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21.1.2020 - Die Kirchengemeinde Erkersreuth hofft auf eine Fertigstellung der aktuellen Bauprojekte im Jahr 2020. Nachdem der Kindergartenbau durch die Stadt gut vorangeht, die kirchenaufsichtlichen Genehmigungen für das „Gemeindezentrum Zwiebel“ und auch Pläne für den neuen Parkplatz vorliegen, ist die Kirchengemeinde guter Hoffnung.

Und so stellte Pfarrer Dr. Jürgen Henkel beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde am Sonntag in Aussicht: „Im Idealfall werden in diesem Jahr das neue Gemeindezentrum Zwiebel, der neue Kindergarten und der neue Parkplatz eingeweiht. Wir hoffen und beten, dass das klappt.“

Der Ortspfarrer gab im Rahmen des Empfangs in der Schulturnhalle von Erkersreuth einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und einen Ausblick auf das neue. Besonderes Augenmerk lenkte der Geistliche auf den Neubau des Kindergartens: „Nach jahrelangen teilweise nicht ganz einfachen Klärungsprozessen mit der Stadt Selb, bei denen um die bestmögliche Lösung gerungen wurde, gab es im Mai den ersten Spatenstich für den neuen Kindergarten. Im Juli folgte die Grundsteinlegung, im Dezember das Richtfest. So kann auch jetzt im Winter nahtlos weitergearbeitet werden. Denn wenn oben dicht ist, kann innen gearbeitet werden.“

Henkel würdigte das Projekt als „Gemeinschaftswerk“. Die Stadt baue den Kindergarten, die Kirchengemeinde werde ihn als Träger betreiben. Für die Einrichtung wäre eine Einweihung im Frühsommer ideal. „Es wäre gut, wenn der Umzug noch in diesem Kindergartenjahr erfolgen könnte und dann das neue Kindergartenjahr schon reibungslos im neuen Haus starten könnte. Wir sind guter Hoffnung.“

Die Zukunft des Kindergartens in Selb-Plößberg stehe indes in den Sternen. „Gerne würden wir auch den Kindergarten dort weiterführen. Doch auch dieses Gebäude würde zuerst eine Generalsanierung brauchen. Wir werden uns nach dem Umzug darüber Gedanken machen und alle möglichen Varianten prüfen. Dabei werden wir auch unser unter Mitwirkung eines Museologen sehr professionell erstelltes Konzept für ein deutsch-tschechisches Museum zu Selb und Asch und unserer Kirchengemeinde dort wieder aufgreifen.“

Der Kauf der Vereinsgaststätte „Zwiebel“ stehe nun kurz vor dem Abschluss. „Erste Planungen und Auftragsvergaben haben wir vorgenommen für die Zwiebel. Sobald die Zwiebel uns gehört, wird dort auch wirklich so schnell wie möglich gearbeitet. Es ist ein guter und wichtiger Schritt für Erkersreuth.“ Auch die Pläne für den neuen Parkplatz neben dem Pfarramt sind weit gediehen. „Wir schaffen hier Parkplätze für den Kindergartenbetrieb während der Woche, für das Personal und die Eltern, aber auch für die Gottesdienste und Veranstaltungen in der Kirche und in der Zwiebel.“ Pfarrer Henkel dankte der Stadt Selb und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. „Der Stadtrat hat beschlossen, die Hälfte der Kosten für diesen Parkplatz zu übernehmen, weil wir natürlich auch für den Kindergarten Parkraum schaffen.“

Der Ortsgeistliche ließ anschließend die Veranstaltungen des Jahres 2019 Revue passieren. Henkel erwähnte unter anderem das Neujahrskonzert mit Jan Esterle und weiteren tschechischen Künstlern, die Fastenaktion zum Sonntag Invokavit, die Reihe „Kirche im Dorf“, das große Jubiläum des Gemeindevereins sowie die Adventsfahrt nach Neumarkt in der Oberpfalz und die Konfirmandenrüstzeit in Berlin mit Besuch im Deutschen Bundestag.

Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Regina Netzsch, ging in ihrer Ansprache unter anderem auf das Gemeindeseminar mit Klausurtagung des Kirchenvorstands in Bad Kösen ein. „Es hat mich sehr gefreut, dass wir nach längerer Pause wieder ein solches Gemeindeseminar durchführen konnten. Wir haben uns mehrere Tage lang mit aktuellen Fragen wie der Zukunft des Christentums und natürlich unserer aktuellen Gemeindesituation beschäftigt. Dazu gab es ein tolles Rahmenprogramm.“

Bei diesem Seminar konnten nach den Worten der Vertrauensfrau wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden. „Wir haben einige grundlegende Ziele unserer Gemeindearbeit für die Amtszeit des Kirchenvorstands bis 2024 festgelegt. Und wir sind fleißig dabei, diese Ziele zu verwirklichen. Wobei die konkreten Baumaßnahmen und das neue Gemeindezentrum in der Zwiebel natürlich im Moment besonders wichtig sind.“ Regina Netzsch dankte allen Pfarrern und Lektoren, die während der längeren Erkrankung von Pfarrer Dr. Jürgen Henkel 2019 Vertretungen übernommen haben und auch die Durchführung der beliebten Gottesdienstreihe „Kirche im Dorf“ ermöglicht hätten.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch würdigte in einem Grußwort die vielfältigen Aktivitäten der Kirchengemeinde. „Hier wird viel für die Allgemeinheit geleistet, was die Stadt selbst alleine nicht aufbieten könnte. Wir sind den Vereinen und Kirchengemeinden hier zu Dank verpflichtet und wissen das auch zu würdigen.“ Auch er verlieh seiner Freude über den aktuellen Stand in Sachen Kindergarten Ausdruck: „Wir freuen uns, dass der Bau so gut vorangeht.“

selb-live.de – Presseinfo Kirchengemeinde Erkersreuth

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