1.11.2026 - SC Riessersee vs. Selber Wölfe 1:4 (0:0; 1:2; 0:2); Die Selber Wölfe taten sich gegen den defensiv kompakt stehenden SC Riessersee lange Zeit richtig schwer. Spielentscheidend war eine sensationelle Parade von Weidekamp in der 29. Spielminute, mit der der Selber Goalie das zwischenzeitliche Unentschieden für seine Farben festhielt. Ab diesem Zeitpunkt wirkten seine Vorderleute wie beflügelt und fuhren schließlich einen ungefährdeten Auswärtssieg ein.
Weidekamp hält seinen Kasten sauber
Die Selber Wölfe hatten in den Anfangsminuten mehr Spielanteile, taten sich aber gegen die defensiv sehr gut stehenden Gastgeber schwer, echte Torchancen zu kreieren. Ein erstes Powerplay für den SCR killten die Porzellanstädter hervorragend und ließen keinen einzigen Torschuss zu. Im weiteren Verlauf prüfte Rubin Bolle im Tor der Blau-Weißen, der Garmischer Torhüter ließ sich vom Deutsch-Dänen allerdings nicht düpieren. Ab der zwölften Minute wurden die Gastgeber in der Offensive zunehmend präsenter. Immer wieder waren es Johansson und Soudek, die den starken Weidekamp zwischen den Selber Pfosten prüften. Der Wölfe-Keeper stand speziell im zweiten Überzahlspiel für den SCR an diesem Abend im Mittelpunkt, parierte aber alle Angriffsbemühungen der Werdenfelser bravourös, sodass die Partie bis zur ersten Pause torlos blieb.
Rubin und Tramm schießen die Führung raus
Die Gastgeber kamen gut aus der Drittelpause und hatten die ersten Offensivaktionen im zweiten Abschnitt. Den ersten Wirkungstreffer setzten aber die Wölfe. Pauker, Gelke, Rubin, Müller und Hördler setzten den SCR mächtig unter Druck, bis Müller die Scheibe ins Gewühl vor dem Garmischer Tor beförderte. Rubin behielt die Übersicht und verwertete den Abpraller zur Wölfe-Führung. Diese wehrte allerdings – zum Leidwesen der Wölfe Fans – nicht lange. Ein Schuss von Colley wurde genau auf den Schläger des Garmischers Ulrich abgefälscht, der keine Mühe hatte, den Puck zum Ausgleich über die Linie zu drücken. In der 29. Minute bewies Weidekamp mit einem sensationellen Fanghandsave sein Können und hielt das Unentschieden für seine Farben fest. Die Glanztat ihres Goalies schien seine Vorderleute zu beflügeln, hatte das Wolfsrudel doch im weiteren Verlauf einige Großchancen: Rubins Schuss ging an die Maske von Bolle, Gläser setzte die Scheibe an die Latte und Coughler brachte die Scheibe aus kurzer Distanz nicht mehr an Bolle vorbei. Zwei Sekunden vor der zweiten Pause jubelten die Porzellanstädter dann aber doch zum zweiten Mal an diesem Abend. Tramm hatte aus spitzem Winkel einfach mal abgezogen und Allawena fälschte die Scheibe unhaltbar für seinen eigenen Keeper zum 1:2 ab.
Kuqi und Gläser machen den Sack zu
Und auch nach der zweiten Pause setzten die Selber Wölfe – diesmal in Person von Kuqi – wieder den ersten Akzent: Der Selber Stürmer erwischte mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck den Garmischer Torhüter am falschen Fuß und stellte den Spielstand auf 1:3. Keine zwei Minuten später war es Gläser, der eine gute Kombination über Coughler und Brown per Direktabnahme zum 1:4 vollendete. Mit dieser beruhigenden Drei Tore-Führung spielten die Wölfe die Partie souverän herunter und ließen keine Zweifel mehr am letztendlich verdienten Auswärtssieg aufkommen.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
SC Riessersee: Bolle (Merwald) – Allawena, Echtler, Berry, Pelg, Harr, Schmid – Geidl, Johansson, Soudek, Hettich, Colley, Serikow, Albert, Holzapfel, Ulrich
Selber Wölfe: Weidekamp (Rose) – Gläßl, Tramm, Elwing, Sturm, Hördler, Müller, Ulrich – Gläser, Coughler, Brown, Kuqi, Thal, Giesl, Gelke, Rubin, Pauker, Bauer
Tore: 23. Min. 0:1 Rubin (Pauker, Müller); 24. Min. 1:1 Ulrich (Colley, Berry); 40. Min. 1:2 Tramm (Gläßl, Gläser); 42. Min. 1:3 Kuqi (Müller; 4/4); 44. Min. 1:4 Gläser (Brown, Coughler)
Strafzeiten: Riessersee 6, Selb 8
Schiedsrichter: Haas, Kalnik (Fahr, Brand)
Zuschauer: 992
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Archiv-Foto Raphael Maier