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logo aktive buerger selb19.1.2020 - „Die Aktiven Bürger treten nicht nur mit einer vollständigen Liste, sondern auch mit einem Oberbürgermeisterkandidaten Uli Pötzsch an, der die Stadt in den letzten sieben Jahren erfolgreich geführt hat“, so begrüßte Stadtrat Dr. Klaus von Stetten die Gäste der Wahlversammlung in Silberbach. Uli Pötzsch sei eine Persönlichkeit,

die integrieren und begeistern könne. Polarisieren läge ihm fern. So sei es auch zu erklären, dass der Stadtrat in den letzten sieben Jahren sehr konstruktiv und sachlich zum Wohle der Stadt gearbeitet habe. Fast alle wichtigen Entscheidungen, insbesondere zu den großen Zukunftsprojekten der Porzellanstadt, seien in dem Gremium einstimmig ausgefallen.

Am 15. März würden sich 24 Kandidatinnen und Kandidaten der Aktiven Bürger für ein Mandat im Stadtrat bewerben. „Erfreulich ist, dass zehn engagierte Frauen dabei sind“, so von Stetten. Dafür wurde keine Quote benötigt.

In seinem kurzen Referat ging Oberbürgermeister Pötzsch auf seine erste Amtszeit ein. „Opposition ist leichter als regieren“, bemerkte er mit einem Augenzwinkern. Das hätten die Aktiven Bürger in den letzten Jahren realisiert, sich aber davon nicht irritieren lassen. Bei seinem Amtsantritt sei die wichtigste Aufgabe gewesen, mit einer vernünftigen Finanzpolitik den städtischen Haushalt zu sanieren. Ein genehmigter Haushalt sei eine Voraussetzung, die Eigenmittel für die zahlreichen Projekte der Stadt zu stemmen. „Nur Geld fordern, kommt bei den Ministerien nicht gut an“, so Pötzsch. Man erwarte dort ausgereifte Ideen, die aus den Fördertöpfen bedient werden könnten. Das sei in den letzten Jahren gelungen. Dankbar sei er für die hohe Förderung mit bis zu 90 Prozent für verschieden Vorhaben. „Wir sind nicht nur auf einem guten Weg, wir können uns den Weg auch leisten“, stellte der Oberbürgermeister fest. In Silberbach seien drei größere Themen zu bearbeiten gewesen. Die Breitbandversorgung, die Radwegeanbindung und die Zukunft der Dorffeuerwehr.

Silberbach sei inzwischen mit schnellem Internet versorgt. Beim Radweg nach Selb habe man geduldig verhandelt, mit dem Ergebnis, dass der Bau zu 100 Prozent vom Freistaat finanziert werde. Bis Herbst 2020 soll der Radweg fertiggestellt sein. „Man muss auch einmal Geduld beweisen, gerade wenn es um die Finanzierung von Projekten geht“, kommentierte Pötzsch den zeitlichen Verlauf der Planungen.

Eine funktionierende Feuerwehr, auch auf den Dörfern habe für die Aktiven Bürger hohe Priorität. Dort sei sie nicht nur für den Brandschutz und technische Hilfeleistungen zuständig, sondern sei auch das soziale Zentrum, in dem ein Teil des Dorflebens stattfinde. Pötzsch sei deshalb dankbar, dass es auch auf Selbs Dörfern sehr gute ehrenamtliche Wehren gebe. Deshalb arbeite man schon länger an einer Lösung, wie man die Räumlichkeiten des Silberbacher Feuerwehrhauses erweitern könne. „Wir werden das nicht auf die lange Bank schieben, der amtierende Stadtrat soll sich noch damit beschäftigen“, verdeutlichte der Oberbürgermeister.

Anschließend stellten sich die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der Aktiven Bürger vor. Einhellig waren sie der Auffassung, dass es motiviere, in der entstandenen Aufbruchsstimmung helfen zu können, die Stadt weiter positiv voranzubringen.

In der regen Diskussion mit den anwesenden Silberbachern war das Stadtbild ein zentrales Thema. Wolfgang Künzel schlug vor, mit der älteren Bausubstanz vor allem in der Innenstadt sorgfältig umzugehen. Uli Pötzsch erläuterte die derzeitige Strategie. Marode Gebäude müssten weichen, da ein privater Investor und auch die Stadt hier nicht mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln sanieren könnten. Man werde aber stets versuchen, insbesondere für das Stadtbild bedeutende Gebäude zu erwerben und diese einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Ein Käufer müsse an exponierter Stelle auch die Mittel haben, von Grund auf zu sanieren. Darauf werde man achten. Er erinnerte auch an die in den letzten Jahren geschaffenen Fördermöglichkeiten für Hausbesitzer im Sanierungsgebiet Innenstadt. Mit dem Mütterhaus, dem FAM und JAM habe man mit Hilfe junger spanischer Architekten moderne Gebäude geschaffen, die in Architektenkreisen weltweit für Aufsehen gesorgt hätten.

Erhard Maier erkundigte sich nach einem Lückenschluss des Radwegs entlang der Staatsstraße zwischen Silberbach und Sommerhau. Das sei zwar derzeit nicht konkret geplant, da mit dem Radweg von Selb nach Silberbach der Anschluss an den Egerradweg geschaffen werde soll, stellte Pötzsch fest. Es sei aber ein Vorschlag, den man im Auge behalten müsse, da der Freistaat den Radwegebau entlang der Staatsstraßen sehr gut fördere.

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

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