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alte muehle selb 1026228.10.2026 - In der „Alten Mühle“ an der Mühlstraße 9 wird wieder gekocht, serviert und bewirtet. Mit einem neuen gastronomischen Konzept hat Familie Tansev dem traditionsreichen Gebäude am Selbbach neues Leben eingehaucht. Wo schon seit vielen Jahren Gäste einkehrten, stehen nun italienische Spezialitäten, ergänzt um ausgewählte türkische Gerichte, auf der Speisekarte. Gleichzeitig soll die „Alte Mühle“ mit Café, Bar und Lounge ein Treffpunkt für gesellige Stunden sein.

Der Start ist bereits gelungen: Seit Anfang der Woche läuft das sogenannte Soft-Opening, und schon in den ersten Tagen fanden zahlreiche Gäste den Weg in die neu gestalteten Räumlichkeiten.

Hinter dem Neustart stehen Inhaberin Ayse Tansev und ihr Sohn Tarik Tansev. Unterstützt werden sie von dessen Verlobte Denisslava Vasileva sowie Koch Emilio Crisafolli. Gemeinsam hat die Familie in den vergangenen Monaten viel Zeit, Arbeit und Geld investiert, um aus dem geschichtsträchtigen Gebäude wieder eine attraktive gastronomische Adresse zu machen.

Die „Alte Mühle“ ist in Selb seit Langem ein Begriff. Das um 1800 errichtete und in der Denkmalliste der Stadt Selb geführte Gebäude beherbergt bereits seit vielen Jahren eine Gaststätte. An diese Tradition möchten die neuen Pächter bewusst anknüpfen. Deshalb stand für sie auch früh fest, dass der bekannte Name erhalten bleiben soll.

 

Von der Café-Bar zur Pizzeria

Dabei sahen die ursprünglichen Pläne der Familie noch etwas anders aus. Eigentlich wollten die Tansevs in der „Alten Mühle“ vor allem ein Café mit Bar und Lounge eröffnen. Doch schon während der Renovierungsarbeiten zeigte sich, dass viele Selber mit dem Gebäude auch ein gastronomisches Angebot verbinden, bei dem Pizza nicht fehlen darf.

Immer wieder seien Passanten und Interessierte vorbeigekommen und hätten nachgefragt, ob es künftig auch wieder Pizza geben werde, berichtet Tarik Tansev. Diese Rückmeldungen hätten schließlich den Ausschlag gegeben, das Konzept entsprechend zu erweitern. So wurde aus der zunächst geplanten Café-Bar eine Kombination aus Restaurant, Café und Lounge, die sowohl Gäste zum Mittag- und Abendessen als auch Besucher ansprechen soll, die lediglich etwas trinken oder den Tag gemütlich ausklingen lassen möchten.

Auf der Speisekarte stehen nun unter anderem Steinofenpizza, verschiedene Pastagerichte und Salate. Hinzu kommen wenige türkische Spezialitäten wie Lahmacun. Die Küche verbindet damit vor allem italienische Gerichte mit einzelnen türkischen Einflüssen.

Für die Zubereitung sind Koch Emilio Crisafolli und Tarik Tansev verantwortlich. Dabei legen die Betreiber nach eigenen Angaben Wert auf die Auswahl der Zutaten und eine Küche, hinter der sie selbst stehen können.

 

Gastronomische Erfahrung und Verbundenheit mit Selb

Für Tarik Tansev ist die Gastronomie kein Neuland. Der 28-Jährige betrieb bereits eine Shisha-Bar am Schmiedbergl in Selb und führte außerdem eine Pizzeria in Waldsassen. Letztere musste er nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Corona-Pandemie aufgeben.

Mit der „Alten Mühle“ ergibt sich nun die Gelegenheit für einen neuen Anlauf. Dass dieser ausgerechnet in Selb stattfindet, ist für die Familie kein Zufall. Die Tansevs sind in der Porzellanstadt verwurzelt und kennen die örtlichen Gegebenheiten.

Bis aus der Idee ein konkretes Vorhaben wurde, waren allerdings einige Hürden zu überwinden. Schon die Kontaktaufnahme mit dem Eigentümer des alte muehle selb 10261Gebäudes gestaltete sich zunächst schwierig. Dieser lebt im Ausland, sodass ein persönlicher Austausch nicht ohne Weiteres möglich war. Nach der Kontaktaufnahme aber ging es vergleichsweise schnell: Die Beteiligten wurden sich über die Verpachtung einig, der Vertrag wurde unterschrieben. Mitte Juli erhielt die Familie die Schlüssel. Damit begann allerdings erst der arbeitsintensive Teil des Projekts.

 

Historisches Gebäude mit einigen Überraschungen

Denn so reizvoll die Lage und die Geschichte der „Alten Mühle“ auch sind, so anspruchsvoll erwies sich die Herrichtung des Gebäudes. Das historische Gemäuer stellte die neuen Pächter vor zahlreiche bauliche Herausforderungen.

Nach Angaben der Familie musste im Inneren nahezu alles überarbeitet oder erneuert werden. Decken, Wände und Böden wurden hergerichtet, die Sanitärräume renoviert und insbesondere die Küche für den neuen Restaurantbetrieb vorbereitet.

Hinzu kamen unvorhergesehene Probleme. Gleich zwei Wasserrohrbrüche sorgten während der Arbeiten für zusätzliche Schwierigkeiten. Davon ließ sich die Familie jedoch nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Mit vereinten Kräften wurden die Schäden behoben und die Arbeiten fortgesetzt.

