henikel erkersreuth 0817110.8.2017 - „Gut Ding will Weile haben!“ Mit diesen Worten übergab Pfarrer Dr. Jürgen Henkel jüngst das Geschenk der Kirchengemeinde Erkersreuth/Selb-Plößberg an die katholische Filialgemeinde St. Josef in Selb-Plößberg zu deren Kirchenjubiläum von 2015.

Auch mit Verspätung sorgte das Geschenk bei Pater John Arolichalil, Kirchenpflegerin Monika Spörl und den Gemeindegliedern der Pfarrei für Freude, handelt es sich doch um eine schöne orthodoxe Ikone der Gottesmutter Maria für die Kirche St. Josef.

2015 hatte die Kirchengemeinde Erkersreuth zeitgleich zum Kirchenjubiläum der Kirche St. Josef in Selb-Plößberg das eigene Gemeindefest in Erkersreuth. So konnte nur die stellvertretende Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Karin Uhl, an dem Kirchenjubiläum in Selb-Plößberg teilnehmen. Sie übergab damals einen Gutschein für eine handgemalte Ikone aus Rumänien. Zwischenzeitlich fand die Ikone den Weg aus Rumänien nach Erkersreuth und Pfarrer Henkel konnte sie nun an Pater John und Kirchenpflegerin Spörl übergeben. „Es ist eine schöne ökumenische Gabe, wenn wir als evangelische Kirchengemeinde einer katholischen Pfarrei eine orthodoxe Ikone schenken“, sagte Pfarrer Henkel bei der Übergabe.

Die Gottesmutter Maria verbinde die Christen aller Konfessionen, so der Erkersreuther Pfarrer. „Sie hat den Menschen und der Welt den Heiland und Erlöser Jesus Christus geboren und geschenkt. Auch Martin Luther hat die Gottesmutter sehr verehrt. Er hat eine wunderbare Auslegung des berühmten Magnifikat, des Lobgesangs der Maria aus dem Lukas-Evangelium, geschrieben. In eine Zeit, in der uns als Kirchen mancher Wind heftig ins Gesicht bläst, können wir uns alle als Christen unter dem schützenden Mantel der Gottesmutter bergen und auf ihre Fürbitte beim Herrn vertrauen.“

Pater John und Kirchenpflegerin Monika Spörl freuten sich sehr über die schöne Ikone und dankten der Kirchengemeinde Erkersreuth für das Geschenk mit herzlichen Worten. Pater John weihte die Ikone mit einem Gebet und besprengte diese dazu auch Weihwasser in einem liturgischen Ritual, wie es auch die Orthodoxe Kirche kennt. Monika Spörl kündigte an, dass die Ikone einen würdigen Platz in der Kirche finden werde.

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