18.5.2026 – Die Selber Wölfe treiben ihre Kaderplanung für die kommende Spielzeit weiter voran und können eine wichtige Personalie vermelden: Lukas Valasek bleibt dem Wolfsrudel erhalten. Der 29-jährige Stürmer wird auch in der Saison 2026/2027 für die Porzellanstädter auflaufen und geht damit in sein zweites Jahr in Selb.
Schnell angekommen – sportlich wie menschlich
Dass sich der Deutsch-Tscheche in Selb wohlfühlt, war schnell spürbar. Bereits aus vergangenen Jahren kannte Valasek die Region und einige seiner Mitspieler, entsprechend leicht fiel ihm der Einstieg: „Das Ankommen war für mich eigentlich ganz einfach. Wir hatten eine richtig gute Truppe in der Kabine und sind schnell zusammengewachsen.“ Auch die Nähe zu seiner Heimat spielt für ihn eine Rolle: Selb fühle sich mittlerweile wie ein Zuhause an – nicht zuletzt, weil Familie und vertrautes Umfeld in greifbarer Nähe sind.
Weiterentwicklung auf dem Eis
Sportlich konnte der Rechtsschütze in seiner ersten Saison im Wölfe-Trikot wichtige Schritte gehen. Besonders im Spiel mit der Scheibe sieht er selbst Fortschritte: Er agiere ruhiger, halte den Puck länger und suche gezielter nach Lösungen. Insgesamt, so sagt er selbst, sei er „stabiler am Puck“ geworden. Ein Faktor, der seinem Spiel zusätzliche Qualität verleiht.
Auch Wölfe-Sportdirektor Frank Hördler ist von der Entwicklung des Stürmers überzeugt: „Lukas ist schnell, spielintelligent und auf dem Eis schwer zu halten. Gleichzeitig ist er ein absolut positiver Typ, der mit seiner guten Laune auch neben dem Eis wichtig für das Team ist.“
Ein Schlüssel für die positive Entwicklung war für Valasek auch das Umfeld im Team. Die Kabine in Selb beschreibt er als eine der besten seiner Karriere: geprägt von Zusammenhalt, Lockerheit und Spaß am Spiel. „Das macht diesen Sport aus“, so der Stürmer. Eine Mischung, die sich auch auf dem Eis bemerkbar macht.
Hunger auf mehr
Mit Blick auf die vergangene Saison bleibt dennoch ein Moment besonders hängen: Im vorletzten Playoffspiel zog sich Valasek eine Verletzung zu und fehlte damit ausgerechnet in der entscheidenden letzten Partie. Für den Stürmer eine bittere Erfahrung: „Das letzte Spiel nur von der Tribüne aus zu sehen, tat schon weh. Man möchte da mitmischen, möchte es mit in der eigenen Hand haben und dem Team helfen.“
Umso größer ist nun der Antrieb für die kommende Saison. Der Stürmer formuliert seine persönlichen Ziele klar und emotional: „Ich möchte jetzt auch mal was gewinnen“, erklärt er schmunzelnd und fügt an: „Ich werde 30. So eine Karriere ist schneller vorbei, als man denkt. Als junger Spieler glaubt man, man hat ja noch Zeit. Aber jetzt ist für mich der Moment gekommen, ganz oben zu stehen.“
Diesen Ehrgeiz möchte er auch in der Mannschaft sehen: Die Basis stimme, das Team sei letzte Saison eng zusammengewachsen. Für die kommende Spielzeit gelte es nun, noch konsequenter anzugreifen und den nächsten Schritt zu machen.
Emotionen, die bleiben
Besonders in Erinnerung geblieben ist der Nummer 96 der Wölfe das spektakuläre Heimspiel gegen die Hannover Scorpions, dass die Wölfe nach dramatischem Verlauf noch drehen konnten. Die Stimmung in der NETZSCH Arena und die Emotionen auf und neben dem Eis hätten sich tief eingeprägt. Momente, die zeigen, welches Potenzial in Team und Umfeld steckt.
Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Für Valasek ist der Saisonstart immer etwas Besonderes – vor allem wegen der Kabine, der Fans und der einzigartigen Atmosphäre in der NETZSCH Arena. Genau diese Kombination mache für ihn den Reiz des Eishockeys aus.
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe; Foto: Mario Wiedel