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11.11.2018 – Dass die Saison der HSV Hochfranken keine einfache werden würde, war bereits nach 40 Minuten in der Auftaktpartie im September klar, Philipp Mocker verletzte sich damals schwer, zusätzlich fallen Tobias Ludwig

aufgrund beruflicher Gründe und Jan Scherdel verletzungsbedingt länger aus. Aktuell haben die Verantwortlichen der Spielvereinigung allerdings mit wöchentlich neuen Problemstellungen zu kämpfen, in dieser Woche meldeten sich am Freitag neben Felix Köhler und Julius Meinel auch Jonas Dirr und Dominik Krauß ab, da alle erkrankt sind und mit Fieber das Bett hüteten. Jan Schönberner ist nur berufsbedingt nicht immer verfügbar, hilft aber immer, wenn er die Möglichkeit hat, Stefan Stöckert zog sich vor Wochenfrist eine Verletzung am linken Knie zu und konnte ebenfalls nur begrenzt agieren. So war man gezwungen alles auf den Kopf zu stellen und mit einer völlig neuen Besatzung zu spielen, Spieler aus der zweiten Mannschaft erklärten sich kurzfristig bereit auszuhelfen und versuchten alles um die Partie am Samstag zu gewinnen.

Die Partie begann wie zu erwarten war, viele Fehler auf beiden Seiten und eine hohe Nervosität. Die Schiedsrichterinnen taten noch einiges zur Verunsicherung dazu, da sie sehr uneinheitlich leiteten. Auch Hochfrankenseite wurden reihenweise Offensivfouls geahndet und Zeitstrafen für kleinste Vergehen verteilt, die auf Gästeseite nicht aufgefallen sind. Das bremste zum einen die Angriffsbemühungen der Hausherren deutlich, da zum einen die sich bietenden Lücken nicht genutzt wurden aus Angst davor erneut zurückgepfiffen zu werden und zum anderen in der Abwehr jede noch so kleine Aktion mit Strafwurf und Zeitstrafe bestraft wurden. Allerdings wurden zusätzlich auch noch einfachste Fehler produziert, die den pfeilschnellen Gästen in die Hände fielen und in Tore umgewandelt wurden. Die Handballer aus Selb und Rehau konnten dennoch die Partie offen gestalten und hielten das Ergebnis offen. In der 11. Spielminute fiel nun der nächste Spieler aus, Timo Nützel zog sich eine Zerrung zu und konnte für die restliche Partie nicht mehr eingesetzt werden, damit brach eine weitere Stütze der Abwehr weg. Lukas Kempf, der ebenso wie Rick Zumpe aushalf, erhielt nach nur 10 Minuten Einsatzzeit seine zweite Zeitstrafe und konnte ebenso ab der 20. Spielminute nicht mehr Abwehr spielen, was ebenfalls eine große Schwächung bedeutete.

Die Spieler der HSV ließen sich dennoch nicht unterkriegen und hielten die Partie bis fünf Minuten vor der Halbzeit offen. Jetzt plötzlich griff etwas Hektik um sich und es wurde Ball um Ball verloren. Die Gäste nutzten diesen Fakt um in Front zu gehen und bis zur Pause auf 12:14 in Führung zu liegen.

Die Abwehr wurde nun nach der Halbzeit personalbedingt umgestellt und es wurde offensiver agiert. Die HC Sulzbach-Rosenberg ließ sich davon nicht stören und zog bis zur 45. Minute auf fünf Tore davon. Die HSV-Spieler scheiterten immer wieder an der Abwehr oder an den eigenen Fehlern, außerdem musste aufgrund der Zeitstrafen für einzelne Spieler sehr oft zwischen Abwehr und Angriff gewechselt werden. Der Rückstand konnte selbst unter größten Anstrengungen nicht verringert werden und blieb konstant bei vier Toren. Die Spieler aus Selb und Rehau gaben nicht auf und versuchten alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Die Unparteiischen machten aber zweimal in entscheidenden Situationen einen Strich durch die Rechnung, da sowohl in der 45. Spielminute als auch kurz vor Ende jeweils zwei Spieler der Heimmannschaft Zeitstrafen erhielten. Der Spielfluss wurde beide Male massiv unterbrochen und führte dazu, dass Sulzbach zu einfachen Toren kam und die HSV weiter in Rückstand geriet. Bis zum Ende steckten die Akteure nicht auf, doch sie mussten den Gegenspielern zu oft den Vortritt lassen. Bis zum Schluss konnten sie die Gäste auf sieben Tore absetzen und gewannen das Spiel mit 20:27. Nun ist es an den Verantwortlichen und Spierlern der HSV Hochfranken bis zur nächsten Woche die Wunden zu lecken, Verletzungen auszukurieren und wieder Selbstvertrauen zu tanken, um im Derby am nächsten Sonntag beim TV Helmbrechts erfolgreich zu sein und endlich die nötigen Punkte zu holen.

