14.1.2018 – Zum ersten Stammtisch im Jahr 2018 begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten Oberbürgermeister Uli Pötzsch und zahlreiche Stammtischbesucher im wieder eröffneten Naturfreundhaus. „Wir freuen uns mit den Naturfreunden,

dass für die Traditions-Gaststätte wieder ein routiniertes Wirtsehepaar gefunden wurde“, stellte von Stetten fest und bedankte sich bei Wirtin Christine Benker für die Entscheidung sich in Selb zu engagieren.

Einhellig vertraten die Stammtischbesucher die Meinung, dass die weit über die Grenzen hinaus beliebten städtischen Veranstaltungen, wie Wiesenfest, Porzellinerfest, Bürgerfest und Weihnachtsmarkt von politischen Werbeveranstaltungen frei gehalten werden müssen. „Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn sich Privatpersonen zu wohltätigen Zwecken auf diesen Festen engagieren“, stellte von Stetten fest. Wenn der wohltätige Zweck aber als Vorwand für Parteiwerbung missbraucht werde, habe man hier vielleicht bald mit radikalen politischen Gruppierungen zu tun. Das sei auch nicht im Interesse derer, die in den Genuss der Spenden kommen.

In der anschließenden Diskussion über die Nutzung von ergänzenden Internethandel durch die örtlichen Einzelhändler verwies Dr. Wolfgang Kaiser auf die Praxis in Heilbronn. Über das Internet bestellte Waren könnten mit einem E-Mobil ausgeliefert werden. Zum Wert des Einzelhandels in Städten von der Größe Selbs regte Siegfried Glässel an, sich die Frage zu stellen was Selb im Vergleich zur Großstadt für Vorteile biete. Es seien nicht nur die günstigeren Mieten und Grundstückspreise, sondern auch der spezielle Service kleiner Handwerksbetriebe vor Ort. In der Großstadt finde man zum Beispiel kaum noch eine Schneiderei oder einen Schuster, der auch Reparaturen ausführe.

Auf die Frage von Günther Heinrich zur Sanierung der Hohenberger Straße und der Franz-Heinrich-Straße, erläuterte Oberbürgermeister Pötzsch, dass es sich um Staatsstraßen handle, für die das Straßenbauamt in Bayreuth zuständig sei. Die Stadt könne hier nicht einspringen. „Wir pflegen aber einen konstruktiven und guten Kontakt zu dieser Behörde“. Die Hohenberger Straße zwischen Abzweig Schützenstraße und Schulzentrum sei in oberer Priorität des staatlichen Bauamtes.

Geschwindigkeitsbeschränkungen und deren Kontrolle durch die Polizei waren ein weiteres Thema. Oberbürgermeister Pötzsch stellte dazu fest, dass die Stadt keine Radar-Messstellen vorgebe, sondern diese von der Polizei selbst ausgewählt würden. In vielen Tempo-30-Zonen seien diese ausdrücklich von den Anwohnern gefordert worden. Klaus von Stetten ergänzte, dass es sich um Regeln handelt, die man eben wie anderswo auch befolgen müsse. Letztendlich gehe es um die Sicherheit anderer, oft schwächerer Verkehrsteilnehmer.

Von Stetten verwies abschließend noch auf den Start der Unterschriftenaktion für das geplante Volksbegehren gegen die Straßenausbaubeitragssatzung. „Am 22. Januar geht es los, wenn bis dahin nicht eine eindeutige Aussage der Staatsregierung aus München kommt“.

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