Im Bericht: Aktualisierter Marschplan für den Festzug am Sonntag
8.7.2026 – Wiesenfestsonntag: Punkt 12:45 Uhr steigt die Spannung spürbar an. In der Jahnstraße vor der Dr.-Franz-Bogner-Schule sammeln sich die Schulklassen für den großen Moment: aufgereiht, voller Vorfreude und mit leuchtenden Augen. Besonders für die jüngsten Teilnehmer ist dieser Augenblick etwas ganz Besonderes. Die Erstklässler erleben schließlich ihren ersten großen Auftritt beim Festzug des Selber Wiesenfests.
Ganz vorne stehen bereits die Musiker des Selber Spielmanns- und Fanfarenzugs bereit. Konzentriert und voller Disziplin halten sie ihre Instrumente, der Blick richtet sich auf den Tambourmajor. Dann fällt endlich das Kommando: „Im Gleichschritt – Marsch!“ Die Trommeln setzen ein, die Piccoloflöten erklingen hell und klar, und der Festzug beginnt sich langsam in Bewegung zu setzen. Ein buntes Bild aus Musik, Farben und Tradition zieht durch Selb.
Begleitet vom Jubel der Zuschauer führt der Weg in Richtung Innenstadt. Den Auftakt machen die Grundschule, die Siebesternschule, die Mittelschule, die Realschule und das Walter-Gropius-Gymnasium. Unterstützt werden sie von weiteren Spielmannszügen und Blaskapellen, deren Melodien die Straßen mit einer festlichen Stimmung erfüllen.
Nach etwa 600 Metern wartet bereits der nächste Höhepunkt: Vor dem Rathaus schließen sich Bürgermeister, Stadträte und Ehrengäste dem Zug an. Weiter geht es über den Marktplatz, den Martin-Luther-Platz und vorbei an der Stadtkirche in die Pfarrstraße. Dort wächst der Festzug weiter an, denn nun kommen auch die Klassen der Luitpold-Grundschule, sowie der Grundschule Erkersreuth/Selb-Plößberg hinzu.
Jetzt ist der gesamte Festzug vereint. Gemeinsam geht es weiter über die Karl-Marx-Straße, die Ludwigstraße, Bahnhofstraße und Marienstraße bis zum Wendepunkt am Marienplatz. Von dort führt die Strecke zurück zum Rathaus, weiter durch die Burgstraße und schließlich über die Wunsiedler Straße hinauf zum Goldberg. Rund 2,6 Kilometer liegen hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern – Schritt für Schritt begleitet von Musik, Applaus und voraussichtlich strahlendem Sonnenschein über Selb. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 3 km/h ist der Marsch gerade bei höheren Temperaturen eine echte Herausforderung..
Doch Müdigkeit hat gegen Stolz und Freude keine Chance. Über 1.500 Menschen nehmen am Wiesenfestsonntag am Festzug teil – und damit noch einmal einige mehr als im vergangenen Jahr. Neben den Schulklassen gehören dazu Kapellen, Ehrengäste und auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, die sich zu Jubiläumsgruppen zusammengeschlossen haben. Der Montag fällt durch weniger Teilnehmer etwas ruhiger aus, bleibt aber genauso herzlich und stimmungsvoll.
Die größten Teilnehmergruppen stellen in diesem Jahr die Dr.-Franz-Bogner-Grundschule mit 203 Schülerinnen und Schülern sowie die Luitpold-Grundschule mit beeindruckenden 223 Teilnehmern. Das Walter-Gropius-Gymnasium ist mit 214 Personen vertreten, die Realschule mit rund 150. Die Mittelschule und die Siebensternschule nehmen jeweils mit etwa 120 Schülern teil. Die Grundschule Erkersreuth/Selb-Plößberg ergänzt den Zug mit mehr als 80 Kindern. Eine Premiere feiert außerdem die Berufsfachschule für Produktdesign: Erstmals ist sie anlässlich des Stadtjubiläums mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Festzug dabei.
Besonders bewegend ist die Rückkehr einiger ehemaliger Schüler. Abschlussjahrgänge des Gymnasiums – darunter die Jahrgänge 2016, 2006, 1986 und 1981 – lassen sich die Gelegenheit nicht nehmen, wieder Teil des Festzuges zu sein. Auch von der Realschule ist ein Jubiläumsjahrgang vertreten, bislang gemeldet aus dem Jahr 2016. Für viele bedeutet diese Teilnahme eine Reise zurück zu den eigenen Erinnerungen und eine Begegnung mit der eigenen Schulzeit.
Viele Wochen Vorbereitung stecken hinter den Auftritten der Klassen. Es wurde gebastelt, geplant, geprobt und gemeinsam gelacht. Das Ergebnis begeistert die Zuschauer entlang der Strecke: kreative, fantasievolle und humorvolle Themen sowie aufwendig gestaltete Kostüme prägen den diesjährigen Festzug – ganz im Zeichen des Jubiläums „600 Jahre Stadt Selb“. Die Grundschüler präsentieren dazu traditionell ihre Fahnenträger und Hahnenschlagstangen. Die Mittelschule zieht mit Armbrust, Stern und Adler durch die Straßen. Auch die jungen Bäume, die nach dem Wiesenfest traditionell gepflanzt werden, sind symbolisch Teil des Zuges.
Und natürlich geht nichts ohne Musik. Neben dem Selber Spielmanns- und Fanfarenzug werden die Egertaler Blaskapelle, die Bohemian Marching Band (siehe Extra-Bericht hier), die Fichtelgebirgsmusikanten, die Mehlmeisler Dorfmusikanten, die Schalmeienfreunde Falkenstein, der Musikverein Rehau, die Stadtkapelle Mitterteich, die Markgräflichen Jäger Feuchtwangen sowie die Bläsergruppe der Mittelschule den Takt angeben. Am Montag werden zudem die Ziegelhütten Musikanten und die Blaskapelln Flossenbürg zu hören sein, während die Musikanten aus Feuchtwangen, Sokolov und Falkenstein sowie die Fichtelgebirgsmusikanten hier nicht mehr vertreten sein werden-
Aufgrund der kurzfristigen Absage des Schalmeienzug aus Auerbach haben sich Veränderungen bei der Zugreihenfolge beim Festzug am Sonntag ergeben. In der untenstehenden Grafik die aktualisierte Übersicht.
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