HSV Hochfranken: Riedel, Michanek; Zumpe (2/2), Fritsch (1), Dietel, Kempf, Stöckert (2), Sandner, Görlitz (2), Pich (5), Ludwig (1), Dorschner (4), Nützel (2/2), Herkt (1) Schiedsrichter: Büttner (MTV Stadeln), Kronschnabel (TSV Wendelstein) Zuschauer: 200 Zeitstrafen: HSV: 9 HC Sulzbach-Rosenberg: 6 Spielverlauf: 5. Minute 2:3, 15. 7:7, 25. 11:11, Halbzeit 12:14; 35. 13:17, 45. 16:21, 55. 19:23, Endstand 20:27

 

Eindeutiger Sieg gegen Favoriten

Der Landesligaabsteiger aus Helmbrechts gab am Samstag die Visitenkarte bei den Damen der HSV Hochfranken ab. Ein Derby gegen einen Meisterschaftsfavoriten stand also an und die Damen der Spielvereinigung waren dementsprechend motiviert aber auch nervös, da es in den letzten Partien immer wenig zu erben gab. Doch die Damen aus Selb und Rehau waren auf dem Punkt fit und konnten gleich zu Beginn Akzente setzen und den Gästen den Schneid abkaufen, die wussten nicht wie ihnen geschah, als nach zehn Minuten 7:1 an der Anzeigentafel stand. Doch auch den Gastgeberinnen war dieser Spielstand nicht geheuer und, wie sich in der Folge zeigen sollte, konnten sie damit auch nicht recht umgehen. Die Abwehr stand von Beginn an sehr massiv, flexibel und vor allem effektiv. Es bot sich kein Platz für die quirligen Gästespielerinnen, die sich immer wieder die Zähne am Bollwerk um Markert und Isenberg ausbissen. Im Angriff wurde jede Lücke genützt und die Akteurinnen der HSV konnten ein ums andere Mal Strafwürfe herausholen.

Nach der höchsten Führung der Partie in der zehnten Minute wurde die Abwehr etwas langsamer und die Favoritinnen nutzten die sich bietenden Lücken eiskalt. Bis zur 20. Spielminute wurde der Spielstand egalisiert und die Angst ging um, dass Helmbrechts nun das Spiel schnell drehen würde. Die HSV-Spielerinnen ließen sich aber nicht beeindrucken oder einschüchtern, sondern spielten erstmals seit langem einfach unbeeindruckt weiter. Die Partie wurde bis zur Halbzeit offengehalten und beim Stand von 13:12 ging es zum Pausentee.

Der Beginn der zweiten Hälfte ging eindeutig an die Gäste, die es in der 34. Spielminute schafften, in Führung zu gehen. Dass dies die einzige Führung während des gesamten Spiels bleiben sollte, lag vor allem an der hervorragenden Einstellung der Heimmannschaft. Ohne zu zögern oder zu zweifeln spielten die HSV’lerinnen ihr Spiel weiter. Die Abwehr stand wieder besser und machten einfache Tore für die Gäste unmöglich, Marika Künzel machte einige Chancen zunichte und das Angriffsspiel funktionierte hervorragend. Bis zur 45. Minute wurde ein Vorsprung von drei Toren erzielt und gefestigt. Doch nun wurde es nochmals brenzlig, zwei Zeitstrafen gegen Benker und Rummel ließ den TV Helmbrechts nochmal auf ein Tor verkürzen. Verena Rummel war es dann aber auch, die mit einer tollen Einzelaktion den Endspurt einleitete. Zwar verkürzten die Gäste nochmals auf ein Tor, doch Rummel, Benker, Setzer und Schiller sorgten mit vier Toren in Folge dafür, dass das letzte Aufbäumen des Favoriten gänzlich verpuffte. Drei Minuten vor Schluss lag die HSV nun mit fünf Toren in Front, die Gefahr war dennoch noch nicht gebannt, da Helmbrechts nun die Abwehr offensiver aufstellte. Doch auch das brachte die Spielerinnen aus Selb und Rehau nicht in Verlegenheit und sie nahmen im Angriff Zeit von der Uhr und so konnte der Gast keinen Nutzen aus seiner Abwehrumstellung ziehen. Stefanie Setzer erzielten einige Sekunden vor Schluss den Endstand von 26:21, der an diesem Tag völlig leistungsgerecht war. Die HSV-Damen nutzten endlich ihr gesamten Potential und zeigten auch in schwierigen Situationen Selbstvertrauen und immer die richtige Antwort. Am nächsten Wochenende geht es nun zum Ligaprimus und letztjährigen Meister, dem TV Gefrees. Wenn hier auch alle am Bord sind und ähnliche Disziplin zeigen, dann kann auch dort eine Überraschung möglich sein.

HSV Hochfranken: Künzel; Setzer (10/9), Benker (4), J. Schiller (5/2), N. Schiller, Gutsch, Höra, Rausch, Heinritz (1), Rummel (3), Isenberg (2), Markert (1) Schiedsrichter: Mirwald, Wiskojan (12 Bamberg/Hallstadt) Zeitstrafen: HSV: 3 TV Helmbrechts: 5 Spielverlauf: 5. Minute 3:1, 10. 7:1, 20. 9:9, 25. 11:10, Halbzeit 13:12; 34. 13:14, 45. 19:16, 50. 20:19, 55. 23:20, Endstand 26:21

selb-live.de – Info HSV Hochfranken

 

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