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"Ein Meilenstein für die Stadt Selb!“

 

5.2.2016 – „Das ist ein Meilenstein für die Stadt Selb“, war die Freude von Oberbürgermeister Uli Pötzsch sichtlich anzusehen. Auch seine beiden Mitarbeiter Nadja Hochmuth und Lothar Schmid hatten Grund

für ein Strahlen. Lange Zeit waren sie maßgeblich mit der Thematik Breitbandausbau beschäftigt. In den nächsten zwölf Monaten soll es nun dann tatsächlich geschafft sein: Alle Ortsteile der Stadt Selb werden an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden sein. Die Verträge zum Internetausbau haben jetzt Pötzsch und die Telekom unterzeichnet. Das Unternehmen ging aus der öffentlichen Ausschreibung hervor.

 

Spätestens ab Februar 2017 sollen dann die Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s buchen können. Hierzu wird die Telekom rund 40 Kilometer Glasfaser verlegen und 20 Multifunktionsgehäuse aufstellen bzw. mit neuer Technik ausstatten. Bis die ersten Baumaßnahmen zu sehen sein werden, dauert es wohl aber noch. „Zunächst steigen wir in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt“, blicken am Rande der Vertragsunterzeichnung Friedrich Weinlein (Kommunaler Ansprechpartner Deutsche Telekom Technik) und Andreas Rudloff (Vertrieb) voraus. „Sobald alle Leitungen verlegt und die Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. „Das Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist“, wird versprochen. Gleichermaßen gilt der Dank für das entgegengebrachte Vertrauen seitens der Stadt Selb.

Oberbürgermeister Pötzsch sprach ebenso seinen Dank aus – und wohl vor allem auch das der Bürger in den betroffenen Ortsteilen. In sechs sogenannte Ausbaugebiete wurde das Gebiet der Stadt Selb im Zuge der Breitbandförderung aufgeteilt. In Folge dessen mussten ebenso sechs Verträge unterzeichnet werden. Diese gelten für folgende Bereiche:

1. Silberbach

2. „Selb West“ – Heidelheim, Ober- Untersteinmühle, Spielberg, Steinselb

3. Selb – GWG Papiermühle, Hammergut

4. „Selb Nord“ – Chr.- Krautheim-Straße bis Porzellanikon, Rothbühl, Geheimrat-Rosenthal-Straße, Teil Erkersreuth S/W, Plößberg

5. „Selb Nord-Ost“ – Lauterbach, Holzhäuser, Wildenau, Schatzbach, Mühlbach, Laubbühl

6. „Selb Ost“ – Gewerbegebiete Ludwigsmühle, Hafendecke, Stopfersfurth

„Unser Gebiet erstreckt sich über 86.000km², das hat das Verfahren natürlich nicht einfach gemacht“, erinnert Pötzsch an die Schwierigkeiten. Auch hätten sich in der Zwischenzeit die Fördermodalitäten geändert, weshalb Schmid und Hochmuth vieles haben wieder überarbeiten müssen. Von der Bedarfsabfrage über die Markterkundung bis hin zum Förderverfahren seien dazu einige sehr zeitintensive Schritte notwendig gewesen.

Die Stadt Selb wird einen Fördersatz von 90% erhalten, der Förderhöchstbetrag wurde dabei auf 820.000 Euro festgesetzt. Durch die interkommunale Zusammenarbeit mit der Kommune Schönwald erhöht sich der Satz um weitere 50.000 Euro. Auf rund 120.000 Euro wird der verbleibende Eigenanteil für die Stadt Selb beim Breitbandausbau geschätzt.

„Für uns ist das heute ein historischer Tag“, verweist Pötzsch auf die dringende Notwendigkeit des schnellen Internets hin. „Denn das ist nicht nur für das private Surfen, sondern auch für viele Unternehmen bis hin zu Heimarbeitern oder auch dem Landwirt, der beispielsweise Flurkarten hochladen muss, von immenser Bedeutung“, macht er aufmerksam. Bei der Telekom sieht er die Stadt Selb gut aufgehoben. „Das Unternehmen betreut heute schon ein Großteil des Netzes vor Ort. Die Zusammenarbeit war bislang immer sehr gut“, baut man auf dieses Vertrauen. Und: „Es wird auch schon investiert, um in Zukunft die erforderliche Technik schnell anpassen zu können“, sieht er Selb in Sachen Internet dann bestens aufgestellt.

 

selb-live.de – Michael Sporer

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