wiesenfest2017 116.6.2017 - In drei Wochen hat das lange Warten ein Ende. Das Selber Wiesenfest lockt die Menschenmassen wieder auf den Goldberg. Familienspaß und Action, das steht auch diesmal wieder auf dem Festgelände und da natürlich bei den verschiedenen Fahrgeschäften auf dem Programm.

Von altbewährt bis hin zu neu und modern, für Genießende und Wagemutige und für jung und alt. Abwechslungsreich gestaltet sich wieder der Vergnügungspark. Fahrattraktionen, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen eine immer wieder wichtige Frage sind. Die Aufregung ist besonders groß, wenn es darum geht, wo man am liebsten sein Wiesenfest- und Taschengeld loswerden kann. Nicht nur die heimischen Fans des Nervenkitzels freuen sich auf so manch Attraktion. Längst tauschen sich deutschlandweit Fans von Fahrgeschäften und Volksfesten in diversen Internetforen aus, fachsimpeln und gehen Woche für Woche mit dem Besuch von Festplätzen einer großen Leidenschaft nach. Gerne wird da auch aus und über Selb berichtet. Stets mit lobenden Worten, genießen da schließlich auch diese Gäste die einzigartige Atmosphäre.

wiesenfest2017 2Familienspaß ist auf dem Goldberg immer wieder aufs Neue garantiert, wohl für jeden ist etwas dabei. Kindgerechte Karussells bis hin zu rasanten Fahrten, der Vergnügungspark verspricht Action und Spaß zugleich. Das Schöne: natürlich trifft man auch heuer oft auf die gleichen Schaustellerfirmen am angestammten Platz. Das Nostalgiekarussell von Michael Korn aus Bayreuth beispielsweise, auf dem auch der Selber Spielmanns- und Fanfarenzug zum Abschluss am Wiesenfestmontag gerne einmal eine musikalische Runde dreht. Oder das Pinocchio-Werfen, das auch schon seit über 40 Jahren und mittlerweile gar nur noch in Selb vertreten ist. Die Mischung aus Altbewährtem und ein klein wenig Abwechslung, wohlwissend, auch jedes Alter der Festbesucher mit Interessantem abzudecken, das macht das besondere aus.

Die Stadt Selb vertraut bei der Aufstellung der zugelassenen Fahrgeschäfte und Buden wiederum ganz auf die Arbeit von Günther Wunderle aus Hersbruck, dem Vormann der Fahrgeschäfte auf vielen Volksfesten, einst langjähriger Vorsitzender des bayerischen Schaustellerverbandes. Das hat natürlich einen Vorteil. Neben den Begebenheiten auf dem Goldberg und dem notwendigen Kontakt zum Ordnungsamt Selb, genießt der Fachmann zahlreiche Kontakte zu Schaustellern. Sollte da beispielsweise ein Schausteller für Selb kurzfristig absagen müssen, so könnte man schnell für Ersatz sorgen.

Neben dem Nostalgiekarussell wird es heuer noch ein modernes Kinderkarussell geben. Dieses stellt die Schaustellerfamilie Bergmann aus Nürnberg auf. Aufregende Runden im Feuerwehrauto, Hubschrauber und Co. dürften für die Kleinsten somit garantiert sein. Weiter wird bei den jungen Besuchern beim „Crazy Carpet“ („Fliegender Teppich“ für Kinder) sowie dem Kinder-Laufgeschäft „Mäuse Stadt“ Langeweile wohl kaum aufkommen.

Ein Laufgeschäft gibt es natürlich auch für die Älteren. Erstmals in Selb wird der „Chaos Airport“ anzutreffen sein. Schausteller Mario Haberkorn aus Erfurt lädt hier das Publikum mit einem actionreichen Hindernisparcours zu einem Trip durch einen völlig chaotischen Flughafen.

Ein Stück Nostalgie, freilich gepaart mit modernster Technik, das ist das immer wieder seit Generationen faszinierende Kettenkarussell „Wellenflug“. Das in diesem Fall im Jahr 1986 gebaute Fahrgeschäft ist seit wenigen Monaten in neuen Händen. Der Schausteller Manuel Kaplan aus Kaiserslautern hat dieses vom Nürnberger Harald Drelischek, der zuvor schon öfters in Selb zu Gast war, übernommen.

Das Familienfahrgeschäft ist wie schon oft, meist im Wechsel mit dem „Golden Star“, am angestammten Platz neben dem Autoscooter. Diesen gerade für Jugendliche magischen Anziehungs- und Treffpunkt zugleich liefern wiederum die Diebolds aus Augsburg.

wiesenfest2017 1Vom Typ Breakdance wird wie schon vor zwei Jahren der „Happy Traveller“ für schnellen Fahrspaß sorgen. Heino Winter aus Bremen wird mit diesem Fahrgeschäft, das eine Kapazität von 32 Personen hat und seit 1986 auf Volksfesten im Einsatz ist, in Selb dabei sein. Flotte actionreiche Runden sind außerdem vom Typ Berg- und Talbahn im „Musik Express“ der Kreft GbR aus Duisburg zu erleben.

Höhenrauschsüchtige kommen im „Rocket“, der zum Typ Afterburner gehört, auf ihre Kosten. Dieses Fahrgeschäft von M. Hartmann aus Hagen, das jede Menge Adrenalinrausch verspricht, ist ähnlich einer Schiffschaukel. Sechs drehbare Fahrgastträger (à vier Plätze) sind hier an einem langen Schaukelarm aufgehängt. Zu Fahrtbeginn wird der Boden unter den Fahrgastträgern abgesenkt, der Arm fliegt dann in bis zu 25 Meter Höhe, während sich die Gondeln selbst nicht mit bis zu 15 Umdrehungen pro Minute bewegen.

Schießbuden des Nürnberger Unternehmens Rohr und der Familie Kreis-Hoffmann aus Fürth, die zudem mit dem beliebten Entenziehen wieder dabei ist, wie auch Ballonspickern, angeboten von Ch. Holler aus Würzburg, werden weiter für jede Menge Unterhaltung und Spannung sorgen. Und vielleicht klappt es neben so manch kleinem Trostpreis auch mit einem Hauptpreis. So auch bei der Losbude des Unternehmens Übel aus Nürnberg.