsharing-Technologie bietet eine fahrtengenaue Abrechnung, man bezahlt also tatsächlich nur die getätigten Fahrten und spart sich somit einen möglichen Zweitwagen. Und letztendlich kommt es auf den Bedarf der Bürger an. Fast jeder Haushalt verfügt über einen herkömmlichen Fünfsitzer. Ein Großraumwagen steht dagegen seltens in der eigenen Garage.

 

Wie wird mikar als Kooperationspartner und System-Dienstleister gesehen? 

Weigel: Wir haben uns für das Mikar Carsharing Konzept entschieden, weil es relativ leicht erweiterungsfähig ist und da die Autos meist über örtliche Sponsoren finanziert werden, stellt die Gemeinden vor keinem finanziellen Risiko. Das Thema Online-Registrierung und der folgenden Sichtprüfung der Fahrerlaubnis in den Ordnungsämtern in Selb und Marktredwitz hat sich sehr gut eingespielt.

 

mikar selb100 Tage Carsharing in Selb und Marktredwitz. Als Mobilitätsbeauftragte und Initiatorin kann man also eine durchaus positive Bilanz ziehen.

Weigel: Definitiv. Wir können die Fragen bezüglich dem Carsharing durchwegs positiv beantworten. Umso mehr freuen wir uns, dass die Buchungszahlen zeigen, dass wir als Vorreiter in Oberfranken das Thema Carsharing nicht nur umgesetzt haben, sondern auch positive Ergebnisse präsentieren können.

 

100 Tage Carsharing in Selb und Marktredwitz - Zahlen, Daten, Fakten. 

Riedel: 100 Tage entsprechen 2.400 möglichen Betriebsstunden. Die Fahrzeuge   waren   zusammen über 1000 Stunden und fast 25.000 km unterwegs. Das bedeutet eine Auslastung von 42%, was in den ersten drei Monaten natürlich hervorragend ist. In den 100 Tagen haben sich knapp 120 Nutzer nur aus dem Raum Selb und Marktredwitz registriert. Damit sind wir mehr als zufrieden. Die längste Buchung bei einem 9-Sitzer waren 8 Tage mit einer gefahrenen Strecke von 1.520 km. Im Schnitt sind unsere Nutzer pro Fahrt ca. 400 km mit einem der 9-Sitzer unterwegs.

 

Warum Carsharing im ländlichen Raum?  

Riedel: Einige Städte verfügen bereits über Mobilitätskonzepte, es besteht jedoch häufig noch Handlungsbedarf - vor allem im ländlichen Raum. In zahlreichen Gesprächen haben wir festgestellt, dass das Carsharing als gesellschaftlicher Zukunftstrend verstärkt in den Fokus bei Kommunen rückt. Insbesondere sind Elektromobilität und Carsharing dynamisch wachsende Bereiche, unterstützt und beschleunigt durch die Energiewende und den Klimaschutz. Das innovative eCarSharing-Konzept von mikar vereint beide Trends und bietet den Kommunen, den regionalen Unternehmen und den Bürgern eine kostengünstige, nachhaltige und umweltschonende Mobilitätsalternative.

 

Was spricht neben der Elektromobilität aber auch für eine thermische Alternative in Form eines 9-Sitzers in den Städten Selb und Marktredwitz?

Riedel: Der realistische Bedarf. Wir haben im Vorfeld mit Unterstützung des Landkreises das Nutzerpotential kritisch hinterfragt. Daraufhin sind wir gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass im Landkreis Wunsiedel unser thermisches Modell mehr Vorteile für den Nutzer bringt. Man darf dabei aber nicht vergessen: Im Durchschnitt ersetzt ein Sharing-Fahrzeug vier bis acht Privatautos, was sich durchaus positiv auf die Umweltbilanz auswirkt.

selb-live.de – Presseinfo Landkreis Wunsiedel/mikar

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