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12.5.2019 - „In Selb wird das Thema Insektenschutz ernst genommen“, das stellte Oberbürgermeister Uli Pötzsch beim Mai-Stammtisch der Interessengemeinschaft Aktive Bürger in der Gaststätte „Schützengarten“ fest. Bereits seit dem letzten Jahr befasse man sich intensiv

mit den Anregungen des Arbeitskreises „Blühendes Fichtelgebirge“ und sei längst bei der Umsetzung. „Was mit der Blühwiese am ehemaligen Containerplatz an der VHS begonnen hat, setzen wir auf anderen städtischen Flächen weiter fort“, so Pötzsch. Neben der Christuskirche werde ein Lehrgarten für Blühwiesen entstehen. Auch an der Ortsverbindung nach Vielitz und entlang des Brückenradwegs bei Längenau seien bereits insektenfreundliche Blühwiesen geplant. „Bei allen Maßnahmen ist uns der Rat der Fachleute bei der Stadtgärtnerei, beim Bund Naturschutz und bei den Selber Gartenfachbetrieben wichtig“. Beim Mähen der Straßenränder werde künftig darauf geachtet, dass nur noch ein schmaler Streifen entlang der Fahrbahn regelmäßig gemäht werde. Das allerdings erfordere die Verkehrssicherheit. Stadtrat Dr. Klaus von Stetten erinnerte in diesem Zusammenhang an die geplante Renaturierung des Selbbachs im Stadtgebiet. Die Stadt werde dabei vom Wasserwirtschaftsamt unterstützt. In der Pfaffenleithe werde ein Wasserspielplatz für Kinder entstehen. Jana Fischer schlug vor, künftigen Bauherren von Beginn an eine fachliche Begleitung der Stadt bei der Anlage ihrer Gärten anzubieten. Stadträtin Anneliese Schade wies auf die Notwendigkeit hin, über die sozialen Medien mehr Werbung für blühende Gärten zu veröffentlichen.

Auf die Situation bei den Kindertagesstätten angesprochen erläuterte Uli Pötzsch, dass der Bedarf an Plätzen erfreulicherweise zunehme. Die Bevölkerung wachse insbesondere durch den Zuzug und die Rückkehr junger Familien mit Kindern. Der Neubau des größeren Erkersreuther Kindergartens sei im Gang, ein weiterer Kindergarten entstehe auf dem Platz hinter der Jahnturnhalle. Aufgrund des derzeitigen Bedarfs müsse man sogar einen Übergangskindergarten in Modulbauweise neben dem Schulzentrum errichten. Man rechne damit, dass in absehbarer Zeit weitere Kindergartenplätze gefragt seien. „Unser Wunsch wäre es, bei weiter steigendem Bedarf wieder eine Kindertagesstätte in Selb-Plößberg zur Verfügung stellen zu können“, kommentierte Uli Pötzsch die positive Bevölkerungsentwicklung.

Ein weiteres Stammtischthema waren die geplanten Radwege um und durch Selb. „Gefördert und auch sehr gut genutzt werden Radwege unmittelbar entlang der Staatsstraßen“, erläuterte der Oberbürgermeister. Es gehe jetzt schnell voran. Nach dem Brückenradweg seien der Radweg von Silberbach nach Selb und der Selber Abschnitt des Perlenradwegs von Schönwald kommend über Selb-Plößberg nach Tschechien bereits im Planungsstadium. Aktuell habe der Stadtrat auf Vorschlag der Stadtverwaltung den Bau eines Radwegs entlang der Staatsstraße von Selb nach Spielberg beschlossen. Den bereits bestehenden, naturbelassenen Radweg von Oberweißenbach über Steinselb nach Spielberg könne man parallel weiter nutzen. Die Stammtischbesucher schlugen vor, diesen Radweg in seiner jetzigen Form mit einer verbesserten Markierung zu versehen. „Bei allen Straßenbaumaßnahmen in der Stadt werden wir künftig dort, wo es möglich ist einen Radweg vorsehen,“ so Pötzsch.

„Unbedingt zum Waldbad Langer Teich radeln und einen Sommertag dort verbringen“, schlug Klaus von Stetten den Stammtischbesuchern vor. Es sei faszinierend, was der Förderverein und die Stadt Hand in Hand aus dem Naturbad gemacht hätten. Er bedauerte, dass die Bundesregierung die beantragte Förderung nicht bewilligt habe.  

Dr. Wolfgang Kaiser warb dafür, auf jeden Fall an der Europawahl teilzunehmen. „Die Stimme für eine der demokratischen Parteien abzugeben ist wichtig, wenn man ein Europa in Frieden und Freiheit erhalten will“. Und dafür würden die Aktiven Bürger stehen.

Jana Fischer berichtete, dass die Schüler der Fachschule für Produktdesign in der Regel sehr positiv auf ihre Ausbildungszeit in Selb zurückblicken würden. Das leiste einen bedeutenden Beitrag zur Imagepflege der Porzellanstadt. Sie erinnerte auch daran, dass Oberfranken die drittgrößte Industriedichte innerhalb Europas aufweise. Auch das sei ein Pfund, mit dem sich werben lasse. Anneliese Schade ergänzte, dass kaum eine andere Stadt von der Größe Selbs ein vergleichbares Angebot an Kulturveranstaltungen und Festen aufweisen könne. In den nächsten Monaten hätten die Selber und ihre Gäste von auswärts wieder die Qual der Wahl, weil es bei der Vielzahl von Veranstaltungen notgedrungen zu Überschneidungen komme. „In Selb ist richtig was los, man muss es nur nutzen,“ schwärmte die Stadträtin. 

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

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