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gemeindeverein selb erkersreuth 051914.5.2019 - Die erste Fahrt des Evang. Gemeindevereins Erkersreuth und Selb-Plößberg im Jahre 2019 führte die Mitglieder in die Haßberge nach Unterfranken. Erster Halt war in der Stadt Königsberg in Bayern mit seinen fachwerkverzierten Häusern. Wie aus dem Bilderbuch, so präsentierte sich Königsberg den Selbern.

Als sie das Stadttor hinter sich gelassen haben, erfreuten sie sich an malerischen Gassen und einem Marktplatz, der Geschichte greifbar machte. Historisches Pflaster, Kletterrosen und Fachwerk verschmelzen zu einem Bild der besonderen Harmonie. Als Ensemble von europäischem Rang steht die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz. Doch Königsberg ist kein Denkmal, sondern eine lebendige fränkische Kleinstadt, in der die Menschen Geschichte, Gegenwart und Zukunft leben und gestalten. Hier steht auch das Geburtshaus des berühmtesten Mathematiker und Astronom des 15.Jahrhunderts, Johann Müller – genannt Regiomontanus. Mit ihm begann die Kopernikanische Wende und somit gilt er als Wegbereiter des neuen Weltbildes. Er gründete in Nürnberg die erste deutsche Sternwarte und beschäftigte sich in seinen Werken mit zahlreichen mathematischen Problemen. Zu einem nicht geringen Teil ist auch die Entdeckung Amerikas der Verdienst von Regiomontanus. An der nordöstlichen Ecke des Rathauses steht seit 1955 der Roland und ist somit die südlichste Rolandsfigur Deutschlands. Das Glockenspiel auf dem Rathausdach um 11.30 Uhr erfreute die Selber. Zu den jeweils passenden Melodien treten vier Figuren der Königsberger Geschichte hervor: Regiomontanus, General Tilly, Reichsgraf von Seckendorff und der Roland. Auch die evang.-lutherische Marienkirche wurde besucht. Als eine der ansehnlichsten gotischen Pfarrkirchen ragt ihr Turm 46 m in den Himmel.

Zweiter Halt war in Haßfurt mit seinen 14.000 Einwohnern. Das relativ gerade verlaufende Straßennetz der Altstadt sowie die parallel zum Main verlaufende Hauptstraße lassen auf eine planmäßige Gründung schließen. Ein Stück der Stadtmauer und drei Türme erinnern noch an die einstige Wehrhaftigkeit. Mittelpunkt der Altstadt ist der geräumige Marktplatz, der im Norden von der Pfarrkirche abgeschlossen wird. Der Besuch galt hier vorwiegend der Ritterkapelle. Der spätgotische Charakter dieser Kapelle hat sich trotz späterer Veränderungen recht gut erhalten, besonders markant ist der Chor. Am Rundbogenfries wurden 248 Wappenschilder von größtenteils fränkischen, aber auch schwäbischen Adelsgeschlechtern in dreifacher Reihe angebracht. Aber auch der spätgotischen katholischen St. Kilian-Kirche wurde ein kurzer Besuch gewidmet, denn die Prunkstücke der Kirchenausstattung sind zwei von Tilman Riemenschneider geschaffene Statuen: „Johannes der Täufer“ und „Maria mit dem Kind“. Auch die im Altarschrein vereinten Kirchenpatrone werden der Werkstatt Riemenschneiders zugeschrieben.

Zufrieden und gut gelaunt fuhren die Selber wieder nach Hause und bedankten sich beim Reiseleiter Dr. Hermann Kunze für den gelungenen Tag.

gemeindeverein selb erkersreuth 0519selb-live.de – Presseinfo Evang. Gemeindevereins Erkersreuth und Selb-Plößberg

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