Auch bei der Gestaltung der Gasträume packten die Familienmitglieder selbst mit an. Für das Einrichtungskonzept war insbesondere Denisslava Vasileva verantwortlich. Ihr Ziel war es, die historische Atmosphäre des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig eine moderne, einladende Umgebung zu schaffen.

Entstanden sind Räumlichkeiten, die traditionelle Elemente mit einer zeitgemäßen Ausstattung verbinden. Im eigentlichen Gastraum stehen 24 Sitzplätze zur Verfügung. Weitere Plätze gibt es im Lounge-Bereich.

Nicht nur in die gastronomische Ausstattung wurde investiert, sondern auch in die Aufwertung des Außenbereichs. Gerade die Terrasse soll künftig eine wichtige Rolle spielen.

 

Lounge am Selbbach und weitere Pläne für draußen

Neben dem Restaurantbetrieb bleibt die ursprüngliche Idee einer Café-Bar ein fester Bestandteil des Konzepts. Im Wintergarten befindet sich ein Lounge-Bereich, ergänzt durch einen Raucherbereich. Damit möchte die Familie auch Gäste ansprechen, die nicht unbedingt zum Essen kommen, sondern sich in entspannter Atmosphäre treffen möchten.

Für die wärmeren Monate gibt es bereits weitere Vorstellungen. So soll der Außenbereich noch stärker genutzt werden. Insbesondere rund um den Brunnen vor der „Alten Mühle“ möchten die Betreiber zusätzliche gemütliche Sitzgelegenheiten schaffen. Auch die Terrasse soll künftig zum Verweilen einladen.

Die Lage unmittelbar am Selbbach bietet dafür aus Sicht der Familie gute Voraussetzungen. Mit den unterschiedlichen Bereichen soll die „Alte Mühle“ sowohl Restaurant als auch Treffpunkt für einen Kaffee, einen Drink oder einen geselligen Abend sein.

 

Bereits zum Soft-Opening zahlreiche Gäste

Dass das Interesse an der wiedereröffneten Gaststätte vorhanden ist, zeigte sich schon zu Beginn dieser Woche. Eigentlich hatte die Familie zunächst ein Soft-Opening vorgesehen, also einen bewusst etwas ruhigeren Start, um die Abläufe in Küche und Service einzuspielen.

Von einem verhaltenen Auftakt konnte allerdings kaum die Rede sein. Bereits am ersten Tag kamen zahlreiche Besucher, und auch danach war die Resonanz nach Angaben der Betreiber erfreulich groß.

Besonders über das positive Feedback der Gäste zeigen sich Ayse und Tarik Tansev zufrieden. Viele Besucher hätten sich lobend über die neugestalteten Räume und das gastronomische Angebot geäußert. Für die Familie ist das nach den arbeitsreichen Monaten eine wichtige Bestätigung.

Gleichzeitig ist den Betreibern bewusst, dass sich die Abläufe in den kommenden Wochen erst noch vollständig einspielen müssen. Der Restaurantbetrieb, das Café- und Lounge-Angebot sowie die geplanten zusätzlichen Dienstleistungen sollen schrittweise aufeinander abgestimmt werden.

Dazu gehört auch ein Lieferservice. So sollen die angebotenen Speisen nicht nur vor Ort erhältlich sein, sondern auch nach Hause geliefert werden können.

 

Glückwünsche von Stadt und Forum „Selb erleben“

Zur Neueröffnung erhielt die Familie auch offiziellen Besuch. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Wirtschaftsförderer Rainer Rädel gratulierten seitens der Stadt Selb zum Neustart. Ebenfalls unter den Gratulanten war Renate Wölfel vom Forum „Selb erleben“.

Bei dem Besuch stand neben dem neuen gastronomischen Angebot auch die Entwicklung des traditionsreichen Standorts im Mittelpunkt. Mit der Wiedereröffnung bleibt das historische Gebäude gastronomisch genutzt und erhält nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten eine neue Perspektive.

Für die Stadt bedeutet der Neustart zugleich eine weitere Bereicherung des örtlichen Gastronomieangebots. Die Kombination aus Pizzeria, Café und Bar erweitert die Möglichkeiten zum Einkehren in Selb.

Auch mit Blick auf das gesellschaftliche Leben in der Stadt haben die neuen Betreiber bereits Ideen. So besteht Interesse daran, sich künftig an der Selber Musik- und Kneipennacht zu beteiligen. Die nächste Ausgabe ist für den 13. März 2027 vorgesehen. Eine Teilnahme mit Live-Musik können sich die Tansevs gut vorstellen. Zunächst gilt die Aufmerksamkeit jedoch dem laufenden Betrieb und der weiteren Entwicklung der „Alten Mühle“.

 

Informationen & Kontakt

Die Gaststätte „Alte Mühle“ befindet sich in der Mühlstraße 9 in Selb. Angeboten werden unter anderem Steinofenpizza, Pasta, Salate und ausgewählte türkische Spezialitäten. Für Abholung und Lieferung ist ein Zeitfenster von 11 bis 13 Uhr vorgesehen. Restaurant und Lounge sind von 14 bis 24 Uhr geöffnet. Dienstag ist Ruhetag. Bestellungen und Anfragen sind auch über WhatsApp unter der Telefonnummer 0171 5881466 möglich.

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