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theater selb klump21.5.2019 - Hofer Symphoniker am kommenden Donnerstag, 23. Mai 2019 um 19.30 Uhr im Rosenthal-Theater Selb; Im Jahre 2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und

1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand das Bauhaus nur 14 Jahre. Dennoch wirkt die legendäre Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort. Der Architekt Walter Gropius gründete das Bauhaus 1919 als interdisziplinär arbeitende und international ausgerichtete Hochschule für Gestaltung. Gropius selbst war viele Jahre später als Designer und Architekt für Rosenthal und für die Stadt Selb tätig. So schuf er beispielsweise ein beeindruckendes Stadtentwicklungskonzept und ein architektonisches Highlight für die Firma Rosenthal mit dem Werk am Rotbühl.

Ein einmaliger Fall: Vom Bild zur Musik und wieder zurück zum Bild! Mit den Bildern von Modest Mussorgskys Freund Viktor Hartmann fing alles an. Der Maler hatte eine Europareise unternommen und seine Eindrücke im „russischen Stil“ festgehalten, darunter das große Tor von Kiew, ein italienisches Schloss oder die theater selb klumpKatakomben von Paris. 1873 starb Hartmann – für Mussorgsky ein schwerer Schlag. Inspiriert von einer posthumen Ausstellung mit Bildern Hartmanns setzte er mit der Komposition eines Klavierzyklus dem verstorbenen Freund ein musikalisches Denkmal: Bilder einer Ausstellung. Er lässt einen musikalischen „Ich-Erzähler“ durch die Ausstellung gehen, das wiederkehrende Zwischenspiel der Promenade verbindet die zehn Bilder.

Mussorgskys musikalische Ideen gehen weit über die ursprüngliche visuelle Anregung hinaus: Man hört förmlich das Geschnatter der Marktfrauen und das geschäftige Treiben auf dem „Marktplatz von Limoges“, tobende Kinder und eindringlich mahnende Kindermädchen in den Gärten der „Tuilerien“, oder man wird in den „Katakomben“ Zeuge einer unheimlichen Begegnung Mussorgskys mit dem toten Freund.

Dann tritt ein anderer Maler auf den Plan: Jetzt fühlt sich Wassily Kandinsky von der Musik Mussorgskys inspiriert und verwandelt dessen musikalische Bilder in reale, variable Bühnenbilder, die 1928 bei einer Aufführung der Bilder einer Ausstellung in Dessau zum Einsatz kommen sollen.

„Das Herabschweben des Kreises vor dem geheimnisvollen Dunkel, sein Aufglühen und Erkalten – oder die Bewegung eines weißen Rechteckes über die Bühne ... Das Schweben, Gleiten und Stehen der Formen, der Wechsel der Farben nach Art und Intensität erschien als ein dramatischer Vorgang voller Spannungen." (Ludwig Grote: Bühnenkompositionen von Kandinsky, 1928)

Was damals an geometrischen Formen, Farben, Linien und Beleuchtungseffekten noch mechanisch in Bewegung gesetzt wurde, schafft heute die moderne Computeranimation. Basierend auf Kandinskys Aquarell-Entwürfen und Regieanweisungen sowie mit Hilfe des Regiebuchs seines Assistenten Felix Klee wird mit Hilfe moderner Videotechnik taktgenau rekonstruiert, was 1928 auf der Bühne geschah.

Des Weiteren stehen Werke von Ernst Toch (Bunte Suite) und John Palmer („THERE“ for string orchestra and string quartet) auf dem Programm, unter der solistischen Mitwirkung des Alinde-Quartetts. Johannes Klumpp, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Folkwang Kammerorchesters Essen, wird den Konzertabend leiten und erklärend moderieren.

Eintrittskarten für das letzte Abo-Konzert der Hofer Symphoniker in der laufenden Spielzeit am 23. Mai gibt es bei Leo’s Tee & Mehr in Selb, Ludwigstr. 27, Tel. 09287/4524, im Frey-Centrum Marktredwitz, Tel. 09231/508286, und in der Buchhandlung seitenWeise in Rehau, Bahnhofstr. 4, Tel. 09283/590932

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