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vdk selb frankenwein5.11.2018 - Bedingt durch kurzfristige Ausfälle und Absagen war es nur noch eine kleine Reisegruppe, die sich kürzlich mit dem VdK Ortsverband Selb bei sonnigem und warmen Herbstwetter auf den Weg an die Mainschleife machte. Dort liegt Nordheim, das Ziel der Selber Reisegruppe.

Mit 500 Hektar Rebfläche ist Nordheim die größte Weinbaugemeinde Frankens und reich an Geschichte und Sehenswürdigkeiten. Doch noch bevor die Gruppe ihren Urlaubsort erreichte, kam es bereits unterwegs zur ersten Begegnung mit dem Frankenwein. In der historischen Weinstadt Iphofen wurde eine längere Mittagspause eingelegt und in der „Goldenen Krone" und in der Vinothek die ersten „Schöppla" des guten Frankenweins verkostet. Nach Ankunft im Hotel im idyllischen Weinort Nordheim am Main  bekamen die Selber Gäste zur Begrüßung ein Stück Zwiebelkuchen und ein weiteres „Schöppla" serviert. Die nächsten Schoppen folgten natürlich zum Abendessen und sorgten so für die nötige Bettschwere und einen guten Schlaf in der ersten Urlaubsnacht.

Am folgenden  Tag machte sich die Gruppe  mit  Herrn Borst, Winzer und ehemals 2. Bürgermeister von Nordheim, auf den Weg, das 1000-Einwohner-Weindorf gründlich zu erkunden. Nordheim ist ein sehr gemütlicher Ort, der zum Bummeln und zum Übernachten einlädt und in dem es sehr beschaulich zugeht. Gerne folgten die Selber Gäste der Einladung ihres Gästeführers zu einer Weinprobe in dessen Weingut. In der Probierstube des Weingutes Borst wurde so manches edle Tröpfchen der bekanntesten Weinlagen Nordheimer Vögelein und Kreuzberg verkostet. Am Nachmittag folgte ab und bis Volkach eine gemütliche Mini-Kreuzfahrt mit der „Undine" auf dem Main. Danach besuchte man die bekannte Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten" mit der berühmten Rosenkranzmadonna von Tilman Riemenschneider. Am nächsten Tag fuhr die Gruppe nach Volkach, einem der beliebtesten Ziele in Mainfranken. Hier gab sich der Volkacher Ratsherr die Ehre und empfing in alter Tracht vor dem malerischen, historischen Rathaus die Selber Gäste. Empfang, Begrüßung, kleine Weinprobe und nette Gespräche mit dem Ratsherrn bleiben ebenso in angenehmer Erinnerung, wie die nachfolgende Stadtführung „Von Tor zu Tor - der Altstadtrundgang" mit Besichtigung der spätgotischen Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus und des barocken Schelfenhauses. Nach der Mittagspause begab sich die Gruppe ganz bequem mit dem Bus und einer Volkacher Gästeführerin auf die Mainschleifen-Rundfahrt. Ziele der Mainschleifenrundfahrt waren Astheim (Kartause), die Aussichtsplattform „Terroir f“ und das bekannte Winzerdorf Sommerach. Für die Weinfreunde ist der sonnenverwöhnte Katzenkopf ein Begriff. Zur Abwechslung wurde an diesem Nachmittag der sonnige Biergarten der Privatbrauerei Krautheim aufgesucht. Das süffige Bier und der kräftige Schluck gegen den Durst sind auch im Weinland Franken nicht zu verachten.

Letzte Etappe der Rundfahrt war das 400 Einwohner große Dorf Escherndorf, das fast ausschließlich vom Weinbau lebt. Die berühmteste Lage ist der Escherndorfer Lump und schon Goethe liebte die Escherndorfer Weine. In Escherndorf begab sich die Gruppe auf die Mainfähre und setzte in den gegenüberliegenden Urlaubsort Nordheim über. Im Rahmen der Halbpension gab es an diesem Abend ein fränkisches Häckerbuffet (Brotzeitspezialitäten der Region) und anschließend eine lange, ausgiebige und sehr lehrreiche Frankenweinprobe (6 Weine) mit Jungwinzer Christian Sauer aus Nordheim.

Der letzte Urlaubstag wurde nochmals zu einer Rundfahrt genutzt und die Orte Stammheim (Deutschlands größtes Privatmuseum für Militär- und Zeitgeschichte), Fahr, vorbei an der Hallburg nach Volkach genutzt. Der Nachmittag wurde im sonnigen Weingarten der Vogelsburg verbracht und die phantastische Aussicht über die Mainschleife genossen. Ein Höhepunkt des Urlaubs folgte nach dem Abendessen im Hotel: das Wirtshaussingen mit den Heidenfelder Wirtshausmusikanten. In gemütlicher Runde und aus vollem Herzen pflegten Einheimische und Gäste gemeinsam das Wirtshaussingen, ein wahres fränkisches Brauchtum. Ein feucht-fröhlicher, langer Abschiedsabend, der den Selber Gästen sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Nordheim und vom gastfreundlichen Weinhotel - aber erst nachdem etliche Weinkartons „Haustrunk" im Bauch des Busses verstaut waren. Eine letzte große Pause wurde in einem weiteren fränkischen Kleinod eingelegt: in Sommerhausen mit seinem romantischen Ortsbild. Sommerhausens historische Stadtmauer umschließt eine Vielzahl von Schätzen - geschichtliche und kulturelle ebenso wie genussvolle.

Reiseleiter Toni Lang hatte wieder einmal den richtigen Riecher und den richtigen Draht zum Wettergott: Es waren fünf herrliche sonnige, warme Tage und im wahrsten Sinne des Wortes ein „Goldener Herbst". Es war eine wundervolle Weinreise: familiär, gemütlich, fröhlich und genussvoll. Den Fahrtteilnehmern wird dieser Heimaturlaub in Weinfranken stets in angenehmer Erinnerung bleiben.

vdk selb frankenweinselb-live.de – Presseinfo VdK Selb