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9.2.2016 – Ein Fünftklässler, der im kommenden Jahr an das WGG kommt, wird mit ihm oder ihr leben und im Lauf seiner Schulzeit sicherlich mehr als einmal in Kontakt kommen: die Rede ist vom künftigen US-Präsidenten oder

womöglich der ersten Präsidentin der Vereinigten Staaten. Kurz nach dem Übertritt dieses Fünftklässlers wird im November 2016 das neue Oberhaupt der USA gewählt und den Neu-Gymnasiasten mindestens bis in die Zeit seiner Pubertät, wenn nicht sogar bis zu seinem Abitur begleiten und durch getroffene Entscheidungen direkt oder indirekt das Leben eines Schülers auch in Selb beeinflussen.

 

Doch wer wird Nachfolger von Barack Obama im Weißen Haus? Diese Frage konnte auch Dr. Markus Hünemörder vom Amerikahaus München bei seinem Vortrag zu aktuellen Entwicklungen in den USA nicht eindeutig beantworten, den er vor den Schülerinnen und Schülern der Q11 und Q12 im Atrium des Walter-Gropius-Gymnasiums hielt, die bislang nur Obama als Fixpunkt der amerikanischen Politik kannten. Aber er gab ihnen einen Einblick in die noch sehr große Anzahl an Kandidaten, die sich um das Präsidentenamt bewerben und in die Hintergründe des US-Wahlsystems. Gewohnt informativ und umfassend - es war bereits sein vierter Besuch in Selb – erläuterte Dr. Hünemörder die Entwicklungen seit der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten 2008. Er war mit vielen Versprechen angetreten, die er jedoch nur teilweise umsetzen konnte, z.B. die allgemeine Krankenversicherung („Obamacare“) oder der Rückzug der US-Truppen aus Irak und Afghanistan. Die schwere Wirtschaftskrise, neue globale politische Entwicklungen und nicht zuletzt ein Parlament, das politisch entgegengesetzt zu Obama stand, erschwerten ihm das Regieren und Umsetzen von Reformen, er wurde zu einer sogenannten „lame duck“. Im Lauf seiner beiden Amtszeiten entfernten sich die beiden großen politischen Blöcke der USA, Demokraten und Republikaner, immer weiter voneinander, derzeit gibt es innerhalb der Bewegung sehr unterschiedliche Strömungen wie die ultrakonservative Tea Party oder weit links stehende Gruppierungen. Sie alle bringen jetzt Kandidaten für die Wahlen im November in Stellung, die sich seit Anfang Februar in den sogenannten Vorwahlen stellen müssen. Dr. Hünemörder blickte nicht nur auf dieses komplexe System, das auf der Gemeindeebene beginnt und schließlich in nationalen Wahlen mündet, sondern auch auf die klassischen Wählerschichten von Republikanern und Demokraten und die Herkunft der enormen Geldsummen, die im Wahlkampf ausgegeben werden. Ebenso zeichnete er, auch mit Hilfe von Videoclips und Cartoons, ein genaues Bild der aussichtsreichsten Kandidaten und ihrer Programme: von Bernie Sanders am linken Rand über die nominelle Favoritin Hillary Clinton bis zu den teils sehr konservativen Ted Cruz oder Ben Carson, natürlich durfte auch Donald Trump mit seiner zumindest sehr unorthodoxen Art nicht fehlen. Er habe Außenseiterchancen, weil er die Gefühle vieler Amerikaner mit seinen Thesen anspreche, meinte Dr. Hünemörder, prognostizierte aber gleichzeitig, dass am ehesten ein gemäßigter Kandidat das Rennen machen werde, der die Wünsche und Ansichten beider Seiten so weit wie möglich in Einklang bringen könne. Bei den Demokraten scheint das Rennen aktuell offen zu sein, bei den Republikanern könnte Marco Rubio am Ende der lachende Dritte werden, der dann als offizieller Kandidat in das Rennen um das Weiße Haus geht. Wer auch immer Nachfolger von Barack Obama werden wird: die Oberstufenschüler des WGG sind auf sie oder ihn vorbereitet.     

 

selb-live.de – Presseinfo WGG Selb

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