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15.3.2019 – Einige Themenschwerpunkte hatte der Seniorenbeirat der Stadt Selb in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Infos aus der Sitzung...

+++ Badetag für Senioren in der Therme Weißenstadt +++

Nach dem Erfolg im vergangenen Herbst mit rund 60 Teilnehmern wird, wie auf selb-live.de bereits berichtet, am 28. März ein erneuter Badetag für Senioren in der Therme Weißenstadt angeboten. Die „Gesundheitsregion plus“ des Landkreises Wunsiedel veranstaltet gemeinsam mit dem Seniorenbeirat eine Busfahrt in die Siebenquell Therme. Vier Stunden lang kann man sich in der Wasserwelt, zwei Stunden davon auch in der GesundZeitReise, tummeln. Eine Wassergymnastik zu flotter Musik wird ebenfalls angeboten. Der Preis für den Ausflug beträgt 18 Euro. Abfahrt in Selb ist um 8.45 Uhr in der Hohenberger Str. und um 8.55 Uhr in der Schillerstraße. In Schönwald startet der Bus um 9.05 Uhr am Diska Markt. Anmeldung beim jeweiligen Seniorenbeirat, in Selb in der Praxis Dr. Körner, Tel 78282 oder im FAM Kunst- und Kulturcafé.

 

+++ Vorstellung des Projekts „Stadtlesen“ +++

Vom 9. bis 12. Mai wird die Initiative „StadtLesen“, die sonst vielmehr in größeren Städten zu Gast ist, am Martin-Luther-Platz Station machen. Wie bereits auf selb-live.de informiert, können hier Interessierte in zahlreichen Büchern schmökern. Von Poetry-Slam bis hin zu Autorenlesungen soll diese Aktion mit einem vielfältigen Begleitprogramm zusätzlich aufgewertet werden. Auch der Seniorenbeirat möchte sich beteiligen. Vorstellbar ist unter anderem das Vorlesen aus Mundart-Büchern. Zugleich wird darauf hingewiesen, bei der Veranstaltung auch seniorengerechte Sitzmöglichkeiten bereitzustellen. Auch die barrierefreie Zugänglichkeit gilt es zu beachten. Ein Shuttlebus soll außerdem Bürgerinnen- und Bürger aus den Stadtteilen zu diesen Event bringen können.

 

+++ Telefonzellen als Bücherschränke +++

Zwei ausrangierte Telefonzellen hat der Seniorenbeirat angeschafft. Diese werden im Rahmen eines Mehrgenerationenprojekt durch Schüler der Bogner-Mittelschule umgebaut und ausgestattet. Zukünftig sollen diese Telefonzellen als frei zugleich Bücherschränke dienen. Nutzer können hier Bücher reinstellen als sich hieraus auch welche mitnehmen. Als Standorte sind das Vorwerk (am Standort der ehemaligen Telefonzelle in der Vorwerkstraße) und die Kappel (im Bereich der AWO) vorgesehen.

 

+++ Rückblick „Winterwonderland“ +++

Als sehr erfolgreich wurde das Ende Januar vom Jugendbeirat initiierte „Winterwonderland“ im Rosenthal-Park betrachtet. Der Seniorenbeirat stand hier hilfreich bei der Organisation als auch bei der Durchführung wie beim Glühweinverkauf und beim Schlittschuhverleih zur Seite. Gerne werde man auch zukünftig mit dem Jugendbeirat bei Veranstaltungen und Projekten zusammenarbeiten.

Als ein aktuelles Projekt erstellt der Jugendbeirat derzeit einen „Selb-Guide“. Dieser soll Jugendlichen bis hin zu Gästen wie beispielsweise den Blockschülern aufzeigen, wo und was in Selb geboten ist. Auch hier unterstütze der Seniorenbeirat mit Knowhow aus der Erstellung des Seniorenratgebers.

 

+++ Bericht des Oberbürgermeisters +++

Eine gute Nachricht hatte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch parat. So sei es gelungen, die Finanzierung des Seniorenbus auch für das Jahr 2019 sicherzustellen. Seit 2011 fährt dieser mehrmals in der Woche und bietet den Senioren der Stadt kostenlos die Möglichkeit, Besorgungen, Arztbesuche und Einkäufe zu tätigen.

Weiter widmet sich ein Kreis aus Mitgliedern des Seniorenbeirats und der Stadtverwaltung dem Thema Barrierefreiheit in der Innenstadt. Oft könne man mit kleinen Maßnahmen schon viel erreichen. Zugleich weist der Rathauschef darauf hin, dass man auf Anregungen aus der Bevölkerung angewiesen sei. Dies direkt über den Seniorenbeirat oder auch bei den Bürgersprechstunden im Rathaus. Grundsätzlich spiele die Barrierefreiheit bei allen städtebaulichen Maßnahmen und Planungen eine große Rolle.

