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11.10.2019 – „Smart“ – das bedeutet laut Duden „clever“ oder „gewitzt“ und ist damit ein Begriff unter dem man sich als Fichtelgebirgler von Haus aus wohlfühlt. Es ist ein Teil der hiesigen Mentalität, die Dinge vielleicht manchmal ein

wenig anders anzugehen. „Smartes Fichtelgebirge“ – diesen Titel darf man nun auch offiziell tragen; die Region wurde bekanntlich als der einzige Landkreis in ganz Deutschland zur Modellregion für das „Smart City“ Projekt des Bundesinnenministeriums ausgewählt und soll damit eine Vorreiter-Region in Sachen Digitalisierung werden.

Ziel ist, im Landkreis ein gesamtheitliches Konzept zu entwickeln, wie ein ländlicher Raum für Menschen allen Alters noch lebenswerter werden kann. Dabei geht es um grüne und soziale Ansätze einerseits, aber auch um Themen wie Effizienz und technologischen Fortschritt. „Wir wollen uns nicht in den Dienst der Digitalisierung stellen“, sagt Landrat Dr. Karl Döhler. „Ganz im Gegenteil. Diese neuen technischen Chancen in den Dienst der Menschen hier im Landkreis zu stellen, das ist mein Ziel.“

Ideen, wie das gelingen kann, sind dem Kreistag heute präsentiert worden. Sie alle sollen den Bürgerinnen und Bürgern praktische Vorteile im Alltag bringen. Digitale Konzepte können zum Beispiel helfen, leichter einen Parkplatz zu finden. Sie können älteren Menschen Wege aus der Einsamkeit zeigen; denkbar ist eine einfach zu bedienende Kommunikationsplattform – eine Art digitaler Kaffeeklatsch sozusagen. Möglich wäre auch ihnen den Weg zum regionalen Supermarkt oder Händler abnehmen, der per digitalem Zuruf die benötigten Lebensmittel ins Haus bringt. Schüler und Lehrer können digitale Anwendungen das Lernen und Lehren erleichtern und digitale Prozesse können beschleunigen, dass wir künftig überwiegend grüne und regenerative Energien nutzen können. Auch die Wirtschaft im Fichtelgebirge hat ihre Anforderungen, die über das „Smarte Fichtelgebirge“ bedient werden können. So können der internationale Handel oder die Logistik verbessert werden. Und nicht zuletzt der Tourist kann sich freuen, wenn er beispielsweise bei der Ankunft im Fichtelgebirge alle wichtigen Infos mit einem Klick auf dem Handy hat. Und natürlich darf man auch Visionen entwickeln. Einen besseren und flexibleren ÖPNV, der mit Wasserstoff und vielleicht sogar autonom fährt, auch das haben die Verantwortlichen sich bereits ins Konzept geschrieben.

„Die Auswahl des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge ist Anerkennung und Herausforderung zugleich“, hat Innenminister Horst Seehofer bei der Übergabe der Ernennungsurkunden gesagt. Man traut dem Fichtelgebirge offenbar zu in einem Bürgerbeteiligungsprozess Ideen zu entwickeln, von denen letztendlich ganz Deutschland profitieren kann. Nun gilt es möglichst viele Menschen aus der Region für die Teilnahme daran zu begeistern. „Bedenkt man, dass 68 Prozent der Bevölkerung die Digitalisierung als Chance sehen, dann werden wir hier doch Macher finden, die Spaß daran haben diese Chance gewinnbringend für sich und die Menschen in ihrer Heimat zu nutzen“, sagt Thomas Edelmann, Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge. „Das wird ein spannender Weg, der schon jetzt Investitionen in Höhe von rund 10 Millionen Euro auf den Weg bringt. Das schafft uns neue Handlungsspielräume.“

selb-live.de – Presseinfo Landratsamt Wunsiedel

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