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kino selb 041912.4.2019 – „Wir wollen das Selber Kino als ein Kultur- und Begegnungszentrum im Rahmen unserer Möglichkeiten fördern“, kann sich der Vorsitzende Maximilian Körner freuen, im „Förderverein Kino Selb e.V.“ bereits einige Mitstreiter in den eigenen Reihen zu haben.

Genau 31 Mitglieder sind es, die getreu dem aufgelegten Motto „Kino machen wir Selber“ dem im vergangenen Sommer gegründeten Verein bislang beigetreten sind.

In den ersten Monaten des Vereinsbestehens war es für die Vorstandschaft zunächst Aufgabe, die kreativen Geister anzuregen, wie Körner bei der Jahreshauptversammlung erklärte. Vom Slogan und einem Logo bis hin zur Gestaltung von Flyern und eines Banners für die zukünftige Öffentlichkeitsarbeit stand einiges an Aufgaben an. Verschiedenste Gespräche mit der Stadt oder auch dem Jugendbeirat wurden geführt, ebenso viele eigene Ideen gesammelt, wie eine Zusammenarbeit und Förderung des dann kommunalen Kinos aussahen kann.

Selbs Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch sieht die Unterstützung durch den Förderverein als ganz großen Wert an. Bei der Mitgliederversammlung erinnerte er kurz an die Geschehnisse rund um das Kino-Center. Ausgangslage war die angekündigte Schließung der Einrichtung durch den Eigentümer. Verschiedenste Szenarien wurden betrachtet. Schließlich fand ein vorgelegtes Konzept von Jennifer Ruckdeschel die Mehrheit im Stadtrat: Kommunal geführt wird dieses Kino zukünftig. Auch, weil Pötzsch Unterstützungszusagen erhielt. Als Summe nannte er 140.000 Euro. Weitere positive Signale aus der Wirtschaft zur Förderung würden ihm außerdem vorliegen. „Es wird erkannt, dass das Kino ein wichtiger Standortfaktor ist!“ Aus einem Bundesförderprogramm werden sich weitere Gelder erhofft.

kino selb 0419Bis einschließlich den anstehenden Grenzlandfilmtagen wird der aktuelle Eigentümer den Kinobetrieb noch fortführen. Nach dann endgültiger Abklärung letzter Details, was vor einer Eigentumsübergabe seitens des Betreibers zu erledigen ist, geht das Kino dann in Eigentum der Stadt Selb über. Folgen wird eine längeren Umbauphase. „Das bezieht sich weitestgehend auf den Eingangsbereich“, so Pötzsch. Dazu zählen unter anderem die Barrierefreiheit und ein kleines Bistro. Den eigentlichen Charme des Kinos selbst möchte man beibehalten. Nicht nur reines „Popcorn-Kino“, sondern auch mit neuen Formaten soll die Einrichtung zu einer Begegnungsstätte werden. Wohl Anfang nächsten Jahres wird das Kino unter der Leitung von Jennifer Ruckdeschel neu eröffnen.

Wie sich die Stadt jederzeit über Ideen und Anregungen freut, so sieht man beim Förderverein ebenfalls jede Menge Potential. „Eine Bühne für Alles“, heißt es. Nicht nur Cineasten und Filmliebhaber sollen auf ihre Kosten kommen. Die Vereinsmitglieder wollen das Kino-Team bei Projekten und Aktionen unterstützen. Angedacht sind neben dem üblichen Kinoprogramm beispielsweise auch Dokus oder Sportübertragungen. Tagungen, Events, Kleinkunst bis hin zu Firmen- und Privatfeiern können hier veranstaltet werden. Und klar ebenso: „Die Grenzland-Filmtage haben in Selb eine Zukunft!“

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