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kickers 2018.10.28 14.00

naturfreunde selb schellenebrg 0818 2.8.2018 – Eine interessante Gipfeltour im Oberpfälzer Wald absolvierten die Sonntagswanderer der Naturfreunde Selb, nachdem sie ein vollbesetzter Kleinbus bis zur Silberhütte, dem bekannten Skilanglaufgebiet, gebracht hatte. Hier, am verwaisten und zum Verkauf stehenden Unterkunftshaus

des Oberpfälzer-Wald-Vereins in 818 m Höhe begann der kurze und leichte Aufstieg zum Entenbühl, dem mit 900 Meter zweithöchsten deutschen Gipfel des nördlichen Oberpfälzer Waldes. Eine kleine Kapelle, vormals ein Kriegsbunker, lädt neben einer Felsplatte mit dem unscheinbaren Gipfelkreuz im hohen Fichtenwald zum kurzen Verweilen ein. Nun ging es auf bequemen Waldpfaden fast nur noch bergab – bei der Sommerhitze eine sehr angenehme Sache. Schon bald war am historischen Kreuzstein Tschechien erreicht, und nun ging es erst auf einem deutsch-tschechischen Weg entlang, der beidseitig mit Grenzsteinen markiert ist, und dann ein Stück kaum merklich bergauf bis zum ersten Zielpunkt des Tages: dem tschechischen Havran (Großer Rabenberg) mit dem ehemaligen Militär-Überwachungsturm, der inzwischen zu einem Aussichtsturm umgebaut wurde und eine atemberaubende Rundsicht bietet. Von den Ausläufern des Hohen Fichtelgebirges über Steinwald, den Fischerberg bei Weiden und die westlichen Höhenzüge dahinter über die vielen Kuppeln des bayerischen und böhmischen Grenzgebirges im Süden bis zum Tillenberg im Nord-Osten reichte der Blick. Nach ausgiebigem Studium der Orientierungstafel und gemütlicher Rast in der schattigen Schutzhütte wandte man sich wieder deutschem Gebiet zu. Vorbei am auffälligen Brotfelsen, einem Felsturm mit der typischen Wollsackverwitterung, erreichte die Gruppe bald die gewaltigen Granitburgen, auf denen die kleinen Reste der Ruine Schellenberg thronen. Die im 14. Jahrhundert errichtete Festung gegen Einfälle aus Böhmen wurde knapp 200 Jahre später teilweise zerstört und nicht mehr aufgebaut. Heute bieten sich von der hölzernen Aussichtsplattform ebenfalls zauberhafte Ausblicke. Tische und Bänke im Schatten riesiger alter Buchen luden zum Ausruhen ein, bevor der Abstieg auf romantischem Wurzelpfad in Angriff genommen wurde. Einen kurzen Abstecher waren die markanten Bärenfelsen mit dem „Dolmen“ einer riesigen Steinplatte auf vier Füßen wert, über deren rätselhafte Entstehung in Fachkreisen diskutiert wird. Am Wanderparkplatz Planer Höhe, wo ein steinerner Brunnen eine kühle Erfrischung bot, wartete der Bus, um evtl. Fußkranke oder Müde aufzunehmen. Doch die Wanderer zogen es vor, schnellen Schrittes das letzte Stück bis Gehenhammer auf bequemem Waldweg zu bewältigen. In der Alten Mühle, eine historische Mahlmühle, bei der sich noch das große Wasserrad dreht, fand man herzliche Aufnahme, und bei guter Bewirtung ließ man den schönen Tag gemütlich ausklingen. naturfreunde selb schellenebrg 0818

selb-live.de – Presseinfo Naturfreunde Selb