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abendmahl tanzsaal10.10.2019 – Das gibt es relativ selten, aber bei der Kirchengemeinde Erkersreuth/Selb-Plößberg und Ascher Dörfer kommt es doch vor: das Heilige Abendmahl im Tanzsaal. Bei der Gottesdienstreihe „Kirche im Dorf“ in Mühlbach wird der Gottesdienst im ehemaligen Tanzsaal des Horst-Schaller-Hauses gefeiert,

des örtlichen Gasthauses der Dorfgemeinschaft, das vom Schützenverein betrieben wird. Am Sonntag war es zum Erntedankfest wieder einmal soweit. Die Kirchengemeinde rief und rund 70 Gottesdienstbesucher konnten miteinander einen fröhlichen Festgottesdienst feiern.

Musikalisch sorgten die „Singing Friends“ des TuS Erkersreuth unter der Leitung von Andreas Tietze für stimmungsvolle Umrahmung. Sie boten beherzt, schwungvoll und ausdrucksstark mehrere tiefgründige geistliche Lieder und Songs aus ihrem Repertoire, die hervorragend zum Erntedankfest passten und die Verkündigung durch die biblischen Worte und die Predigt von Pfarrer Dr. Jürgen Henkel noch hintersinnig vertieften.

So kamen unter anderem „Wo Menschen sich vergessen“, „Anker in der Zeit“ und „Eine Hand voll Erde“ zu Gehör. Mit ihren Stückten regten auch die „Singing Friends“ die zahlreiche Gottesdienstgemeinde zum Nachdenken an, ging es darin doch viel um den Dank an Gott für die vielen Gaben der Schöpfung und den Aufruf, mit Bedürftigen zu teilen und in Menschen in Not zu unterstützen.

abendmahl tanzsaalIn seiner Predigt machte Pfarrer Dr. Jürgen Henkel deutlich: „Die ganze Schöpfung ist uns geschenkt, ja besser noch geliehen von Gott. Aber sie gehört uns nicht. Sie gehört Gott. Wir sollen die Schöpfung pflegen und verwalten. Wir dürfen sie nutzen und benutzen, aber nicht ausnutzen. Gott schenkt uns mit der Schöpfung alles, was wir zum Leben brauchen. Erntedank lässt dankbar werden für das, was wir mit dem Segen Gottes tun dürfen im Leben, für alles, was uns in Garten, Feld und Flur mit Gottes Hilfe gelingt.“

Gleichzeitig sei das Erntedankfest aber immer auch ein Aufruf an alle Menschen, das Notwendige zu tun, damit die Welt für alle Menschen ein guter Lebensraum werde, so der Ortsgeistliche. „Jeder, der sich sozial oder in einem Verein engagiert, tut etwas für andere. Jeder, der bei der Feuerwehr, bei Rettungsdiensten oder in einem Helferkreis für Flüchtlinge oder auch bei Hilfsaktionen für die Menschen in armen Ländern sich engagiert, tut etwas Wichtiges, wofür es sich am Erntedanktag zu danken lohnt.“

Jeder müsse im Leben immer auch den Nächsten im Blick haben. „Es gibt kein wahres Glück ohne Gott und die Nächsten, ohne Dankbarkeit gegenüber Gott und Teilen mit dem Nächsten. Gott hat mit der Schöpfung geliefert. Jetzt und seither sind wir Menschen am Zug“, so Pfarrer Henkel. Nach dem festlichen Abendmahl konnten die Gottesdienstbesucher im schmucken wie gemütlichen Wirtssaal des Gasthauses zu Mittag essen. Udo Rödel vom Schützenverein Mühlbach und seine Helferinnen und Helfer hatten wieder für gute Bewirtung mit Speis und Trank gesorgt. 

selb-live.de – Presseinfo

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