gedenkstein selb17.6.2017 – Mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Goldberg hat die Stadt Selb an die Opfer des Volksaufstands am 17. Juni 1953 gedacht. Zweite Bürgermeisterin Dorothea Schmid erinnerte dabei an die Menschen, die am Tag genau vor 64 Jahren bei

Aufständen um ihre Freiheit, menschliches Zusammenleben und demokratische Rechte gekämpft hatten. An über 600 Orten beteiligten sich an diesem Tag in der DDR zahlreiche Bürger. Mit Hilfe des sowjetischen Militärs wurde die Erhebung blutig niedergeschlagen. Dieser Massenaufstand war der erste von in den folgenden Jahrzehnten noch stattfindenden Protesten wie die Montagsmärsche, ehe 1989 die Berliner Mauer gefallen ist.

Dass man an solche Ereignisse erinnern müsse, machte sie an einem Beispiel deutlich. So sei es für Schüler heutzutage selbstverständlich in Freiheit leben zu können. Sich beispielsweise für Lebensmittel lange anstellen und auf vieles verzichten zu müssen, sei für viele unvorstellbar. Schmid selbst trug zur Gedenkfeier an ihrem Hut ein „Vergissmeinnicht“. Allein der Name sei symbolisch dafür nicht zu vergessen. Diese Blume an Hut oder Revers geheftet war aber einst auch Erkennungszeichen, wer sich zur damaligen Bewegung solidarisierte. gedenkstein selb