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16.2.2016 – Auch in diesem Jahr hat die evangelische Kirchengemeinde Erkersreuth/Selb-Plößberg wieder mit einer Fastenaktion die Passionszeit 2016 symbolisch eröffnet. Auftakt war am Morgen mit einem Gottesdienst

im Gemeindesaal. Dabei betonte Pfarrer Dr. Jürgen Henkel, dass ein bewusster Lebensstil zum christlichen Glauben grundlegend dazugehöre.

 

„Einerseits ist alles Gnade Gottes. Wir können uns unser Heil nicht erkaufen oder verdienen. Das ruft uns der heutige erste Sonntag der Passionszeit besonders in Erinnerung. Andererseits aber zählen auch unser Wille und die Bereitschaft, auf Gottes Wegen zu wandeln und nach seinen Geboten zu leben. Unsere Frömmigkeit ist für uns ein immerwährendes Training auf dem Weg zu Gott.“

Der Gottesdienst musste kurzfristig in den Gemeindesaal verlegt werden, nachdem die neue Kirchenheizung trotz richtiger Programmierung und Eingeschaltetsein den Dienst völlig versagte. „Die neue Kirchenheizung ist für uns ein Ärgernis seit der Kirchenweihe und den ersten Gottesdiensten im Herbst 2014. Für diese Woche ist uns das Sachverständigengutachten zugesagt worden, mit dem wir die Verantwortlichen für die Kirchenheizung zum Handeln zwingen wollen. Notfalls gehen wir vor Gericht“, machte Pfarrer Henkel den Unmut der Kirchengemeinde über die Heizungsplanung und die eingebaute Heizung deutlich.

Die Gemeinde nahm es derweil gelassen und hofft auf Abhilfe in diesem Jahr. Organist Gerhard Kießling spielte am Klavier im Gemeindesaal genauso hervorragend und mitreißend wie üblicherweise in der Kirche. Nach dem Gottesdienst gab es zunächst einen 45minütigen Dokumentarfilm zur Frage „Kaiphas und Pilatus – Wer war schuld am Tode Jesu“ mit interessanten Thesen und aktuellen Forschungsergebnissen zum Zusammenwirken von jüdischer und römischer Obrigkeit beim Todesurteil Jesu.

Anschließend gab es Kartoffeln und mehrere Quarksorten mit Paprika, Schnittlauch und Knoblauch. Ein einfaches und bescheidenes, aber nahrhaftes und auch schmackhaftes Mahl. An der schmuck hergerichteten Fastentafel im Gemeindesaal kam es zu vielen Gesprächen. Damit erinnerte die Fastenaktion auch an das „Agape-Mahl“ in der Urkirche. Dort gab es bei den Gemeindegliedern reihum nach den Sonntagsgottesdiensten gemeinsames Mittagessen, zählt doch im Orient das gemeinsame Mahl als besonderes Zeichen für die Verbundenheit der Gemeinschaft der am Tisch Versammelten.

 

selb-live.de – Presseinfo

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