Wohl Ende August/ Anfang September wird ein Aufzug im Rathaus installiert sein, lautete ein weiterer kurzer Hinweis.

 

+++ Anfragen +++

Angemerkt wurde von einer Zuhörerin, dass im Stadtteil Vorwerk kein Briefkasten der Post mehr zur Verfügung stehe.

Angesprochen wurde zudem das Thema Toilettensituation am Bahnhof. Hierzu erklärte Pötzsch, dass der Bahnhof selbst als auch das direkte Umfeld im Zuge der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen 2023 in den Fokus rücken werde. Er sprach unter andere das Erscheinungsbild des Bahnhofgebäudes an. Hier sei eine Renovierung erforderlich. Die Verkehrsführung in diesem Bereich werde zukünftig durch einen Kreisverkehr geregelt. Der Busverkehr soll links vom Bahnhofsgebäude seinen Platz finden. Mobilität wie Car-Sharing und eE-Mobilität werden ebenso in Betracht fallen. Angedacht ist weiter, die Aufenthaltsqualität auch im Bereich hinter dem Bahnhof bis hin zum Lokschuppen zu verbessern. Und klar spiele auch die Ver- und Entsorgung eine große Rolle.

Angedacht ist außerdem ein Fußweg, der das Wohngebiet Kappel zum Netto-Markt anbindet.

 

+++ Vorstellung der Arbeit der Seniorengemeinschaft Fichtelgebirge +++

„Miteinander – füreinander“ lautet das Leitmotiv der 2015 ins Leben gerufenen Seniorengemeinschaft Fichtelgebirge. Vorstandsmitglied Theo Marberg stellte den Verein mit über 400 Mitgliedern und bislang über 6.000 geleisteten Arbeitsstunden kurz vor. „Wir möchten den nachbarschaftlichen Zusammenhalt in den Dörfern und Städten im Landkreis Wunsiedel stärken und die kommunalen Hilfseinrichtungen entlasten“, erklärt der Verein.

Ziele:

Unseren Mitgliedern ein selbstbestimmtes und aktiv gestaltetes Leben ermöglichen, soweit sinnvoll in gewohnter Umgebung.

Den Mitglieder-Familien schnelle und unbürokratische Unterstützung bei vorübergehenden Engpässen bieten.

Finanzielle Entlastung durch Leistungstausch unter den Mitgliedern ermöglichen.

Gegenseitige Unterstützung bei der Gestaltung und Bewältigung des Alltags.

Die Aufnahme und den aktiven Einbezug jüngerer Mitglieder.

Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Generationen, über Familienbande hinweg.

Selbstorganisation von Leistungserbringer/Leistungsnehmer-Gruppen.

Die Inanspruchnahme von Leistungen ermöglichen, die zu Marktpreisen für den einzelnen unerschwinglich sind.

Mitglieder in Fragen des täglichen Lebens beraten, mit neutralen Hinweisen auf Unterstützungsangebote anderer Organisationen.

Gegenseitiges Geben und Nehmen, Schenken und Tauschen, Vergüten und Ansparen in Eigeninitiative.

 

Unsere Seniorengemeinschaft kann folgende Versorgungs- und Angebotslücken füllen:

Besorgungen bzw. Begleitungen bei Einkäufen jeglicher Art

Behördengänge

Fahrdienste

Hausarbeiten jeglicher Art (Wäsche etc.)

Garten- und Hofarbeiten, Grabpflege

Handwerkliche Kleinhilfen rund um Haus und Hof

Unterstützung der Selbsthilfe bei Aufgaben des täglichen Lebens

Hilfestellungen bei vorübergehenden Erkrankungen zu Hause und nach Krankenhausaufenthalt

Versorgung und Pflege von Haustieren

Begleitung in der Freizeit, z. B. Besuche, Spaziergänge, Gottesdienst- und Friedhofbesuche

Begleitung zu Fußpflege, Krankengymnastik, Frisör etc.

Raumpflege

Hilfestellungen bei technischen Problemen und vieles mehr 

 

In etwa 25 bis 30 Personen stehen derzeit für Hilfsleistungen zur Verfügung. „Wir brauchen aber dringend noch weitere Helfer“, warb Marberg um Unterstützung. Viele nähere und weitere Informationen rund um die Seniorengemeinschaft gibt es im Internet unter seniorengemeinschaft-fichtelgebirge.de

Im Rahmen einer „Woche der Wachsamkeit“ möchte der Verein auch direkt vor Ort werben. Dies u.a. in Selb am 4. Mai am E-Center im Unterweißenbacher Weg.

Nachfolgend ein kurzes Info-Video der Seniorengemeinschaft Fichtelgebirge