18.6.2017 – Über 250 Verwarnungen mussten die Kontrolleure der für die „Überwachung des ruhenden Verkehrs“ zuständigen Firma K & B Kommunale Dienstleistungsgesellschaft mit Sitz in Mühldorf am Inn bereits in den ersten Wochen seit Beginn der zuvor angekündigten Kontrollen

an falsche parkende Fahrzeuge anbringen. Die Zeit des reinen Verwarnens ist jetzt allerdings vorbei. Ab sofort werden Falschparker zur Kasse gebeten.

„Gehwege werden derart zugeparkt, dass man als Passant diesen kaum nutzen kann und auf die Straße ausweichen muss. Überhaupt wird wild geparkt an Stellen, wo Parken nicht erlaubt ist. In den markierten Parkplatzflächen wird außerdem oft die Parkscheibe vergessen“, mussten die Kontrolleure vielfach ein Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer feststellen. Und das, obwohl man bekanntlich gar nicht jeden Tag kontrolliert, überrascht die Anzahl auch die privaten Überwacher, wie sie gegenüber selb-live.de erklären.

Wie bereits berichtet, ist die Stadt Selb eine Zweckvereinbarung mit der Stadt Marktleuthen eingegangen. Diese wiederum hat das eingesetzte Dienstleistungsunternehmen an sich vertraglich gebunden. Wie Selb, so haben sich schon zuvor auch andere Städte und Gemeinden hier angeschlossen. Diese sind mit der Arbeit der Kontrolleure zufrieden. Die Parkmoral, um die es insbesondere in Selb geht, habe sich grundlegend verbessert. In den anderen Kommunen wird das Unternehmen gar für Geschwindigkeitskontrollen eingesetzt. Etwa 30 Stunden pro Woche werden die Kontrolleure im Selber Stadtgebiet unterwegs sein und das vorschriftsmäßige Parken überwachen.

Bereits im Vorfeld der Kontrollmaßnahmen wurde der Dienstleister auf bekannte Brennpunkte hingewiesen. Hier soll verschärft und streng kontrolliert werden. Hat man bislang nur per Hinweiszettel auf ein Fehlverhalten des PKW-Fahrers hingewiesen, so wird fortan rigoros zur Kasse gebeten.

Die Verkehrsüberwachung angeregt hat der Seniorenbeirat der Stadt Selb. Begründet wurde dies mit dem Schutz des schwächeren Verkehrsteilnehmers. Der Stadtrat stimmte dem Antrag mehrheitlich zu.