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10.2.2019 – „Wir tun etwas für die jungen Selberinnen und Selber“, das stellte der Sprecher der Aktiven Bürger Dr. Klaus von Stetten bei deren Februar-Stammtisch in der Gaststätte Schützengarten vor rund 30 Besuchern fest. Neben Pumptrack, Wavegarden und

Kinoerhalt sei das Jugendtaxi ein weiterer Schritt auf dem Weg, die Porzellanstadt noch attraktiver für junge Leute in Selb zu machen. Dazu trage auch der sehr engagierte Jugendbeirat mit guten Ideen bei. So habe die Veranstaltung Winter-Wonderland im Rosenthalpark ein beachtenswertes Debüt feiern können.

Auf Nachfrage von Günter Heinrich erläuterte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch den interessierten Stammtischbesuchern die komplexen Herausforderungen bei den großen städtischen Projekten Bayerisch-Tschechische Freundschaftswochen, Masterplanprozess und Factory In. Alles laufe entsprechend den Planungen, Verzögerungen im Ablauf seien bei Projekten dieser Größenordnung stets absehbar. „Es geht mir nicht um Stadtpolitik, die auf schnelle Effekte abzielt“, erklärte Pötzsch. Vielmehr habe man in den letzten fünf Jahren ein Konzept geschaffen, wie sich die Stadt nachhaltig entwickeln könne. Die Innenstadt werde hauptsächlich von den zu erwartenden Besucherströmen in beiden Outlets wesentlich profitieren. Allein zwischen ehemaligem Storg und Factory In werde derzeit mit privaten Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro geplant.

Klaus von Stetten ging auf die Übernahme des Selber Unternehmens H.C. Starck Ceramics durch den japanischen Konzern Kyocera ein. „Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht für den Industriestandort Selb“, erklärte er. Diese strategische Kooperation sichere nicht nur den Standort Selb, sondern ermögliche einen Ausbau der Produktpalette und damit auch ein steigendes Angebot an Arbeitsplätzen. „Wir werden als Stadt Selb alles in unserer Macht stehende tun, um eine Betriebserweiterung zu unterstützen“, so von Stetten. So habe man gut daran getan, die Flächen zwischen H.C. Starck und Toom Baumarkt nicht für eine anderweitige Investition zur Verfügung zu stellen, sondern im Sinne des Unternehmens mit Weitblick zu agieren. Die Stadtverwaltung sehe sich mehr denn je als Dienstleister für Wirtschaft, Handwerk, Handel und vor allem für Investoren in Selb.

Als Mitglied des Bund Naturschutzes seien die Aktiven Bürger auch an dem Thema „Artenvielfalt“ interessiert. Die Stadt Selb werde mit gutem Beispiel vorangehen und auf ihren innerstädtischen Flächen Blühwiesen einrichten. Ein Beginn sei mit der Gestaltung des ehemaligen Containerplatzes am Wochenmarkt gemacht worden. Die ESM habe mit dem Blühwiesenprojekt am Karrenbühl bei Oberweißenbach für den Auftakt gesorgt.

Erfreulich sei auch, dass jetzt der Vorschlag der Aktiven Bürger-Stadträtin Irene Pohl, Selb zur Fair-Trade-Stadt zu machen in die Umsetzungsphase gehe, so von Stetten.

Ulrich Pötzsch stellte den Stammtischbesuchern die aktuelle Idee eines „carsharing“ mit online-Buchung vor. In Kürze werde in Selb ein 9-Sitzer-Fahrzeug zur breiten Verfügung stehen. Vereine, Freundes- und Jugendgruppen, Firmen aber auch Privatpersonen könnten von dem neuen Projekt profitieren.

Wolfgang Achtziger sprach Bewohnerklagen zum Wohnumfeld in der Jahnstraße gegenüber der Bognerschule an. Uli Pötzsch erläuterte, dass die ehemaligen Gewog-Häuser bereits vor seiner Amtszeit an privat verkauft worden seien. Es werde dort preisgünstig vermietet. Die Stadt habe nur begrenzte Einflussmöglichkeiten. Man werde sich aber trotzdem um die Entwicklung an diesem Brennpunkt kümmern. Weitere Themen in der Stammtischdiskussion waren die Ampelschaltphasen am Christian-Höfer-Ring und der Rückbau der alten Häuser in der Weißenbacher Straße.

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb